Rote Teufel prüfen "rechtliche Schritte"

(mn) Stefan Krämer war umgehend vorgeprescht. Die besten Anwälte wolle er, der Geschäftsführer der Löwen Frankfurt, schicken, sollte trotz sportlicher Qualifikation ein Aufstieg in die 2. Bundesliga verweigert werden.

Im hessischen Norden, bei den Kassel Huskies, erachtet man eine "Freigabe von Seiten des Herrn Schweer allenfalls als sekundär bedeutsam im Vergleich zu einer Aufnahme von Seiten der ESBG", wie Pressesprecher Alexander Wessels mitteilt.

In der Wetterau fürchtet der EC Bad Nauheim finanzielle Folgen angesichts der demotivierenden Meldungen bezüglich des Aufstiegsrechts in den letzten Tagen. Man gehe weiterhin von einem sportlichen Aufsteiger aus, heißt es nun einer Pressemitteilung der Roten Teufel, man prüfe rechtliche Schritte. Das Budget sei darauf ausgelegt, im Aufstiegskampf eine gute Rolle zu spielen.

"Ich kann das Verhalten von DEB, LEV und der ESBG nicht nachvollziehen. Die Interessen der Vereine und des Eishockeysports rücken auf Kosten von Einzelinteressen in den Hintergrund", sagt Wolfgang Kurz, der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH. Die nachträglichen Änderungen der Modalitäten wolle man nicht akzeptieren, heißt es weiter.

Markus Schweer, der als Obmann des Landeseissportverbandes Nordrhein-Westfalen die Eis-Bombe am Freitag gezündet hatte, wurde durch die Oberliga-Endrunden- und Playoff-Durchführungsbestimmungen des Deutschen Eishockey-Bundes aus dem Fokus der Anfeindungen genommen. Dort bestätigt Uwe Harnos als Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes mit seiner Unterschrift höchst persönlich das vorab von Schweer verkündete Aufstiegsszenario.

Die Folgen eines möglichen "ungenehmigten" Aufstiegs lassen sich in den LEV-Durchführungsbestimmungen nachlesen: "Nimmt ein Verein ohne Genehmigung des LEV NRW am Spielbetrieb der DEL/ESBG teil, so wird die Mannschaft bei der Rückkehr in den Spielbetrieb NRW in die unterste Klasse eingestuft. Der Verein kann, solange die ungenehmigte DEL-/ESBG-Spielberechtigung besteht, auch wenn sie auf eine Kapitalgesellschaft übertragen wird, mit keiner weiteren Senioren- und Nachwuchsmannschaft am Spielbetrieb des LEV NRW teilnehmen."

Eine Lösung für den aktuellen Konflikt hat der LEV-Obmann Schweer im übrigen auch parat. "Es müsste von der ESBG die Kündigung zurückgezogen werden."

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