RT-Trainer Fred Carroll flüchtet in Ironie

Fred Carroll flüchtete in Ironie. "Das Passspiel war hervorragend; allerdings hätten die Anspiele mit gleicher Präzision beim Mitspieler und nicht beim Gegner auf dem Schläger landen sollen." Der Coach der Roten Teufel hatte mit seinem Fazit am Sonntagabend im VIP-Raum der Hannover Indians die Lacher auf seiner Seite. "Schöner kann man einen Gegenspieler kaum einsetzen." Die 3:6-Niederlage zur Rückkehr an den Pferdeturm - Carroll wohnt mit seiner Familie unweit vom Stadion - hatte dem 44-Jährigen die Laune doch verdorben.

Fred Carroll flüchtete in Ironie. "Das Passspiel war hervorragend; allerdings hätten die Anspiele mit gleicher Präzision beim Mitspieler und nicht beim Gegner auf dem Schläger landen sollen." Der Coach der Roten Teufel hatte mit seinem Fazit am Sonntagabend im VIP-Raum der Hannover Indians die Lacher auf seiner Seite. "Schöner kann man einen Gegenspieler kaum einsetzen." Die 3:6-Niederlage zur Rückkehr an den Pferdeturm - Carroll wohnt mit seiner Familie unweit vom Stadion - hatte dem 44-Jährigen die Laune doch verdorben. "Das Wort Veranwortung haben einige Spieler offenbar nicht in ihrem Vokabular", ergänzte Carroll gestern Morgen auf der Fahrt nach Bad Nauheim, wo seine Mannschaft noch am Freitag einen "Dreier" verpasst, aber mit einem doppelten Punktgewinn gegen die Blue Lions Leipzig (3:2 n.P.) für eine faustdicke Überraschung in der Eishockey-Oberliga gesorgt hatte. Die 19 Klubs haben in diesen Tagen das letzte Viertel der Meisterschaftsrunde eingeläutet, und spätestens mit dem Ende der Transferfrist am Donnerstag dieser Woche beginnt - zumindest in Bad Nauheim - die Vorbereitung auf die Abstiegsrunde. Die Statistik zeigt in erster Linie Bedarf im Über- und Unterzahl-Spiel. Mit einer Erfolgsquote von 15,3 Prozent im Powerplay belegen die Roten Teufel Rang 15 und können derzeit die Nord-Mitkonkurrenten Halle, Berlin und Erfurt allesamt hinter sich lassen. Allerdings: In Unterzahl präsentiert sich keine andere Mannschaft so anfällig wie die Wetterauer, die auf eine Quote von nur 71,1 Prozent kommen. "Keine Frage, da muss sich etwas tun", weiß Carroll, der allerdings nur wenige Spieler mit "Special Teams"-Erfahrung in seinen Reihen hat. Zwei Gegentreffer kassierte seine Mannschaft am Sonntag in Unterzahl, hinzu kamen aber gleich zwei weitere Tore, als Bad Nauheim mit einem Mann mehr auf dem Feld stand - die Gegentreffer acht und neun im Powerplay in dieser Spielzeit. "Katastrophale individuelle Fehler", sagt Carroll. Der Kanadier hatte in Hannover auf seinen punktbesten Spieler im Kader verzichten müssen. Jeff Golby hatte am Sonntagmorgen auf Beschwerden im Rippenbereich verwiesen und seinen Trainer mit einer Absage für das Punktspiel am Abend überrascht. Eine Untersuchung soll nun genauen Aufschluss über die Verletzung bringen.

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