phk_fussball_b-juniorinn_4c
+
Auch in der neuen Saison auf der Bank der B-Juniorinnen des SC Dortelweil: Trainer Joao-Paulo Ferreira und seine »Co« Laura di Rinaldis. ARCHIVFOTO: JAUX

SC Dortelweil bleibt Bundesligist

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
    schließen

(phk/pm). Gute Nachricht für die B-Juniorinnen-Bundesliga-Fußballerinnen des SC Dortelweil. Aufgrund der Corona- virus-Pandemie wurde die Saison ohne Wertung abgebrochen, dementsprechend bleibt das Team von Trainer Paulo Ferreira Bundesligist.

»Es gab für mich keine andere Entscheidung. Mit so wenigen Spielen kann man keine Saison werten - nicht einmal eine Saisonhälfte«, sagte der Dortelweiler Abteilungsleiter Rüdiger Köhler auf Nachfrage dieser Zeitung.

Den Abbruch ohne Wertung beschloss der Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag und folgte damit den Anträgen des DFB-Jugendausschusses und des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball. Auch der DFB-Pokal der Junioren und Juniorinnen endet in der aktuellen Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie ohne Sieger. Zuvor hatten sich die an den Wettbewerben teilnehmenden Vereine in Meinungsabfragen mehrheitlich für den Abbruch der Saison 2020/2021 ausgesprochen. »Ich bin froh, dass endlich eine Entscheidung getroffen wurde«, sagte Köhler. »Bei dieser Lage müssen wir froh sein, wenn wir am 15. September wieder in die neue Saison starten können.«

Die stellvertretende DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich sagte: »Die Saison ohne sportliche Sieger/innen beenden zu müssen, schmerzt natürlich. Dennoch ist klar: Im Sinne der Gesundheit aller Beteiligten ist diese Entscheidung zum Abbruch die richtige. Jetzt haben wir Klarheit und können frühzeitig mit den Planungen für die neue Saison beginnen.« Mit Blick in die nähere Zukunft ergänzte Ullrich: »Ich möchte betonen, wie wichtig eine baldige Rückkehr der Jugendlichen auf die Fußballplätze ist. Dass Fußball - gerade für Nachwuchsspieler/innen - ein effektiver Teil der Bekämpfung der langfristigen Pandemie-Folgen ist, steht außer Frage.«

Darüber hinaus hat der DFB-Vorstand beschlossen, dass auch die Endrunde um die deutsche Meisterschaft in der B-Juniorinnen-Bundesliga für die Saison 2020/2021 ersatzlos ausfällt. Grundlage dieser beiden Entscheidungen ist die geringe Anzahl an Spieltagen, die in den Staffeln Nord/Nordost, West/Südwest (jeweils sechs Spieltage) und Süd (sieben), in der die Bad Vilbeler Vorstädterinnen mit einem Sieg und fünf Niederlagen auf dem neunten und damit drittletzten Platz gestanden hatten, bis zur Einstellung des Spielbetriebs Ende Oktober 2020 ausgetragen wurden.

Sollte es nun zu einer erneuten Aufstockung der Staffeln der B-Juniorinnen-Bundesliga durch die nächsttieferen Spielklassen der Regional- bzw. Landesverbände kommen, plädiert der DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball dafür, dass durch einen vermehrten Abstieg innerhalb von einer Spielzeit wieder eine Reduzierung der Staffelgröße auf die ursprüngliche Teilnehmerzahl von zehn Teams erfolgen soll. Der DFB-Vorstand ist auch dieser Empfehlung des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball gefolgt.

In Dortelweil beginnen derweil die Planungen für den Restart: Unter den aktuellen Corona-Regeln finden derzeit für die Jahrgänge 2005 bis 2007 jeden Freitag (18 bis 19.30 Uhr) auf dem Dortelweiler Kunst- rasen Probetrainings für das U 17-Bundesliga-Team statt. Denn wie in den vergangenen beiden Spielzeiten bleiben nur eine Handvoll Spielerinnen erhalten, der Rest wechselt in den Damenbereich.

Trainer-Team bleibt

Immerhin dort sieht es beim SCD gut aus: Beide Mannschaften bleiben laut Köhler zusammen, werden zudem von sieben Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs ergänzt. Und auch bei den B-Juniorinnen gibt es zumindest in einer Hinsicht personelle Kontinuität: Cheftrainer Joao-Paulo Ferreira und seine Co-Trainerin: Laura di Rinaldis bleiben dem Klub erhalten. »Wir hoffen, dass jetzt wo der 1. FFC Frankfurt nicht mehr da ist und es nur noch Eintracht Frankfurt gibt, dass sich noch mehr Spielerinnen bei uns vorstellen«, erklärte Köhler. Erste hoffnungsvolle Talente seien bereits vorstellig geworden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare