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Felix Nolte (Stadtallendorf) wird von Innenverteidiger Sebastian Weigand von Türk Gücü Friedberg bedrägt.

Fussball-Hessenliga

Sahin hält zwei Elfmeter bei Niederlage von Türk Gücü Friedberg

Türk Gücü Friedberg verliert in der Fußball-Hessenliga in Stadtallendorf mit 0:1. Torwart Tolga Sahin kann dabei zwei Elfmeter parieren.

Die 0:1-Niederlage von Türk Gücü Friedberg in der Fußball-Hessenliga beim Spitzenteam Eintracht Stadtallendorf war am Samstagnachmittag gewiss keine Schande. Beim Regionalliga-Absteiger, der durch den hauchdünnen Erfolg gegen die Kreisstädter vorübergehend bis Sonntag die Tabellenspitze übernahm und auch den sofortigen Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest anstrebt, kann ein Mittelklasse-Team wie die Wetterauer durchaus verlieren. Im Herrenwaldstadion erlebten die etwas mehr als 600 Besucher ein Spiel mit vielen Höhepunkten, die sich überwiegend auf heimischer Seite abspielten. Friedberg schaffte es trotzdem bis in die Nachspielzeit hinein, die Partie offen zu halten, und hätte mit etwas Glück sogar einen Punkt mitnehmen können. Für deutlich mehr Wirbel sorgten aber die Begleitumstände um - so die Vorwürfe der Wetterauer Gäste - rassistische Äußerungen gegenüber ihnen.

Hessenliga: Türk-Gücü-Trainer Carsten Weber fehlen Einstellung und Mut bei seinem Team

Das einzige Tor des milden Nachmittages markierte Stadtallendorfs Laurin Vogt in der 19. Minute aus dem Gewühl heraus per Direktabnahme nach einer Rechtsflanke von Kristian Gaudermann. Trotz der Führung war bei den Gastgebern relativ wenig Tempo im Spiel, bei den Friedbergern fehlte dagegen über weite Strecken die Selbstüberzeugung. TG-Trainer Carsten Weber bemängelte in seinem kurzen Statement: "Natürlich ist der Sieg für Stadtallendorf verdient, aber mich ärgert, dass wir in der ersten Halbzeit die Einstellung und den Mut nicht hatten." Die Gastgeber hätten zur Pause eigentlich schon mindestens mit 3:0 führen müssen, verschossen aber leichtfertig zwei Foulelfmeter, die Friedbergs Torhüter Tolga Sahin bravourös parierte.

Ricardo Marra hatte den ersten Strafstoß gegen Stürmer Felix Nolte verursacht. Der Gefoulte selbst trat zur Vollstreckung an, scheiterte aber an Sahin, der auch den Nachschuss von Vogt hielt (32.). Sieben Minuten danach wieder Elfmeter für Stadtallendorf: Diesmal trat Damijan Häuser an, schoss aber ganz schwach flach ins linke Eck. Sahin hatte keinerlei Mühe, den Ball zu halten (39.). Vogt und Nolte vergaben noch zwei weitere dicke Chancen der Gastgeber, sodass der knappe Rückstand der Friedberger mehr als schmeichelhaft war. Im zweiten Abschnitt stellte Weber seine Viererkette um. Moussa Zie Ouattara wechselte von rechts nach links, Ricardo Marra eins zurück auf die rechte Verteidigerposition.

Hessenliga: Türk Gücü Friedberg fast mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit

Für den ausgewechselten Innenverteidiger Semun Biber kam der offensive Vuk Toskovic. Zentral verteidigte neben Sebastian Weigand jetzt der Ex-Stadtallendorfer Ceyhun Dinler. Weil die Gastgeber weitere Großchancen wie beim Pfostenschuss von Jascha Döringer (61.) ausließen, konnte Friedberg bis zum Schluss auf ein Remis hoffen, auch wenn es außer bei einem Distanzschuss von Shelby Printemps (62.) keine nennenswerten Chancen gab. In der Nachspielzeit wäre die Fahrlässigkeit des Aufstiegsanwärters aber beinahe doch noch bestraft worden. Freistoßflanke Erdinc Solak an alter Wirkungsstätte, Kopfball Printemps und ein Abwehrbein der Platzherren klärte in höchster Not.

Hessenliga: Die 0:1-Niederlage von Türk Gücü Friedberg in der Übersicht

TSV Eintracht Stadtallendorf: Olujic - Gaudermann, Pape, Vidakovics, Jovic - Arifi, Zildzovic - Heuser (66. Appel Prestes da Silva), Vogt - Döringer (77. Schütze), Nolte (90./+1 Basmaci).

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Ouattara, Weigand, Biber (46. Toskovic), Dinler - Tesfaldet, Mitrovic (59. Hagley) - Marra, Solak, Bell Bell (66. Tahirovic) - Printemps.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Alexander Wahl (Wolfhagen). - Zuschauer: 609. - Tor: 1:0 (19.) Laurin Vogt. - Besonderes Vorkommnis: Tolga Sahin hält Foulelfmeter von Felix Nolte (32.) und Damijan Heuser (39.).

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