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Pascal Herling und die Rhein-Main Patriots blicken nach der Heimniederlage gegen Merdingen bereits auf die nächste Saison in der 2. Bundesliga Süd. (Archvifoto: Chuc)

Die Saison so gut wie abgehakt

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(phk). Rund zehn Minuten lief am Samstagabend alles nach Plan der Rhein-Main Patriots in der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd. Das Team um den Sportlichen Leiter Patric Pfannmüller führte gegen Tabellenführer HC Merdingen bereits mit 3:0, hatte eine Unterzahlsituation schadlos überstanden, doch dann nahm das Übel seinen Lauf. Erst fiel der Ausgleich, später weitere Tore: Mit 6:12 gingen die Assenheimer Inlinecracks am Ende gegen den Tabellenführer aus dem Hochschwarzwald baden, verpassten den vierten Sieg im zehnten Saisonspiel - und verharren damit auf Rang sieben der acht Teams umfassenden Tabelle.

"Am Anfang haben wir das gespielt, was wir konnten, sollten und wollten, haben einfaches Hockey gezeigt, viele Bälle auf’s Tor gebracht. Doch danach haben wir versucht, es spielerisch zu lösen. Das können wir über die Spielzeit gegen einen solcher Gegner trotz kleinem Kader einfach nicht halten. Zudem ist und bleibt die Chancenverwertung ein Manko bei uns", bilanzierte Pfannmüller entsprechend enttäuscht. Für ihn ist die Saison damit trotz noch vier ausstehender Spiele bereits so gut wie gelaufen - Playoff-Rang vier, derzeit gehalten von Spaichingen, ist neun Punkte entfernt und damit wohl nur noch theoretisch erreichbar. "Die Wahrscheinlichkeit liegt für mich unterhalb von fünf Prozent. Diese Platzierung sollte nicht unser Anspruch sein. Der einzig positive Aspekt ist, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und daher jetzt schon beruhigt für die neue Saison planen können", sagt Pfannmüller. Die Gespräche dazu liefen bereits. Sowohl der Kader als auch das Umfeld sollen so aufgestellt werden, dass der Wetterauer Zweitligist in der kommenden Saison wieder die Playoff-Plätze angreifen kann.

Bis dahin soll die laufende Runde aber ordentlich zu Ende gespielt - und auch genutzt werden. Vor allem die jungen und unerfahrenen Spieler sollen in den verbleibenden Partien ihre Zeit auf dem Feld erhalten, um sich zu verbessern. Ebenfalls weiter gearbeitet werden soll an der Durchschlagskraft in der Offensive. "Sechs Tore sind in 60 Minuten Skaterhockey einfach zu wenig, aber dieses Problem haben wir schon seit Jahren und bekommen es nicht weg", sagt Pfannmüller.

Nachdem er selbst sowie Andre Lorei gegen Merdingen früh zweifach getroffen hatten, egalisieren die Gäste bis zur ersten Pause zum 3:3. Es folgte das 4:3 durch Dennis Berk, ehe Merdingen die Partie bis zur zweiten Pause beim 7:4 gedreht hatte. "Wir hatten nicht das Gefühl, der Gegner ist zu stark, um noch etwas reißen zu können, aber wir konnten den Schalter einfach nicht mehr umlegen", meinte Pfannmüller hinterher. "Wir haben dann aufgemacht, zwei schnelle Tore bekommen, und dann war das Spiel durch." Erst nach dem 4:12 sorgten Daniel Schneider und Pascal Herling für zwei weitere Tore, die die letztlich deutliche Niederlage immerhin ein bisschen im Rahmen hielt.

Rhein-Main Patriots: Dombrowsky, Moll; Blum, Schäfer, Apel, Berk, Herling, Lachmann, Langer, Lorei, Pfannmüller, Rosandic, Schneider.

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