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Rote Teufel vor dem nächsten Schritt

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(mn) Wer stoppt Kyle Piwowarczyk, Herbert Geisberger und Jared Mudryk? Welche Bedeutung hat der Heimvorteil? Können Chris Stanley, Eddy Rinke und Daniel Oppolzer die Dominanz der ersten Saisonhälfte ausstrahlen? Hat die Fünf-Spiele-Viertelfinal-Serie ermüdet oder beflügelt?

Am Donnerstagabend (20 Uhr, Autowelt-König-Arena) legen der EC Bad Nauheim und der VER Selb die Karten auf den Tisch, zum Wiedersehen kommt’s am Karsamstag (19.30 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion.

»Es gibt im Eishockey keine schönere Zeit. Aber wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen und nicht zu weit voraus blicken«, sagt RT-Trainer Frank Carnevale und meint, in der Stadt und im Stadion eine besondere Atmosphäre zu verspüren. Mehr als 2000 Karten für das Heimspiel sind bis gestern verkauft worden (weitere 500 Stehplatz-Karten gehen mit auf den Weg nach Selb, um dort die Nachfrage des reisefreudigen VER-Anhangs abdecken zu können). »Die Menschen glauben an uns. Wir sind im Sommer angetreten, um die Meisterschaft zu gewinnen. Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen nun den nächsten Schritt machen«, fordert Carnevale. Ausgeruht, fokussiert und bereit, für den Finaleinzug zu kämpfen, sei seine Mannschaft, habe »noch ausreichend Potenzial nach oben«, das zuletzt nicht ausgeschöpft worden sei.

Ersatztorwart Niklas Deske (für den weiteren Saisonverlauf gesperrt, wird durch Alex Wagner vertreten) und Stürmer Mathias Baldys (Rückenprobleme, hat in dieser Woche nicht trainiert) fehlen, doch können die Roten Teufel auf die zuletzt bewährten Formationen (acht Siege aus neun Endrunden- und Playoff-Spielen) setzen.

Klar ist: Mindestens eine von maximal drei Partien müssen die Roten Teufel in Selb gewinnen, um das Finale zu erreichen. »Das muss gleich heute unser Ziel sein«, sagt der Italo-Kanadier, der vier Angriffsreihen einsetzen wird, nachdem ihn zuletzt vor allem die nominellen Reihen drei und vier überzeugt hatten, während von der Top-Formation um Chris Stanley eine dominantere Rolle seitens des Coachs erwartet wird.

Eine Sonderbewachung für die VER-Torjäger-Reihe werde es nicht geben. Selb werde wohl mit drei Reihen agieren, »das werden wir im Kollektiv angehen«, verrät Carnevale, der zuletzt den Mittelstürmern Harry Lange und Tim May sowie deren Nebenleute derlei Sonderaufgaben anvertraut hatte.

»Vielleicht«, das sagt Carnevale, »hat diese Serie eine viel größere Bedeutung als es derzeit scheint.« In der Frankfurter Rundschau hat Alexander Jäger, als ESBG-Geschäftsführer der Zweitliga-Chef, am Mittwoch überraschend von zwei Aufsteigern gesprochen. Meister und der Vizemeister hätten die sportliche Qualifikation, bis Ende Mai werde dann die Wirtschaftlichkeit im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens geprüft, sagt er. Überrascht zeigt sich Markus Schweer. Still ruhe der See, schildert der Obmann des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. »Die ESBG ist bislang nicht an den LEV herangetreten und meines Wissens nach auch nicht an den Deutschen Eishockey-Bund. Wir werden unsere Vereine in der kommenden Woche auf den aktuellen Stand und mögliche Konsequenzen hinweisen«, sagt er auf Nachfrage. Uwe Gericke, Vorsitzender des Nachwuchsvereins Rote Teufel, der die Lizenz hält, hatte unlängst erklärt, mehrgleisig zu planen und Bewerbungsfristen einhalten zu wollen.

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