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Rote Teufel Bad Nauheim glücklos

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(mn) Die Siegesserie des EC Bad Nauheim ist gerissen. Nach zuletzt vier »Dreiern« in Folge patzten die Roten Teufel in der Eishockey-Oberliga gestern vor 600 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion gegen die Eisbären Berlin Juniors.

Beim 2:4 (0:1, 1:1, 1:2) blieb das Team von Fred Carroll im 13. Heimspiel erst zum dritten Mal ohne Zähler. Die Gastgeber boten - von wenigen Minuten zu Beginn sowie vom Ende der Partie abgesehen - eine unkonzentrierte und zugegebenermaßen auch glücklose Vorstellung und hofften diesmal vergeblich auf einen Blackout oder Einbruch der jungen Truppe aus der Bundeshauptstadt, die sich auch im vierten Saisonduell als äußerst unbequem zu spielen herausgestellt hatte.

Die Gastgeber waren mit Kopf offenbar schon einige Tage weiter, präsentierten diesmal ihr zweites, lange nicht gezeigtes Gesicht. Durchschaubar und selbstgefällig wirkte der Auftritt gegen die Eisbären, die sich in ihrem Eifer weder vom Kreislaufkollaps ihres Mitspielers Dominic Walsh (konnte die Heimreise aber antreten) noch von einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Laurin Braun (drittbester Scorer) irritieren ließen.

Bad Nauheim hatte durch Eric Haiduk, Kevin Lavallee und Sven Breiter anfangs drei gute Tormöglichkeiten, doch avancierte Markus Keller im Eisbären-Tor letztlich zum Matchwinner. »Er hat uns während der schwachen Anfangsphase im Spiel gehalten«, meinte Trainer Derek Mayer, während Fred Carroll nicht zufrieden sein konnte. »Einige haben nicht den Einsatz gebracht, den ich von ihnen erwartet hatte«.

Zwar spielte Bad Nauheim mehr oder weniger in Richtung Gäste-Tor, doch fehlte die letzte Konsequenz, das Tor erzwingen zu wollen.

Unerwartet effektiv nutzte Berlin die wenigen Torszenen - zumeist nach individuellen Fehlern -, so dass die Roten Teufel, die ungewohnt emotionslos agierten, stetig einem Rückstand hinterher liefen und erst in den Schlussminuten den Willen erkennen ließen, das Spiel noch drehen zu wollen. Das war’s allerdings zu spät. »Das Ergebnis geht in Ordnung«, musste Carroll seinem Gegner zum Sieg gratulieren.

EC Bad Nauheim: Niemz - Eade, Franz, Baum, Gogulla, Cardona, Gall - Barta, Hare, Lavallee, Schwab, Gare, Haiduk, Breiter, Baldys, Althenn, Willkom.

Eisbären Berlin Juniors: Keller - Hanusch, Bielke, Wagner, Hüfner, Stein, Mangold - Geiger, Pohl, Braun, Swärd, Martens, Hofbauer, Walsh, Pietsch, Dreischer, Wittforth, Seelisch.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (13.) Hanusch (Wittforth, Pietsch), 1:1 (25.) Lavallee (Cardona, Baldys), 1:3 843.) Pohl (Geiger, Hofbauer), 2:3 (48.) Breiter (Baldys), 2:4 (57.) Pohl (Geiger). - Strafminuten: Bad Nauheim 10, Berlin 14 plus zehnminütige Disziplinarstrafe gegen Bielke plus fünf Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Braun. - Zuschauer: 600.

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