Eine konzentrierte Leistung - wie zuletzt beim 27:24-Sieg über den Bergischen HC (l. Jeffrey Boomhouwer) - muss die HSG Wetzlar um Torhüter Till Klimpke auch am Sonntag bei der HSG Nordhorn-Lingen zeigen. FOTO: VOGLER
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Eine konzentrierte Leistung - wie zuletzt beim 27:24-Sieg über den Bergischen HC (l. Jeffrey Boomhouwer) - muss die HSG Wetzlar um Torhüter Till Klimpke auch am Sonntag bei der HSG Nordhorn-Lingen zeigen. FOTO: VOGLER

Das Schlusslicht ernst nehmen

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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(pie). Das Jahr 2020 hat für Handball-Bundesligist HSG Wetzlar mit dem Sieg gegen den Bergischen HC gut begonnen. Im zweiten Spiel nach der EM-Pause wartet nun am Sonntag Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen auf die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider. Das Spiel wurde von 16 Uhr auf 13.30 Uhr vorverlegt (live auf Sky), daher reist der HSG-Tross bereits am Samstag ins Emsland.

Große Erleichterung - Natürlich war sie groß, die Erleichterung bei der HSG Wetzlar nach dem 27:24-Sieg am Samstag gegen den Bergischen HC. "Es ist immer schwierig, weil du nie weißt, woran du bist. Aber das geht ja allen so. Dann ist es natürlich toll, dass man direkt gegen so einen starken Gegner gewinnen kann", zeigte sich Wandschneider erleichtert.

Leichte Aufgabe? - Mitnichten! "Wir wollen da weitermachen, wo wir gegen den BHC aufgehört haben", lautet die Marschroute der Grün-Weißen. Um in Nordhorn zu gewinnen, muss die Wandschneider-Truppe trotz des vermeintlich leichten Gegners von der ersten Sekunde an hellwach, fokussiert und konzentriert sein. Die Gastgeber haben bisher erst ein Spiel gewonnen, viele Partien aber auch nur knapp abgegeben. Oftmals waren es die eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler, die die Nordhorner ins Verderben stürzten. "Gegen Friesenheim haben sie auf mich verkrampft gewirkt, gegen uns können sie jetzt natürlich locker aufspielen. Ich finde, dass Nordhorn eine gute Mannschaft hat, die taktisch immer sehr variabel spielt und gut auf den Gegner eingestellt ist", sagt Wandschneider. Hier wird wieder einmal Kapitän Filip Mirkulovski gefragt sein, das Spiel der Wetzlarer in geordnete Bahnen zu lenken und zu bestimmen. "Letzten Endes müssen wir unsere höhere individuelle Qualität in die Waagschale werfen und ausspielen."

Wer sind Nordhorns Stützen? - Da sind zunächst einmal die zwei starken Keeper Bart Ravensbergen, der mit der niederländischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft war, und Björn Buhrmester. Dazukommen etliche weitere Spieler mit internationaler Erfahrung wie Robert Weber und Pavel Mickal, die die brandgefährliche Flügelzange bilden. "Wir hatten im Hinspiel große Probleme mit Kreisläufer Dominik Kalafut, der hat sich gegen uns im Eins-gegen-Eins immer wieder durchsetzen können. Da müssen besser verteidigen im Hinspiel", erinnert sich Wandschneider. Nordhorn variiert gern in den Deckungssystemen, agiert in der 6:0-Variante mit zwei offensiven Halbverteidigern und spielt auch sehr gerne in der 5:1 und 3:2:1-Formation. "Taktisch haben sie immer sehr viel zu bieten, deswegen müssen wir sehr konzentriert sein, wissen, was wir wann zu spielen haben", warnt Wandschneider.

So sieht es personell aus: Es geht ohne den Langzeitverletzten Stefan Kneer ins Emsland, alle anderen Spieler sind mit an Bord. "Daher bietet es sich eher nicht an, Nachwuchstalente mitzunehmen", erklärte Wandschneider.

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