Peter Morbe hat Verbandsliga-Erfahrung. Demnächst steht er in Rockenberg an der Seitenlinie.
+
Peter Morbe hat Verbandsliga-Erfahrung. Demnächst steht er in Rockenberg an der Seitenlinie.

Rückkehr nach 30 Jahren

TuS Rockenberg verpflichtet mit Ex-Verbandsliga-Trainer einen alten Bekannten

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
    schließen

Nach drei Jahrzehnten trainiert Peter Morbe wieder den TuS Rockenberg. Der heutige Wetterauer A-Ligist war einst die erste Trainerstation des Fußballlehrers. Auch im Kader tut sich etwas.

Im kommenden Jahr feiert der TuS Rockenberg sein 100-jähriges Bestehen. Das sei »schon etwas Besonderes«, sagt Manuel Barufe, Abteilungsleiter Fußball. »Natürlich feiern wir die vergangenen 100 Jahre, aber wir sehen uns auch so gut aufgestellt, dass wir in Zukunft weitere Jubiläen feiern können.« Und genau für dieses Stichwort gibt es nun gleich mehrere Beweise. Einer davon: Der A-Ligist hat mit Peter Morbe (Bild) nach rund 30 Jahren seinen Ex-Trainer zurück, der zuletzt den FC Turabdin/Babylon aus dem Kreis Gießen in die Verbandsliga geführt hatte.

„Vielzahl“ an Argumenten für erneutes Engagement von Peter Morbe beim TuS Rockenberg

Für die erneute Zusammenarbeit zwischen dem Fußballlehrer und Jugendkoordinator des JFV Mittelhessen sowie dem Klub aus dem Norden der Wetterau habe es laut Barufe »eine Vielzahl« an Argumenten gegeben: Der in Butzbach wohnhafte Morbe hatte erstens seine Trainerlaufbahn vor fast 30 Jahren beim TuS begonnen, den Verein nie ganz aus den Augen verloren, seitdem auch weiterhin Kontakt in die Abteilungsleitung und durch seinen Sohn und seine Enkel, die inzwischen in Rockenberg wohnen, auch einen familiären Bezug. »Wir haben nach der Kontaktaufnahme schnell gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind und hatten sehr angenehme Gespräche«, erzählt Barufe.

Aufgrund von Morbes Tätigkeiten im Nachwuchsbereich, der er als Trainer und als Ausbilder von Coaches auch weiterhin nachgehen wird, erhoffen sich die Rockenberger zudem neue Impulse für ihre eigene Nachwuchsarbeit, die aktuell in einer Jugendspielgemeinschaft mit Oppershofen und teilweise auch mit Münzenberg stattfindet.

TuS Rockenberg beendet nach sechs Jahren Spielgemeinschaft für die „Zweiten“

Wieder auf eigenen Beinen stehen die Rockenberger ab der neuen Spielzeit in Sachen zweite Mannschaft. Nach sechs Jahren in einer Spielgemeinschaft mit A-Liga-Konkurrent SG Oppershofen habe man laut Barufe für die neue Saison rund 45 Spieler im Kader. Dadurch sei es wieder möglich, eigenständig zwei Teams zu melden. »Die Rahmenbedingungen haben sich geändert, aber die Trennung von Oppershofen erfolgt ausdrücklich im Guten«, erklärt der Abteilungsleiter. »Trotzdem sind wir sehr stolz darauf, dass Kadergröße und sehr gute Trainingsbeteiligung uns wieder eine eigenständige ›Zweite‹ ermöglichen.«

Beim Nachbarn schaut man sich derweil laut SGO-Angaben nach einem neuen Partner um. »Wir sind in Gesprächen mit anderen Vereinen. Das wird sich vermutlich bereits in den nächsten ein bis zwei Wochen entscheiden«, erklärte SGO-Sprecher Gerhard Edelbauer auf Nachfrage dieser Zeitung.

TuS Rockenberg: Drei Neuzugänge für den A-Ligisten

Auch in Sachen Kaderplanung gibt es derweil Neuigkeiten aus Rockenberg: Mike Schmidt (SG Oppershofen), Philipp Landvogt und Timo Dechert (beide SV Steinfurth) schließen sich dem Team an. Vor allem mit der Rückkehr des Gruppenliga-Torjägers Landvogt in seine Heimat verfolge man die Philosophie der vergangenen Jahre, Spieler mit Rockenberger Vergangenheit zurückzulotsen und mit Spielern, die charakterlich zum Team passen, zu ergänzen, erklärt Barufe. »Dieses Vorhaben ist zunächst leistungsunabhängig, aber dass wir so gute Fußballer nach Rockenberg bekommen, sehen wir auch als Erfolg dafür, dass wir uns seit einiger Zeit den Hintern aufreißen.«

Als Kampfansage an die Konkurrenz will Barufe all das aber nicht verstehen: »Unser Ziel ist es, jeden Spieler aber auch das Team fußballerisch weiterzuentwickeln. Die Klassenzugehörigkeit ist dabei nicht Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen.« Nichtsdestotrotz wolle man in der A-Klasse im oberen Drittel mitspielen, um zu sehen, »was dabei herauskommt«.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare