Handball

Saison bleibt unterbrochen

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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Die Wahrscheinlichkeit auf Handball-Wettkämpfe in Hessen in dieser Saison wird immer geringer. Nun hat der hessische Verband die Unterbrechung des Spielbetriebs bis Ende Februar verlängert.

(ra). Der Hessische Handball-Verband (HHV) hat auf die Fortdauer der Corona-Pandemie reagiert und den Spielbetrieb für Männer und Frauen über den 31. Januar hinaus nunmehr bis 25. Februar 2021 ausgesetzt. "Wir halten uns zunächst einmal an die bereits vor Saisonbeginn festgelegten Durchführungsbestimmungen", erläutert der neue HHV-Geschäftsführer Andreas Hannappel die nun geltenden Präsidiums-Beschlüsse.

Sollte coronabedingt bis zum 15. März keine umfassende Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit mindestens einer Einfachrunde im Aktivenbereich möglich sein, wird die Runde 2020/21 nicht gewertet. Zumal der Verband in seine Statuten geschrieben hat, bei einer coronabedingten Saisonunterbrechung mindestens drei Wochen vor Wiederaufnahme des Spielbetriebes wieder in den Trainingsbetrieb einzusteigen. Bei einer Fortsetzung ab 15. März müsste den Vorgaben entsprechend also spätestens am 21. Februar wieder Teamtraining möglich sein.

Im Falle eines Saisonabbruchs soll der Spielbetrieb nach Möglichkeit nach den gültigen Spielplänen fortgesetzt werden; es wird allerdings keine Auf- und Absteiger in allen hessischen Klassen geben und die Klassenzusammensetzungen soweit wie möglich in die Saison 2021/22 übernommen. "Im Grunde genommen ist das eine Beschäftigungsrunde", bestätigt Hannappel, "wir wollen allen Vereinen und Mannschaften die Möglichkeit geben, auf dieser Basis in dieser Saison noch einmal in den sportlichen Wettstreit zu treten."

Auf eine Ausnahme weist der HHV-Geschäftsführer jedoch explizit hin: Sollte der Deutsche Handball-Bund Aufsteiger in die 3. Liga, die er unbedingt noch spielen lassen möchte, nachfolgend zulassen, wird das HHV-Präsidium über ein mögliches Verfahren nach Anhörung des AK Spieltechnik und der betroffenen Vereine entscheiden, "ob und in welcher Form mögliche Aufsteiger von der Oberliga in die 3. Liga auf sportlichem Weg im Frühjahr noch ermittelt werden könnten".

Jugend beendet

Die Aussetzung des Spielbetriebs der Jugendmannschaften wird hingegen bis zum letzten geplanten Spieltag der Runde am 8. März verlängert, so dass der offizielle Teil 2020/21 bereits beendet ist. Im Jugendbereich werden demnach keine Meister ermittelt, sind nach dem 8. März nur noch Freundschaftsspiele mit den "alten" Jahrgängen möglich.

Mit diesen Beschlüssen ist das Präsidium den Vereinen entgegengekommen. Da bei vielen Vereinen immer noch das Bestreben vorhanden ist, wieder zu einem normalen Spielbetrieb zurückzukehren, ermöglichen diese Beschlüsse flexible Reaktionen auf den Verlauf der Pandemie. Im Jugendbereich hat sich das Präsidium entschlossen, die Runde zu beenden und den Fokus auf die Qualifikation zur nächsten Saison zu legen. Hier soll versucht werden, einen geordneten Spielbetrieb nach Ostern zu organisieren.

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