Schicksalstage für HSG Mörlen

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(hep). Interessanter und spannender hätte das neue Jahr für die Handballerinnen der Mörler Spielgemeinschaft, die in der Bezirksoberliga Gießen mit 4:16 Punkten derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz rangieren, kaum beginnen können: Mit zwei Heimspielen, die schicksalshaften Charakter haben, starten sie ins neue Jahrzehnt.

Nachdem die HSG in den zurückliegenden Spielzeiten stets um vordere Plätze mitspielte, befindet sie sich in der der aktuellen Saison im Abstiegskampf. Der Grund: In der Sommerpause hatten die HSG-Spielerinnen ihren Verein gleich reihenweise verlassen - vorrangig zur klassenhöheren Konkurrenz in der Region, also nach Griedel und Kleenheim. "Aufgrund dieser Fluktuation war es für uns schon zu Saisonbeginn klar, dass es einzig und allein darum gehen wird, die Klasse zu halten", analysierte der HSG-Vorsitzende Siggi Bläsche die neue Situation heute.

In einem offiziell noch zur Vorrunde zählenden Spiel treffen seine Frauen am Sonntag (16 Uhr) zunächst auf den TV Burgsolms, der in der Tabelle mit 5:15 Punkten einen Platz besser dasteht als die HSG. Am darauffolgenden Wochenende gastieren am Samstag (18 Uhr) die TuS Vollnkirchen in der Nieder-Mörler Frauenwaldhalle. Die Gäste sind derzeit Tabellenletzter und verfügen ebenfalls über vier Punkte.

Dem Ernst der Lage Rechnung tragend, wird Trainer Frank Weidenauer in diesen beiden Spielen von Michael Chadim, dem Trainer der zweiten Frauenmannschaft, unterstützt. "Diese Maßnahme ist mit beiden im Vorfeld abgesprochen worden. Wir erwarten zwei hektische Spiele und vier Augen sehen nun einmal mehr als zwei", begründet Bläsche diesen Schritt.

Neben der doppelten Unterstützung von der Bank hoffen die Mörler Spielerinnen auch auf zusätzlichen Beistand ihrer Fangemeinde. "Der Frauenhandball genießt bei uns nach wie vor einen hohen Stellenwert und gerade bei entscheidenden Spielen konnten wir uns auf unsere Zuschauer immer verlassen", unterstreicht der HSG-Chef und hofft auf zwei siegreiche Auftritte. "Das würde uns in eine Situation versetzen, die Planungen für die kommende Spielzeit zielgerichteter anzugehen, um dem Frauenhandball in der HSG wieder zu altem Schwung zu verhelfen", sagt er.

Während in Mörlen wohl noch eine Weile gezittert werden muss, steht den drei anderen heimischen Bezirksoberliga-Vertretern eine vergleichsweise entspannte Rückrunde ins Haus. Sie sind allesamt im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Und für sie beginnt am Wochenende des 18./19. Januar erst die Rückrunde. Dann erwartet die HSG Wettertal (5./13:9 Punkte) die HSG Marburg/Cappel, und die FSG Gettenau/Florstadt (6./12:10 Punkte) ist Gast der TSG Leihgestern II. Ebenfalls fahren muss Aufsteiger HSG K/P/G/Butzbach (7./11:11 Punkte), der bei der HSG Fernwald gastiert.

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