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Roth vernagelt das Tor – Muth trifft

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Kein Durchkommen: Daniel Frosch von der SG Rechtenbach wird von Bardo Raab und Merten Mosch (WSV Oppershofen) am Wurf gehindert. Julian Muth (Nr. 22) schaut zu.
Kein Durchkommen: Daniel Frosch von der SG Rechtenbach wird von Bardo Raab und Merten Mosch (WSV Oppershofen) am Wurf gehindert. Julian Muth (Nr. 22) schaut zu. © Andreas Chuc

(mer) Wer nach der Roten Karte gegen den bis dahin stärksten Gastgeber-Akteur Fabian Exner und dem 9:16-Zwischenstand (25.) noch auf den WSV Oppershofen gesetzt hatte, darf sich fürwahr als Optimist bezeichnen. Doch nach einer Stunde Spielzeit stand in der Handball-Bezirksoberliga ein 29:25 (12:17)-Heimsieg zu Buche.

Mit sage und schreibe 20:9 gingen die letzten 35 Minuten der Partie an das Team des Trainergespanns Sven Bachenheimer/Jörg Kreuzer, das somit für seine Moral belohnt wurde. »Die zweite Halbzeit war kein Vergleich zur ersten Halbzeit«, meinte Trainer Sven Bachenheimer und nannte exemplarisch einen Spieler: »Julian Muth hat vor der Pause viel Pech gehabt und im zweiten Abschnitt die entscheidenden Tore gemacht.«

Herauszuheben gab es am Samstagabend einige Akteure, doch letztlich waren die mannschaftliche Geschlossenheit, der enorme Wille und die Einstellung niemals aufzugeben, die entscheidenden Faktoren – neben Steffen Roth. Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Keeper vernagelte regelrecht sein Tor, ließ nur noch acht Gegentreffer zu, hielt den einen oder anderen »Unhaltbaren« und leitete in »Quarterback«-Manier so manchen WSV-Treffer ein. Keine Frage, dass seine Mannschaftskameraden nach dem Schlusspfiff zunächst zu »Jupp« stürmten, um seine Leistung zu feiern.

Doch der Reihe nach: Nach dem 2:2 geriet der WSV früh ins Hintertreffen (2:4/5.).Über das 6:3 (7.) baute Rechtenbach seine Führung auf 9:5 (12.) und 11:6 (15.) aus. Ein Zwischenspurt zum 9:11 (Noll/18.) ließ wieder Hoffnung im Oppershofener Lager aufkeimen, ehe drei Zeitstrafen und eine Rote Karte gegen Fabian Exner den WSV lähmten und den Gästen eine 16:9-Führung (25.) ermöglichten. Bis zur Pause konnten die Wetterauer wenigstens noch auf 12:17 verkürzen. »Wir sind in der ersten Halbzeit in erster Linie an unseren Fehlern gescheitert. Technische Fehler ohne Not und eine schwache Chancenauswertung haben uns Probleme bereitetet. Dann waren wir unzufrieden und haben gemeckert, was zu Recht zu Unterzahl-Situationen geführt hat«, erklärte Sven Bachenheimer.

Doch aus der Kabine kam ein anderer WSV, der beim 14:17 durch den starken Bardo Raab (33.) wieder dran war und beim 17:18 durch Merten Mosch (36.) bereits den Anschluss geschafft hatte. Im nächsten SG-Angriff wehrte Steffen Roth eine »hundertprozentige« Torchance ab, und nach dem 17:19 sorgten Oliver Roth (2), Bardo Raab und Julian Muth beim 21:19 (40.

) endlich für eine Oppershofener Führung, die aus dem 9:2-Lauf seit Wiederanpfiff resultierte. Doch Rechtenbach konterte noch einmal und ging mit drei Toren in Folge beim 22:21 (45.) wieder in Front. Max Weil setzte mit seinem Treffer zum 22:22 bei seinem ersten Saisoneinsatz ein wichtiges Zeichen (47.), doch bis zum 25:24 legte die SGR immer wieder ein Tor vor (51.).

Diehls Treffer war jedoch der letzte Rechtenbacher Torerfolg, fortan blieb Steffen Roth stets Sieger in den Duellen Werfer/Torwart. In einer extrem spannenden Schlussphase mit zwei Auszeiten wendeten Julian Muth und Tobias Kreuzer zunächst das Blatt zum 26:25 für Oppershofen, ehe Julian Muth mit zwei Treffern, Steffen Roth mit einem gehaltenen Siebenmeter und sein Bruder Oli Roth mit dem Schlusspunkt zum 29:25 die WSV-Punkte vier und fünf in dieser Saison unter Dach und Fach brachten. »Wir haben in der Abwehr richtig gearbeitet und Steffen Roth hat wichtige Bälle gehalten. So haben wir das Spiel schnell wieder gedreht. Oliver Roth hat eine starke Partie hingelegt«, lobte Sven Bachenheimer seine »Pappenheimer«.

WSV Oppershofen: Steffen Roth, Simon; Oliver Roth (6), Heller (1/1), Merten Mosch (2), Bergemann (1/1), Noll (3), Raab (4), Steffen Mosch, Muth (6), Exner (3/1), Yannick Kreuzer, Tobias Kreuzer (2), Max Weil (1).

SG Rechtenbach: Baumgärtner, Übelacker; Bepler, Hein (3), Andre Ferber (3/2), Frosch (6), Zapf (5), Weber (1), Schmidt, Diehl (3), Allendörfer (4/2), Hömke.

Steno: Schiedsrichter: Frank/Steiß (Flortsadt/Laubach). – Strafen: 8 plus Rote Karte (Exner) / 8. - Siebenmeter: 4/3 – 6/4. - Zuschauer: 120

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