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»Schlimmer geht’s nicht mehr«

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Von: Peter Hett

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(hep) In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen waren am neunten Spieltag mit der HSG Mörlen und der HSG K/P/G/Butzbach zwei heimische Mannschaften spielfrei. Einen wichtigen 25:22-Auswärtssieg errangen die Frauen der FSG Gettenau/Florstadt und festigten damit ihre Platzierung in der Spitzengruppe. Am anderen Ende der Tabelle hat der WSV Oppershofen die Rote Laterne übernommen. Im Kellerduell bei der HSG Herborn/Seelbach gab es eine herbe 13:22-Niederlage, die zum Platztausch mit dem seitherigen Tabellenletzten führte.

HSG Marburg/Cappel – FSG Gettenau/Florstadt 22:25 (11:12): Neben den Langzeitverletzen Bienek und Lisa-Marie Ginter fehlten der FSG mit Walde, Kappes und Julia Glaub weitere Spielerinnen. Insofern wird der doppelte Punktgewinn bei der FSG als sehr zufriedenstellend angesehen – auch wenn nicht alles, was seine Mannschaft zeigte, die volle Akzeptanz von Trainer Ingolf Alt fand. »Dass sich neun verschiedene Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten und wir mit dieser Besetzung gewonnen haben, gefällt mir schon«, fällt seine Bewertung unter dem Strich positiv aus. In einer Begegnung, die auf beiden Seiten durch technische Fehler geprägt war, durfte in der ersten Halbzeit jede Mannschaft abwechselnd mit einem Tor Vorsprung führen. Zu Beginn der zweiten Hälfte gelang es der Alt-Sieben, einen 13:14-Rückstand in eine 17:14-Führung zu verwandeln. Damit war das Spiel entschieden, auch wenn die Gastgeberinnen noch einmal auf 20:21 herankamen. Einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der guten Marie Potschka im Tor schrieb der FSG-Trainer den Erfolg zu. FSG Gettenau/Florstadt: Potschka; Mogk (2), Bölke (4), Laura Ginter (2), Benedikt (1), Philipp (3), Miriam Glaub (3), Schmidt (5/4), Stiefel (3), Borst (2), Ende. HSG Herborn/Seelbach – WSV Oppershofen 22:13 (11:7): Während bei den Gastgeberinnen alle Spielerinnen mit von der Partie waren, die seither aus unterschiedlichsten Gründen fehlten, trat der WSV praktisch mit dem letzten Aufgebot an. Daran allein lag es jedoch nicht, dass die Niederlage derart deftig ausfiel. »Vom Anpfiff weg fehlte uns die nötige Ruhe, um ein vernünftiges Spiel aufzuziehen«, befand Trainer Martin Schmidt. Bereits nach wenigen Minuten hatten die WSV-Frauen etliche technische Fehler produziert. Die HSG nutzte dies zur schnellen 4:0-Führung. »Davon waren allein drei Hüftwürfe der Rückraum Mitte-Spielerin, die unsere Abwehr nicht verhinderte«, klärte Schmidt auf. Obwohl seine Mannschaft besser ins Spiel fand, konnte der Vorsprung von den Gastgeberinnen mit in die Pause genommen werden. Nach dem Wechsel wurde der Abstand von der HSG kontinuierlich in die Höhe getrieben. »Wir hatten sicherlich auch gute Phasen in unserem Spiel, sind aber dem anfänglichen Rückstand permanent erfolglos hinterhergerannt. Der HSG hat es gereicht, ihren Stiefel runter zu spielen und auch keinen berauschenden Handball gezeigt«, bilanzierte Schmidt. Dass seine Mannschaft unter anderem fünf Siebenmeter vergab, steht sinnbildlich für den WSV-Auftritt. »Wir dürfen jetzt die Lust am Handball nicht verlieren und müssen nach vorne schauen. Eine Gewissheit haben wir mit Blick auf die Tabelle: Schlimmer geht es nicht mehr«, bewertete er die aktuelle Lage. WSV Oppershofen: Heller, Ewald; Lang (1), Brogle, Klein, Milek (1), Rettig, Glaum (3/1), Kayser (1), Kunzelmann, Strube, Piller (6), Bäker.

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