Für Bjarne Kraushaar und die Gießen 46ers ist der Bundesliga-Start 2020/21 für den 6. November vorgesehen. FOTO: FRIEDRICH
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Für Bjarne Kraushaar und die Gießen 46ers ist der Bundesliga-Start 2020/21 für den 6. November vorgesehen. FOTO: FRIEDRICH

Saisonstart am 6. November

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(dpa/pm/tt). Die Korbjagd in der Basketball-Bundesliga startet am 6. November, bereits ab Mitte Oktober wird der Pokalwettbewerb komplett ausgespielt. Auf diese Rahmendaten für die Saison 2020/21 haben sich die momentan 17 Bundesligavereine mit dem Präsidium und der Geschäftsführung der BBL verständigt.

Der Meister wird demnach nach dem gewohnten Modus ermittelt - also mit einer Hauptrunde und anschließenden Playoffs ab dem Viertelfinale. Die Saison soll bis zum 15. Juni 2021 abgeschlossen werden.

Bereits Mitte Oktober beginnt der BBL-Pokal, für den es einmalig einen modifizierten und erweiterten Modus geben wird. Letzte Details dazu seien noch in der Abstimmung und sollen zeitnah veröffentlicht werden, teilte die BBL jetzt mit. Das Endspiel ist für Anfang November geplant.

Ziel ist es, alle Spiele in der kommenden Saison mit Zuschauern auszutragen. Dafür hat die BBL gemeinsam mit der Handball-Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga einen Leitfaden erstellt, der momentan vom Robert-Koch-Institut geprüft wird. Für die Erstellung eines tragfähigen Hygienekonzepts ist im Anschluss jeder Verein selbst verantwortlich.

"Alle Bedingungen sind unterschiedlich, deshalb wird es prozentual unterschiedliche Zuschauerzahlen geben", glaubt Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter der Frankfurt Skyliners. Je nach Hallengrößen und Voraussetzungen hofft er auf 40 bis 60 Prozent Auslastung der Halle. Die Skyliners sind bereits mit der Stadt Frankfurt in Gesprächen, um ein Konzept für die 5000-Zuschauer fassende Ballsporthalle zu erarbeiten. Volle Hallen werde es auf absehbare Zeit nicht geben, ist Wöbke überzeugt.

Das gleiche gilt für die finanziellen Voraussetzungen. "Wir dürfen nicht glauben, dass in zwölf Monaten alles wieder so sein wird, wie es vorher war", betont Wöbke. Es gehe weiterhin ums wirtschaftliche, aber auch sportliche Überleben. "Stand heute ist unser Ziel der Klassenerhalt." Zu der Ankündigung der Bundesregierung, 200 Millionen Euro für den professionellen Sport unterhalb der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga bereitzustellen, hat der Frankfurter Geschäftsführer keine weiteren Details gehört. "Es liegt nichts Konkretes auf dem Tisch, deswegen werden wir uns wirtschaftlich so vorsichtig verhalten, wie es nur geht, bis wir ein besseres Gefühl dafür haben, was möglich ist", so Wöbke. Die Etat-Planungen seien ein fortlaufender Prozess, der sich ständig verändere.

Wegen der Corona-Krise war das Lizenzstatut für die kommende Saison bereits im Vorfeld angepasst worden. Der Mindestetat von drei Millionen Euro wurde ausgesetzt, jeder Verein muss aber einen mindestens ausgeglichenen Finanzplan einreichen.

Mit der Weichenstellung geht für die Gießen 46ers weitere Planungssicherheit einher, die nun im Fortgang in ein schlüssiges Hygienekonzept für die Sporthalle Gießen-Ost umgesetzt werden muss, um einen möglichen Dauerkartenverkauf unter den gegebenen Bedingungen des Landes Hessen einzuleiten.

"Wir als Gießen 46ers können mit diesem Starttermin der Liga und dem vorgezogenen Pokaltermin sehr gut leben. Jetzt gilt es, die organisatorischen Dinge anzugehen, wobei wir eine Menge Hausaufgaben im Verbund mit der Stadt Gießen und der Entwicklung eines geeigneten Hygienekonzepts zu erledigen haben. Dabei gilt es natürlich immer die Dynamik der Situation im Auge zu behalten, da sich im Laufe der Zeit immer wieder andere Gegebenheiten einstellen können", kommentiert 46ers-Geschäftsführer Michael Koch die BBL-Entscheidung, "nichtsdestotrotz wollen wir die Prozesse, wie zum Beispiel den Dauerkartenverkauf, natürlich schnell implementieren, um ein gewisses Maß Normalität walten zu lassen". Und weiter: "Aber nicht nur die kaufmännische, sondern auch unsere sportliche Abteilung hat mit dieser Terminansetzung einen Startschuss erhalten. Wir sind nun in der Lage, Gespräche mit potentiellen Neuzugängen anzugehen, um einen schlagkräftigen Kader für die anstehende Saison aufstellen zu können."

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