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Rutschpartie oder Wendepunktkurs am Winterstein?

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(hmo/mw) Eine dicke Schneeschicht im Wintersteingebiet, das hat es vor dem Wintersteinlauf in der fast 40-jährigen Geschichte erst ganz selten gegeben. An diesem Sonntag, wenn die Langstreckenläufer ohne Langlaufski die 30 Kilometer in Angriff nehmen wollen, könnte es wieder so weit sein.

Die Schneemassen dürften wohl kaum wegtauen, maximal fünf Grad sind bis Samstag laut www.wetter61169.de gemeldet. Unser Redakteur Michael Wiener hat gestern hinter dem Forsthaus Winterstein (ca. km 21) und auf der Wintersteinstraße Richtung Autobahn gestern den »Rutschtest« gemacht. Mit dem Ergebnis: Während der Lauf im Tiefschnee erheblich mehr Kraft kostet, ist es bergrunter trotz geräumter Strecke an manchen Stellen sehr glatt und eisig.

Der Veranstalter ASC Marathon Friedberg wird die Strecke bis zum Sonntag genau im Auge behalten. »Schneeräumen können wir nicht bewerkstelligen. Die einzige Option, die wir haben, ist eine Wendepunktstrecke bis zum Bundeswehr-Depot. Das gab es wohl mal in den 1980er Jahren wegen Sturmschäden. Aber da ist noch nichts spruchreif«, sagte Ralf Schmidt vom ASC dieser Zeitung gestern. Die Asphaltstraße bis zum Bundeswehrdepot (Kilometer 15) ist und wird von der Bundeswehr bei Bedarf geräumt. Die Originalstrecke führt von der Henry-Benrath-Schule in Friedberg aus durch Ockstadt an die Autobahn, von dort bis hinter Ober-Rosbach und die Panzerstraße hinauf zum Bundeswehrdepot.

Auf der Höhe geht es weiter bis zum Forsthaus Winterstein (hier dürfte das schwierigste Stück sein, berichtete ein Radfahrer gestern), zurück an die Autobahn und durch Ockstadt zurück nach Friedberg.

Die Veranstaltung unter der Regie des ASC Marathon Friedberg erfährt ihre 37. Auflage. Angeboten werden die Distanzen fünf, zehn und 30 Kilometer. In Ockstadt sind zum Zeitpunkt des Laufs diverse Kanal- und Straßenbauarbeiten im Gange. Betroffen hiervon ist die Nauheimer Straße und die Waldgasse, wobei in der Waldgasse nur noch die Asphaltdecke fehlt. Dies dürfte für die Teilnehmer kein Problem darstellen.

Die Voranmeldungen liegen zwar leicht über denen des Vorjahres, was auf rund 800 Teilnehmer schließen lässt. Doch hat wohl die Verlegung des Frankfurter Halbmarathon auf eine Woche vor dem ASC-Lauf (siehe Ergebnisse rechts) auch dieses Jahr einige Leute abgegraben.

Voranmeldungen sind online über die Homepage des ASC Marathon Friedberg (www.asc-marathon-friedberg.org ) bis zum Samstagabend, 20 Uhr, möglich. Auch am Wettkampftag können sich alle Kurzentschlossene in Friedberg an der Henry-Benrath-Schule gegen eine Nachmeldegebühr von zwei Euro anmelden.

Insgesamt hat die 30-Kilometer-Distanz ein Höhenprofil von 321 Metern. Ob Top-Favorit Marco Diehl an den Start geht, macht dieser von den Witterungsbedingungen abhängig. Der Butzbacher siegte über die Königsdistanz in den Jahren 2005, 2006, 2009, 2011 und 2012. Lea Bäuscher vom Team Salomon/LG Ovag Friedberg-Fauerbach, die Vorjahressiegerin, hat dieses Jahr den Lauf wieder in ihrem Trainingsprogramm stehen.

Über zehn Kilometer werden nicht wie gewohnt zahlreiche Athleten vom Triathlon Wetterau vorne zu finden sein, denn Sven Bartels und Co. befinden sich im Trainingslager. Die Familie Oliver Weber wird über fünf Kilometer an den Start gehen.

Auch die Walker sind herzlich willkommen und können zeitgleich mit den Läufern über zehn Kilometer an den Start gehen.

Den Abschluss bildet die große Siegerehrung ab ca. 12.30 Uhr in der Aula der Henry-Benrath-Schule. Sachpreise gibt es wie gewohnt für die teilnehmerstärkste Mannschaft.

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