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Sarah Bormann will ihren WM-Titel verteidigen

  • Philipp Keßler
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Heute wird es erst für die Nidderauerin Sarah Bormann. Die Box-Weltmeisterin will dann zum zweiten Mal ihren WBIF/GBU-Titel im Halbfliegengewicht (bis 49 Kilogramm) verteidigen. Und das Beste: Bormann ist eine von drei deutschen Hauptdarstellern beim großen Box-Event in der Ufgau-Halle in Karlsruhe, bei der unter anderem Lokalmatador Vincent Feigenbutz boxt. Das verschafft der Sportlerin mit dem Spitznamen "Babyface" Publicity – enorm wichtig in einem Sport, von dem sie zurzeit (noch) nicht leben kann.

Heute wird es erst für die Nidderauerin Sarah Bormann. Die Box-Weltmeisterin will dann zum zweiten Mal ihren WBIF/GBU-Titel im Halbfliegengewicht (bis 49 Kilogramm) verteidigen. Und das Beste: Bormann ist eine von drei deutschen Hauptdarstellern beim großen Box-Event in der Ufgau-Halle in Karlsruhe, bei der unter anderem Lokalmatador Vincent Feigenbutz boxt. Das verschafft der Sportlerin mit dem Spitznamen "Babyface" Publicity – enorm wichtig in einem Sport, von dem sie zurzeit (noch) nicht leben kann.

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Die gelernte chemisch-technische Assistentin, die zurzeit hinter dem Tresen der Bäckerei und Konditorei Ohl aus Bruchköbel in verschiedenen Filialen, unter anderem in der Wetterau, arbeitet, hatte nach rund zehn Jahren als Amateurboxerin mit vier deutschen Meistertiteln und Top-Ten-Platzierungen bei Europa- und Weltmeisterschaft erst im vergangenen Jahr den Sprung in die Profikarriere gewagt. Seitdem ist die 28-Jährige auf den Spuren der deutschen Frauenboxlegende Regina Halmich, die seinerzeit in derselben Gewichtsklasse unterwegs war. Dabei war Bormann erst im Alter von 17 Jahren überhaupt zum Boxen gekommen, arbeitet seitdem mit Trainer Benjamin Romero von der TG Hanau zusammengearbeitet hat.

Rekordverdächtig zum WM-Titel

Binnen weniger Monate hatte sich Bormann durch fünf K.-o.-Siege 2018 einen WM-Kampf verdient. Im Karlsruher Wildparkstadion sicherte sich dann vor mehr als 4000 Zuschauern gegen die Ukrainerin Oksana Romanova im Juni vergangenen Jahres ihren WM-Gürtel – nach einem klaren Punktsieg. Binnen sechs Monaten war sie vom ersten Profikampf zur Weltmeisterin geworden. Das ist rekordverdächtig. Diesen Titel verteidigte sie im Dezember gegen die Venezuelanerin Ana Fernandez.

Nun erwartet Bormann die Belgierin Sanae Jah, die bereits den EBU Europameistertitel und auch die internationalen WBA und WBC Meistertitel gewonnen hat. Obwohl Bormann ihre Gegnerin als "sehr erfahren und stark" bezeichnet, will sie ihren Gürtel unbedingt behalten: "Ich bin gut vorbereitet und fühle mich topfit", sagte sie zuletzt am Rande des Bad Nauheimer Neujahrsvarietés, bei dem sie von der Ovag eingeladen worden war.

Sport 1 überträgt den Kampfabend

Am Wochenende geht es nun in den Ring. Sport 1 überträgt den Kampfabend aus Karlsruhe ab 21 Uhr live. Bormanns Ansage gegenüber den TV-Sender macht dabei auf jeden Fall Hoffnung auf einen guten Fight: "Ich lasse mich von niemandem aufhalten, dazu kommt das fantastische Publikum in der Ufgau-Halle, das mich nach vorn peitschen wird." (Foto: Archiv)

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