Günter Eisinger
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Leichtathletik

Scheunemann und Eisinger erhalten Sportplakette

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Hohe Würdigung für Karin Scheunemann (Bad Nauheim) und Günter Eisinger (Friedberg). Die beiden Leichtathletik-Funktionäre haben die Sportplakette des Landes Hessen erhalten.

Per Post ging Karin Scheunemann und Günter Eisinger dieser Tage die Sportplakette des Landes Hessen inklusive Urkunde zu, das Anschreiben war vom Hessischen Staatsminister Peter Beuth (Innern und Sport) unterschrieben. Dieser bedauerte sehr, dass »eine persönliche Verleihung und Würdigung aufgrund der Coronapandemie leider nicht stattfinden kann« und übermittelte auf diesem Weg seinen »tief empfundenen Dank für Ihren Einsatz rund um den Sport in Hessen«.

Scheunemann und Eisinger freuten sich dennoch über die höchste Auszeichnung, die das Land Hessen an aktive Sportlerinnen und Sportler, Trainer und verdiente ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sports vergibt. »Eine große Ehre, auf die ich sehr stolz bin. Mein Vater hat vor rund 30 Jahren die Sportplakette erhalten, nun bin ich berücksichtigt worden und habe mich über dieses Paket sehr gefreut«, erzählt Karin Scheunemann, deren Vater Werner Haak einst als Trainer und Betreuer der Versehrtensportgemeinschaft Friedberg/Bad Nauheim ausgezeichnet worden war; diese hatte mehrfach mit der Tischtennis-Mannschaft den Deutschen Meistertitel erreicht. Scheunemann selbst ist seit 50 Jahren als Trainerin beim LSC Bad Nauheim aktiv, hat es als Kampf- und Schiedsrichterin bis hin zu internationalen Einsätzen geschafft und bekleidet seit 1972 Funktionen in verschiedenen Leichtathletik-Organisationen. Seit 2013 ist sie Vorsitzende des Leichtathletik-Kreises Wetterau, kürzlich sagte sie dazu in einer Vorstandssitzung mit Blick auf die in diesem Jahr anstehenden Wahlen motiviert: »In dieser Gesamtsituation kann ich nicht aufhören. Eine Amtszeit stehe ich noch zur Verfügung.« Scheunemann hat bereits zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter den Sportehrenpreis des Wetteraukreises gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang (77) - der ebenso im Kreisvorstand tätig ist.

Auch Günter Eisinger hat einen persönlichen Bezug zu vorherigen Preisträgern. Der Träger des Hessischen Verdienstordens begann beim LSC Bad Nauheim und der LG Friedberg vor 50 Jahren seine Trainertätigkeit, wechselte Ende 1974 zu Eintracht Frankfurt und hatte sein Hauptaugenmerk früh auf den Hochsprung gelegt. Sein erster Weltklasse-Athlet war Gerd Nagel, der 1979 gemeinsam mit Carlo Thränhardt und Dietmar Mögenburg deutschen Rekord sprang. Im selben Jahr erhielt Nagel die Sportplakette, 30 Jahre später folgte die amtierende deutsche Rekordhalterin Ariane Friedrich. Die heute 37-Jährige flopte unter Eisingers Regie 2009 zu WM-Bronze, wegen Dopingvergehens einer Konkurrentin liegt mittlerweile die Silbermedaille in Friedrichs Vitrine. »Es ist schön, dass sich dieser Kreis mit Gerd, Ariane und mir nun 50 Jahre nach der Einführung der Sportplakette geschlossen hat. Das macht mich stolz«, sagt Eisinger, der ebenso wie Scheunemann viele Jahrzehnte als Lehrer tätig war.

50 Jahre Ehrenamt - und noch sind sie kein bisschen müde. Während Scheunemann unermüdlich beim LSC Bad Nauheim und im Kreis wirkt, steht Eisinger auch in diesen Zeiten weiterhin mehrmals in der Woche in der Halle und coacht seine Hochspringer. Die hohe Würdigung des Landes Hessen ist für das Duo zusätzliche Motivation, weiterhin die Leichtathletik mit allen Kräften voranzubringen. FOTOS: PM

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