Zum Schluss noch eingebrochen

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In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hat die FSG Gettenau/Florstadt einen ganz wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Daniel Ginter besiegte in eigener Halle die HSG Marburg/Cappel mit 28:26 (14:9). Knappe Niederlagen mussten hingegen die HSG Wettertal (20:22 bei der HSG Wettenberg) und die HSG Mörlen (26:22 bei der HSG Fernwald) einstecken.

In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hat die FSG Gettenau/Florstadt einen ganz wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Daniel Ginter besiegte in eigener Halle die HSG Marburg/Cappel mit 28:26 (14:9). Knappe Niederlagen mussten hingegen die HSG Wettertal (20:22 bei der HSG Wettenberg) und die HSG Mörlen (26:22 bei der HSG Fernwald) einstecken.

HSG Wettenberg II – HSG Wettertal 22:20 (10:11): Wettertal erwischte einen Traumstart und führte beim Spitzenreiter nach fünf Minuten mit 3:0. Auch nach zwölf Minuten führte das Team von David Siegel mit drei Toren Vorsprung (5:2/Weil) und zwang die Heim-HSG zur ersten Auszeit. Diese zeigte schnell Wirkung, denn beim 4:5 in der 14. Minute war Wettenberg wieder dran. Zu mehr sollte es für die Oberliga-Reserve zunächst aber nicht reichen. Denn trotz einiger technischer Fehler verteidigten die Wetterauerinnen ihre knappe Führung und gingen mit einem 11:10 in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste nicht nach und führten nach Toren von Anna-Lena Bayer und Mona Weil mit 13:10 (32.). Als erneut Weil in der 36. zum 15:11 traf, zogen die Gastgeberinnen die Reißleine und stellten ihre offensive 3:2:1-Deckung auf eine 6:0-Formation um. "Das hat uns vor Probleme gestellt, da wir zuvor immer wieder Tore über den Kreis erzielen konnten", analysierte der Wettertaler Trainer David Siegel. Wettenberg nutzte diese Schwächephase und hatte in der 44. Minute erst den Anschluss hergestellt (14:15/Kerdi) und schließlich ausgeglichen (16:16/46.). Von nun an legte die Siegel-Sieben bis zur 58. Minute immer wieder vor und das Heimteam glich jeweils aus. Wettertal führte dann mit 20:19, musste aber eine Zeitstrafe hinnehmen, die Wettenberg erst zum Ausgleich und kurz danach zur ersten Führung überhaupt nutzte (21:10/59.). Den Gästen sollte in der Folge kein Tor mehr gelingen, sodass am Ende eine ganz bittere Niederlage zu Buche stand. "Wettenberg war heute froh, dass das Spiel eben 60 Minuten dauert. Aus meiner Mannschaft sind Tamara Marsteller im Tor sowie Alina Rettig hervorzuheben, aber das ganze Team hat insgesamt eine tolle Vorstellung beim Spitzenreiter gezeigt", bilanzierte Siegel.

HSG Wettertal: Marsteller, Heller; Brückel (7/4), Weil (6), Bayer (4), Exner (2), Reif (1), Klein, Rettig, Kunzelmann, Wolfner, Glaum.

