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Rote Teufel verpflichten Marcus Götz

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(mn) Beharrlichkeit und Geduld haben sich ausgezahlt: Der EC Bad Nauheim hat am Sonntagabend die Verpflichtung von Marcus Götz bekannt gegeben. Der 26-jährige Verteidiger hatte bei Frank Carnevale schon seit vielen Wochen auf dem Wunschzettel ganz weit vorne gestanden.

»Der Trainer hat sich sehr um mich bemüht und einfach nicht locker gelassen. Und das, was er mir von Bad Nauheim, von der Mannschaft, von seinen Plänen, von den Fans und der Stadt erzählt hat, gibt mir ein gutes Gefühl«, sagt der gebürtige Schwede, der auf Grund seiner deutschen Großeltern das Ausländerkontingent nicht belastet. Götz kommt - wie Jason Pinizotto - vom letztjährigen Zweitliga-Finalisten Schwenningen zum DEL 2-Klub in die Wetterau. Im Schwarzwald war der Linksschütze mit vier Toren und 25 Vorlagen punktstärkster Verteidiger der Wild Wings (neuntbester Abwehrspieler der gesamten Liga, drittbester deutscher Spieler).

Das wiederholte Angebot, den Kontrakt in Schwenningen zu verlängern, hatte Götz nach Saisonende immer wieder ausgeschlagen. Der 1,81 Meter und 88 Kilogramm schwere Defender liebäugelte mit einer Offerte aus der Deutschen Eishockey-Liga, die Lizenzübernahme der Wild Wings von den Hannover Scorpions war zu diesem Zeitpunkt ungewiss. »Und danach habe ich aus Schwenningen nichts mehr gehört«, sagt Götz. Das Potenzial für die höchste Spielklasse wird ihm nachgesagt, so dass das Werben um Götz für Carnevale und den Sportlichen Leiter Daniel Heinrizi mehr und mehr zu einem Geduldsspiel wurde.

Im Sommer 2010 wäre Götz beinahe bei den Frankfurt Lions gelandet. Einigung mit dem damaligen DEL-Klub war bereits erzielt worden, als Deutschland-Debütant sollte Götz als siebter Verteidiger die Chance ergreifen. Beobachtet wurde der RT-Neuzugang - und hier schließt sich der Kreis - vom damaligen Lions-Manager Dwayne Norris und Daniel Heinrizi, der heute in der Wetterau tätig ist. Götz zog es für drei Jahre nach Schwenningen, liiert ist er im übrigen mit der Tochter der dortigen Eishockey-Bundesliga-Legende Grant Martin. Im Vorjahr hatten die Roten Teufel mit Mike Schreiber den Neffen von Wally Schreiber, einem weiteren Idol aus dem Schwarzwald, unter Vertrag.

Am Wochenende hatte Götz, der im Gävle geboren wurde und aufgewachsen ist, seine Heimat verlassen und ist für neun Tage nach Nordamerika geflogen, am 13. August wird er in Bad Nauheim erwartet. Einen Rückschritt im Wechsel vom titelambitionierten Schwarzwald-Klub zum DEL 2-Neuling will er nicht erkennen. »So weit ich das beurteilen kann, haben wir einen guten Kader, der in jedem Fall um die Playoff-Plätze mitspielen kann. Das muss unser Anspruch sein. Und ich habe ein gutes Gefühl.«

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