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Das Hinspiel zwischen dem SV Schwalheim II, hier vertreten durch Marcel Lechner (l.), und Stefan Werner Kilb von der TSG Wölfersheim nahm kein gutes Ende. Das Rückspiel am Sonntag findet unter Verbandsaufsicht statt. Foto: Nici Merz

Rückspiel mit Erinnerung

(lab). An Top-Spielen mangelt es in den beiden Friedberger Fußball-B-Ligen im Moment nicht - beide besitzen eine gut bestückte Spitzengruppe, wodurch sich Woche für Woche Mannschaften aus den oberen Gefilden duellieren. Am kommenden Sonntag wird das gleich drei Mal passieren. Ferner gibt es noch ein Spiel, das schlechte Erinnerungen an die Hinrunde wach werden lässt, und zwei Kellerteams, die unterschiedliche Auffassungen über den Abstiegskampf besitzen.

In Gruppe 1findet sich seit geraumer Zeit ein Quartett am oberen Ende der Tabelle - und seit Mittwochabend auch ein neuer Spitzenreiter. Der Türkische SV Bad Nauheim II hat, wenn auch mit zwei Spielen mehr auf dem Konto, den "Platz an der Sonne" eingenommen. Das schafft Rückenwind und ein gutes Gefühl, an die große Glocke hängen will man dies beim TSV allerdings nicht: "Die Tabellenführung ist für uns eigentlich irrelevant. Unser Ziel ist es nicht, aufzusteigen, dennoch nehmen wir das gerne mit", sagt Trainer Hayrettin Bayrak. Im "Knallerspiel" gegen den SV Ober-Mörlen könnte man seinen tollen Rang nun verteidigen, einfach wird das allerdings nicht. "Favorit ist für mich Ober-Mörlen. Die haben erst sieben Gegentore bekommen, das muss man erstmal schaffen", meint Bayrak.

Fokus Nummer zwei liegt am Sonntag um 14.45 Uhr auf einem Spiel, dessen Austragung vor etwa drei Monaten für reichlich Aufsehen sorgte. Nun kommt es zwischen der TSG Wölfersheim und dem SV Schwalheim II zum Wiedersehen - wahrscheinlich. Denn aufseiten der Schwalheimer machen Personalprobleme die Runde, man ist sich noch nicht sicher, ob man antritt. Sollte es allerdings zu den 90 Minuten kommen, dann mit erhöhtem Puls. "Natürlich ist da ein gewisses Vorgefühl in allen Spielern, dennoch versuchen wir das Spiel wie jedes andere anzugehen", sagt Trainer Daniel Haack. Besondere Anweisungen gibt es entsprechend keine, man will friedlich um die Punkte kämpfen. Damit das auch unter den Zuschauern ankommt, wird die Partie unter Verbandsaufsicht ausgetragen. Auch der Traiser FC II hängt wie Schwalheim im Tabellenkeller, der sich erstaunlich eng gestaltet, fest, will sich allerdings am Sonntag mit Punkten gegen Blau-Weiß Espa (13 Uhr) davon absetzen. "Ich sehe uns mit Espa auf Augenhöhe. Wir wollen mindestens einen Punkte holen, besser natürlich drei", meint Betreuer Dirk Wirth. Unterstützung erhält man dabei eventuell von den Handballern um Flo Zimmer und Marco Boller.

Zwei Spitzenspiele in Gruppe 2

Und Gruppe zwei?Hat zwei enge Top-Duelle zu bieten, sogar ein Wechsel an der Spitze ist möglich! Denn zwei "Newcomer" fordern zwei "alte Hasen" im oberen Drittel heraus. Gemeint sind der FC Karben II und der SV Assenheim, die vor Heimspielen gegen den FSV Kloppenheim und den SSV Heilsberg stehen. Kloppenheims Coach Siggi Freistein weiß jedoch genau, wer ihm da gegenübersteht und wie der Tabellendritte einzuschätzen ist: "Karben ist mit uns auf Augenhöhe, das wird ein ganz schweres Spiel. Die haben von den vergangenen acht Spielen sieben gewonnen. Wir werden mit dem nötigen Respekt, aber auch dem entsprechenden Selbstbewusstsein antreten", sagt er. Im Vergleich zum 2:2 gegen Verfolger Heilsberg will man versuchen, früh das Zepter in die Hand zu nehmen und sich nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Kleine Probleme verursacht dabei allerdings die späte Anstoßzeit von 17.30 Uhr: Tim Kretschmer und Florian Back werden fehlen, Alternativen werden derzeit gesucht.

Der SV Assenheim bringt ähnlich wie Karben eine beeindruckende Serie mit, steht nun gegen Heilsberg (Sonntag, 14.45 Uhr) allerdings auf der Probe. "Wir sind auf jeden Fall bereit für das Spiel. Wir haben einen echten Lauf, sechs Spiele in Folge gewonnen", betont Trainer Genaro Grazioso. Am Sonntag will man nun vor allem den großen Fehler aus dem Hinspiel vermeiden: Heilsberg zu unterschätzen. Nun weiß man aber um die Stärke der Gäste am Sonntag und brennt darauf, die Punkte zu holen - auch wenn mit Marian Kipphan und Christian Steib zwei Stammspieler fehlen.

Und auch in Gruppe zwei noch ein kurzer Blick auf den Abstiegskampf: Drei Teams stehen abgeschlagen ganz unten, darunter der VfB Petterweil als Schlusslicht. "Den Platz müssen wir jetzt erstmal so hinnehmen. Wir wollen mit Teamgeist entgegenwirken, das klappt mal besser und mal schlechter", sagt Trainer Michael Stüber. Probleme machen ferner wechselnde Aufstellungen - mit ordentlich Kampfgeist und keiner Angst vor der C-Liga soll es nun am Sonntag gegen den FC Hessen Massenheim II (15 Uhr) mit genug "Man-power" aber besser laufen.

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