FSG Gettenau/Florstadt – HSG Marburg/Cappel 28:26 (14:9): Die Ginter-Sieben startete mit einer stabilen 6:0-Abwehr in die Partie und konnte von der ersten Minute an das Spielgeschehen bestimmen. Bis zur elften Minute erspielte sich die FSG eine 4:2-Führung und setzte sich im Anschluss kontinuierlich ab (10:4/21.). Beim Stand von 14:9 wurden die Seiten getauscht, was aus Sicht von Daniel Ginter aber zu wenig war. "Der Vorsprung ist zu gering ausgefallen, denn einzig unsere schwache Chancenverwertung hat den Gegner bis hierhin im Spiel gehalten", sagte der FSG-Übungsleiter, der in der zweiten Hälfte zwar weiterhin eine überlegene Heimmannschaft sah, aber sich trotzdem noch nicht entspannt zurücklehnen konnte. Beim 19:13 (41./Glaub) schien Gettenau/Florstadt auf die Siegerstraße einzubiegen, schenkte den Vorsprung schnell wieder her (20:17/44.). Als dann Franziska Schmeißer in der 53. Minute zum 26:21 traf war das Spiel erneut fast zugunsten der Gastgeberinnen entschieden, ehe diese sich auf der Führung etwas ausruhten und die HSG in der 59. Minute plötzlich zum 25:26 einnetzen ließen. Im Gegenzug traf Kim-Sinja Ende zum beruhigenden 27:25, ehe beide Teams noch je einmal trafen und sich die FSG Gettenau/Florstadt über zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf freuen durfte. Ginters Resümee: "Über 54 Minuten habe ich ein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen, was mich positiv stimmt, denn wegen Krankheit und anderen Dingen waren vier der letzten fünf Trainingseinheiten ausgefallen. Mit dieser Einstellung müssen wir auch in die nächsten Spiele gehen, um dem Abstieg aus der, in diesem Jahr sehr engen, Bezirksoberliga zu entgehen."

FSG Gettenau/Florstadt: Kammel, Kappes; Laura Müller (6/3), Ginter (6), Borst (4), Glaub (3), Ende (3), Stiefel (2), Mogk (1), Schulz (1), Schmeißer (1), Leonie Müller (1), Schmidt.

HSG Fernwald – HSG Mörlen 26:22 (13:10): Ohne sechs Spielerinnen fuhr Mörlen nach Fernwald, wo sich zu allem Überfluss auch noch Torfrau Lena Michel beim Aufwärmen am Knie verletzte und nicht eingesetzt werden konnte. Trotz allem gestalteten die Gäste die von Fehlwürfen beider Teams geprägte Anfangsphase ausgeglichen und konnten durch Pauline Bühler sogar mit 3:2 in Führung gehen (7.). Hiernach übernahm aber Fernwald das Kommando und erspielte sich bis zur 13. Minute eine 6:3-Führung. Mörlens Trainer Frank Weidenauer reagierte mit einer Auszeit und sein Team verkürzte in der Folge auf 5:6, musste danach aber wieder abreißen lassen (8:5/17.) Die Gastgeberinnen verwalteten diesen Vorsprung und so wurden beim 13:10 die Seiten getauscht. Nach Wiederanpfiff machte die Heim-HSG da weiter, wo sie aufgehört hatte, während Mörlen sich im Angriff schwertat und immer wieder an Sandra Hahn im Fernwälder Tor scheiterte. Folgerichtig stand es nach 40 Minuten 19:14 und neun Minuten später sogar 22:16. Doch die Partie war noch nicht entschieden, denn die Gäste aus der Wetterau nahmen nun Fernwalds Spielmacherin Anna Herberlein und phasenweise auch Daniela Hensel in Manndeckung und nutzen die daraus resultierenden Fehler des Heimteams, um bis zur 56. Minute auf 21:23 zu verkürzen. 90 Sekunden vor Schluss versuchte Mörlen beim Stand von 24:22 für Fernwald durch eine offensive Manndeckung noch einmal an den Ball zu kommen, aber Fernwald blieb cool und entschied die Partie am Ende mit 26:22 für sich. "Im Anbetracht unserer Personalsituation war das einer sehr ordentliche Leistung gegen eine ambitionierte Fernwälder Mannschaft", zeigte sich Siggi Bläsche auf Mörlener Seite dennoch zufrieden.

HSG Mörlen: Hahn, Michel; Hickel (7/1), Juliane Wagner (5/1), Theresa Wagner (3), Kloppenburg (3/1), Bühler (2), Heil (1), Reller (1), Lass, Lange, Albus.

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