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Schlagstöcke und Pfefferspray

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Mit dem Spruchbanner »BFE = Pfefferspray & Knüppel - Ist das Euer schlagkräftiges Argument?« hatten die Fanatics am Sonntag auf die Vorkommnisse vom Freitag aufmerksam gemacht.
Mit dem Spruchbanner »BFE = Pfefferspray & Knüppel - Ist das Euer schlagkräftiges Argument?« hatten die Fanatics am Sonntag auf die Vorkommnisse vom Freitag aufmerksam gemacht. © Michael Nickolaus

(mn) Das Eishockey-Derby zwischen Frankfurt und Bad Nauheim hat(te) ein Nachspiel. Eine Schlägerei vor der Eissporthalle am Ratsweg, an der Fans der Roten Teufel beteiligt waren, musste durch die Polizei aufgelöst werden; mit Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray.

Das bestätigte Rüdiger Reges, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt, am Montag auf WZ-Nachfrage.

»Ohne Vorwarnung schlug die BFE-Einheit mit Knüppel auf unsere Gruppe ein (...) Die Polizei agierte übertrieben aggressiv. (...) Unsere Gruppe zog sich sehr schnell zurück, um nicht weiter Opfer dieser willkürlichen und übertriebenen Polizeigewalt zu werden. Wir verurteilen diesen Einsatz auf’s Schärfste«, heißt es in einer Stellungnahme der Fanatics Nauheim, die unmittelbar involviert waren.

Ein Einschreiten in dieser Form sei erforderlich gewesen, sagt Pressesprecher Reges. »Rund 20 Personen waren an einer körperlichen Auseinandersetzung beteiligt. Unter anderem wurde auf eine am Boden liegende Person eingetreten. Alle Beteiligten waren derart aggressiv, so dass in dieser Weise durchgegriffen werden musste, um die Personen auseinanderzubringen.« Personalien wurden festgehalten. Videomaterial werde ausgewertet.

Die Stimmung hatte sich bereits in der Schlussphase der Partie (4:0 für Frankfurt) aufgeheizt. Volle Bierbecher waren zwischen einzelnen Fanblöcken im Stadion geflogen. Eine Eskalation konnte – auch durch das Einschreiten von Andreas Ortwein – verhindert werden. Insbesondere das Verhalten des Securitypersonals wird vom Geschäftsführer des EC Bad Nauheim kritisiert. »Die haben die Emotionen durch ihr Verhalten noch geschürt statt deeskalierend einzuwirken«, kritisiert Ortwein. So sei durch das Ordnungspersonal unter anderem versucht worden, die Fanclub-Banner zu entfernen. Die Fans aus der Wetterau waren anschließend – nicht wie in der Vergangenheit – über einen Gästeausgang, sondern durch den Hauptausgang nach draußen geführt geworden. »Für eine Zahl von 1200 bis 1300 Menschen ist der Gästeausgang ungeeignet«, erklärt Polizeisprecher Reges diese Entscheidung gegenüber der WZ. Am 28. Februar kommt es zum erneuten Derby in Frankfurt.

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