Box-Weltmeisterin

Das sagt Box-Legende Regina Halmich über die Niddauerin Sarah Bormann

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Regina Halmich ist eine Legende im Boxsport - in Deutschland, Europa und der Welt. Nun schickt sich die Niddauerin Sarah Bormann an, in ihre Fußstapfen zu treten. Ein Interview.

Sie war fast zwölf Jahre lang ungeschlagen Weltmeisterin, ist die Legende des Frauenboxens im Leichtfliegengewicht – und mit 54 Siegen in 56 Kämpfen eine der ganz großen ihres Sportes: Regina Halmich. Inzwischen hat die 42-Jährige ihre Boxhandschuhe für das Mikrofon an den Nagel gehängt, kommentiert immer wieder große Events – so auch am Samstagabend in Frankfurt für den Spartensender Sport 1. Dennoch hat sie sich im Anschluss Zeit für ein kurzes Interview genommen, schließlich schickt sich die Nidderauerin Sarah Bormann an, in ihre Fußstapfen zu treten.

Frau Halmich, wie haben Sie den Kampf von Sarah Bormann gesehen?

Regina Halmich: Das war eine ganz tolle Vorstellung von Sarah. Sie war sehr konzentriert. Von außen hat man einfach gesehen, dass sie boxerisch eine ganz andere Klasse im Vergleich zu ihrer Gegnerin mit in den Ring gebracht hat.

Unter den Zuschauern schienen viele auf den K.o. gewartet zu haben. Sie auch?

Halmich: Ja, natürlich wäre das wahrscheinlich mit ein bisschen mehr Konsequenz auch noch möglich gewesen, aber das ist von außen auch immer leichter gesagt, als getan. Die Gegnerin hat zwar bisher nicht so viele Kämpfe gewonnen, aber sie ist eben sehr erfahren und wusste, mit solch einer Situation umzugehen. Sie wollte eben auch über die Runden kommen, und dann ist es immer sehr schwierig.

Sarah Bormann boxt in derselben Gewichtsklasse, in der Sie berühmt geworden sind. Trauen Sie ihr eine ähnlich große Karriere zu?

Halmich: Natürlich. Sarah Bormann ist eine eigene Persönlichkeit und wird ihren Weg gehen. Daher ist es immer sehr schwierig, Vergleiche anzustellen. Sie bringt dafür alles mit, aber die Zeiten im deutschen Boxen sind natürlich heute auch anders als bei mir damals. Die ganz starken Gegnerinnen aus Mexiko bekommen wir aktuell nicht, dafür sind die zu teuer. Der Weg großer Verbände führt ins Ausland, also in die USA oder nach Mexiko. Wer ihren Manager kennt, weiß, er hat immer einen Plan. Daher ist nichts unmöglich.

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