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Rühl verhindert zweistelliges KSV-Debakel

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Wer dachte, der heimische Verbandsliga-Letzte KSV Klein-Karben könne mit einer defensiven Ausrichtung beim Titelkandidaten TS Ober-Roden für eine Überraschung sorgen und im Rödermarker Stadtteil womöglich einen Teilerfolg holen, der hatte sich gründlich geirrt: Die gastgebende Elf von TS-Trainer Zivojin Jusic ließ sich gestern Nachmittag nämlich vom Start weg nicht aus dem Konzept bringen, beeindruckte auf Kunstrasen mit technisch ansprechendem Fußball und fegte die überforderte KSV-Truppe mit 7:0 (2:0) vom Platz.

Mit nur zwei Siegen aus 18 Partien bleibt der KSV damit weiter am Tabellenende.

»Klein-Karben kann sich bei Torwart Yannick Rühl bedanken, dass kein zweistelliges Resultat herausgesprungen ist«, resümierte Ober-Rodens Pressesprecher Norbert Eyßen und attestierte der eigenen Mannschaft eine blitzsaubere Vorstellung. Auf Klein-Karbener Seite wollte Coach Zeynel Güngörmez seinen Leuten dennoch keine Vorwürfe machen: »Alle eingesetzten Spieler habe ihr Bestes gegeben, aber gegen die meiner Meinung nach beste Verbandsliga-Mannschaft zu viele Fehler produziert, die auch prompt bestraft worden sind«. Peter Rübenach, der sportliche Leiter, nahm indes kein Blatt vor den Mund: »Mit Leistungen dieser Art steigen wir sang- und klanglos ab«.

Klein-Karben begann mit einer eher ungewohnten Variante: Kapitän Sven Kunisch sollte als Libero hinter der Abwehr versuchen, als zusätzliche Absicherung dem treffsichersten Verbandsliga-Angriff Einhalt zu gebieten. Leider ging diese Rechnung nicht auf, denn die zu Hause noch ungeschlagenen Ober-Rodener durchkreuzten diesen Plan bereits nach 17 Minuten: Einen 60-Meter-Pass von Benedikt Strauss verwertete Robin Schnitzer zur 1:0-Führung.

Schnitzers zweiter Streich, dargeboten in der 32. Minute auf Pass von Mario Gotta, ließ die KSV-Hoffnungen auf Zählbares schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt auf ein Minimum sinken. Schadensbegrenzung war, weil im Spiel nach vorne nichts Konstruktives zu erkennen war, auf Seiten der Gäste ab sofort angesagt.

Davon unbeeindruckt, drückte Ober-Roden allerdings weiter aufs Tempo, gab sich also nicht mit Ergebnis-Verwaltung zufrieden, sondern wollte mit weiteren Toren die Fans bei Laune halten. So richtig ins Rollen kam die TS-Offensive jedoch erst zwischen der 55. und 85. Minute. Fünf Goals, alle mit feiner Technik sehenswert eingefädelt und abgeschlossen, verdeutlichten in diesen 30 Minuten den Leistungsunterschied zur Genüge: Mario Gotta zeichnete mit der Hacke für das 3:0 verantwortlich, Bidous Volleyabnahme schlug hinter Rühl zum 4:0 ein (63.), und Robin Schnitzer drückte das Leder mit seinem dritten Tagestreffer aus kurzer Distanz zum 5:0 über die Linie (80.). Für Gotta in der 70. Minute eingewechselt, machte Yves Böttler zunächst das halbe Dutzend voll (6:0/82.), ehe er per Flachschuss ins lange Eck den 7:0-Endstand folgen ließ.

TS Ober-Roden: Moritz Knecht – Barowski, Strauss (62. Felix Knecht), Schwab, Barak – Henkel, Bidou, Braun (70. Kessler), Schnitzer – Gotta (70. Böttler), Schöppner.

KSV Klein-Karben: Rühl – Kunisch – Bartoschek, Bayram, Mimi, Faulstich – Nowak, Kaya – Sachs, Silvan Gök (65. Yildiz), Bayin (65, Katilmis).

Steno: Tore: 1:0 (17.) Schnitzer, 2:0 (32.) Schnitzer, 3:0 (55.) Gotta, 4:0 (63.) Bidou, 5:0 (80.) Schnitzer, 6:0 (82.) Böttler, 7:0 (85.) Böttler.

Schiedsrichter: Carsten Dücker (Hünfeld). – Zuschauer: 110. Uwe Born

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