Rote Teufel mit Bergmann einig

(mn) 91 Tore und 171 Vorlagen in 444 Oberliga-Spielen sprechen für sich - gerade bei einem Verteidiger. Drei Jahre in Folge war Matthias Bergmann punktbester Abwehrspieler beim EHC Klostersee.

In der Saison 2013/14 spielt der 30-Jährige für den Zweitliga-Aufsteiger EC Bad Nauheim. Die Roten Teufel bestätigten am Donnerstagnachmittag auf WZ-Nachfrage die mündliche Einigung mit Bergmann, nachdem sich die Gerüchte über dessen Verpflichtung in der Wetterau seit Wochen verdichtet hatten.

"Zusammen mit Sven Valenti von den Kassel Huskies war Bergmann in den Playoffs der Verteidiger, der uns die meisten Probleme bereitet hat. Er verfügt über einen ausgezeichneten Schuss und ist seit Jahren einer der Top-Verteidiger der Oberliga-Süd. Wir trauen ihm die 2. Bundesliga absolut zu", sagt Daniel Heinrizi, der Sportliche Leiter des EC Bad Nauheim. Bergmann ist nach Kontingentspieler Michael Dorr bereits der zweite Spieler, der vom letztjährigen Playoff-Konkurrenten in die Wetterau wechselt.

Für Bergmann, einen Linksschützen, ist das Engagement in Bad Nauheim der zweite Anlauf, in der zweithöchsten deutschen Spielklasse Fuß zu fassen, nachdem sich der gebürtige Rosenheimer in der Saison 2009/10 bei den Hannover Indians, seinem einzigen Klub außerhalb der bayrischen Landesgrenzen, nicht hatte durchsetzen können.

Bereits zum Jahreswechsel hatten die Roten Teufel und Bergmann geflirtet. Ein Transfer war allerdings an einer Ablöseforderung im fünfstelligen Bereich gescheitert. Die Live-Eindrücke im Playoff-Viertelfinale bestätigten die Einschätzung der sportlichen Führung, den Wechsel zum Sommer hin zu forcieren. "Ich denke, wir waren einfach früh dran", spekuliert Heinrizi über die Gründe, das Tauziehen um den Offensiv-Verteidiger gewonnen zu haben. Matthias Bergmann wollte sich gegenüber der WZ-Sportredaktion noch nicht zum Wechsel äußern.

In Rosenheim, bei seinem Heimatverein, hatte Bergmann seine Laufbahn gestartet, entschied sich im Jahr 2006 für einen Wechsel zum Drittliga-Konkurrenten Bad Tölz und kehrte nach zwei Spielzeiten zurück zu den Starbulls, wo ihm der Durchbruch gelingen sollte. 30 (!) Treffer erzielte der 1,86 Meter große und 90 Kilogramm schwere Verteidiger, weitere 33 Tore legte er auf - in 62 Spielen. Top-Scorer jener Mannschaft war seinerzeit Ex-Teufel Dylan Stanley. Bergmann zog es 2009 nach Hannover, wo er nach 34 Spielen ohne Torerfolg seine Zelte abbrach. In Rosenheim wurde er mit offenen Armen empfangen, beendete bei den Oberbayern die Saison und schloss sich im Sommer 2010 dem EHC Klostersee an.

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