Rote Teufel feiern den höchsten Saisonerfolg

(mn/sth) Tag der offenen Tür im Colonel-Knight-Stadion: Mit 16:2 (2:0, 8:1, 6:1) deklassierte der EC Bad Nauheim am Sonntagabend den EHC Neuwied und feierte damit seinen bislang höchsten Saisonerfolg in der Eishockey-Oberliga West.

Erfolgreichster Torschütze der Roten Teufel war Janne Kujala mit vier Treffern, darunter auch dem zehnten Tagestreffer, was den Deutsch-Finnen zugleich eine 100-Euro-»Strafe« in die Mannschaftskasse aufbürdet. »Der Verband muss sich Gedanken, ob solche Spiele wirklich gewollt sind. Für einen Trainer sind solche Partien im Grunde genommen nicht zu coachen und die Spieler sammeln Punkte, mit diesen sie im Sommer um einen Vertrag feilschen. Solche Spiele sind Zeitverschwendung«, ärgerte sich RT-Coach Frank Carnevale. 629 Zuschauer bedeuten zudem Saison-Minusrekord.

Arne Lörsch, der EHC-Trainer, konnte zumindest mit dem ersten Abschnitt zufrieden sein. »Da haben wir ganz gut dagegen gehalten. Im zweiten Abschnitt hat sich der Schlendrian eingeschlichen. Aber wir sind auch nicht hierher gekommen, um zu gewinnen, sondern um Charakter zu zeigen. Die richtige Einstellung habe ich bei dem einen oder anderen gegen Ende hin aber vermisst«, sagt der Übungsleiter des Neulings.

20 Minuten lang stockte bei den Gastgebern der Torabschluss. Neuwied, mit lediglich zwölf Feldspielern angereist, verteidigte in eher gemächlichen Anfangsminuten doch recht ordentlich das eigene Tor, das nach gut zehn Minuten etwas energischer bedrängt wurde, was prompt für die 2:0-Pausen-Führung sorgte. Zum zweiten Durchgang kehrten die Badestädter zu den in dieser Saison bewährten Offensiv-Formationen zurück, und der Erfolg stellte sich schnell ein. Chris Stanley, Daniel Oppolzer und Eddy Rinke, die drei torgefährlichsten Akteure - gemeinsam bilden diese drei Spieler auch die Top-Formation -, erzielten während der 60 einseitigen Minuten jeweils drei Treffer.

Nach 35:29 Minuten hatten die Hausherren bereits neun Treffer erzielt, knapp dreieinhalb Minuten später war die Frage, wer denn das vieldiskutierte zehnte Tor schießen würde, beantwortet - Janne Kujala. Bei den Gästen waren zu diesem Zeitpunkt bereits Ermüdungserscheinungen zu erkennen, die den Badestädtern im Schlussdrittel schließlich viele Räume gaben, um das Resultat in die Höhe zu schrauben.

EC Bad Nauheim : Deske - Baum, Lee, Ketter, Schreiber, Pietsch, Franz - Strauch, Stanley, Oppolzer, Rinke, Lange, Kujala, Maaße, May, Firsanov, Schlicht, Baldys, Pöpel.

EHC Neuwied : Kühlem - Czaika, Neubert, Stroecks, Moser - Tokarev, Noack, Lomascolo, Hamann, Sting, Petry, Blumenhofen, Wichterich,

Tore : 1:0 (12.) Stanley (Oppolzer, Baum - 5-4), 2:0 (13.) Schlicht (Pietsch), 3:0 (22.) Oppolzer (Stanley, Ketter - 4-5), 4:0 (26.) Stanley (Rinke, Ketter), 5:0 (29.) Kujala (Maaßen, Lee), 6:0 (30.) Rinke (Stanley, Oppolzer), 7:0 (32.) Firsanov (Lange, Strauch), 7:1 (35.) Tokarev (Moser - 4-5), 8:1 (35.) Kujala (Baum), 9:1 (36.) Baldys (Schlicht, Pöpel), 10:1 (40.) Kujala (Ketter), 11:1 (42.) Rinke (Oppolzer, Strauch), 11:2 (45.) Petry (Noack), 12:2 (46.) Oppolzer (Strauch, Rinke), 13:2 (49.) Rinke (Schreiber, Baum - 5-4), 14:2 (50.) Stanley (Schreiber), 15:2 (58.) Oppolzer (Stanley, Rinke), 16:2 (59.) Kujala. - Stafminuten : Bad Nauheim 4 plus zehn Minuten (Firsanov), Neuwied 10. - Zuschauer : 629.

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Freitag: Bad Nauheim - Hamm, Duisburg - Frankfurt (beide 19.30 Uhr), Dortmund - Ratingen, Königsborn - Krefeld, Essen - Herford (alle 20 Uhr).

Sonntag: Ratingen - Königsborn (18 Uhr), Kassel - Duisburg, Frankfurt - Dortmund, Hamm - Essen (alle 18.30 Uhr), Neuwied - Krefeld (19 Uhr).

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