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Rote Teufel belohnen sich nicht

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Petri Kujala empfängt mit dem EC Bad Nauheim am Sonntag die Frankfurter Löwen.	(Chuc)
Petri Kujala empfängt mit dem EC Bad Nauheim am Sonntag die Frankfurter Löwen. (Chuc) © Andreas Chuc

(mw) Der EC Bad Nauheim hat in Kaufbeuren nicht den erhofften Auswärtssieg im Duell zweier Teams aus der unteren Tabellenhälfte der Deutschen Eishockey-Liga 2 feiern können. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala verlor bei den Allgäuern nach einer durchaus guten Leistung mit 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) nach Verlängerung.

Bei Bad Nauheim gab nach nur einer Trainingseinheit Henri Laurila sein Debüt auf der Johansson-Position neben Jonas Gerstung und fügte sich mit einer guten Leistung ein, wobei er viele Scheiben Richtung Tor brachte und damit auch offensiv Akzente setzte – jedoch auch einige suboptimale Entscheidungen traf, die letzte führte zum Siegtreffer der Gastgeber.

Max Spöttel kehrte in den Kader zurück, während Dominik Lascheit in Neuwied beim Kooperationspartner zum Zug kam. Petri Kujala hatte somit elf Stürmer zur Verfügung, wobei er mit den hinteren fünf Offensiven rotierte. Kaufbeuren konnte wieder auf Kapitän Matthias Bergmann setzen, während Mitch Versteeg mit einem Sehnenabriss am Zeigefinger längerfristig fehlt. Der Ex-Nauheimer hatte beim vergangenen Heimspiel gegen Freiburg (10:5) drei Tore erzielt.

Die Gastgeber hatten auf dem Weg zum Kantersieg im ersten Drittel fünf Tore geschossen. Von dieser Torgefahr waren die Mannen von Mike Muller zunächst weit weg. Vor dem Tor von Mikko Rämö herrschte nur selten Alarmstufe rot, zu harmlos waren die Abschlüsse. Bad Nauheim zeigte sich spielerisch leicht überlegen, wusste dies aber noch nicht in die große Torgefahr umzumünzen.

Das zweite Drittel schienen die Gastgeber dann so anzugehen wie den ersten Abschnitt gegen Freiburg. Chris St. Jacques traf nach 28 Sekunden, Fröhlich und Menge hatten danach Hochkaräter. Mitten in diese Drangphase der Gastgeber kam die Scheibe mit einem langen Pass zu Dusan Frosch, der quirlige Teufel und EC-Spieler des Abends ließ sich nicht zweimal bitten und vollendete seinen Alleingang zum Ausgleich. Die Ereignisse spitzten sich danach erst wieder gegen Ende des Drittels zu, als Kaufbeuren einen Mann weniger auf dem Eis hatte. Bad Nauheim agierte in einer sehr offensiven Powerplay-Formation (Laurila als einziger Verteidiger) und war plötzlich hinten offen, als der Neuzugang aus dieser Woche einen Scheibenverlust vermeiden wollte. Josh Burnell kam an den Puck – und hämmerte das Spielgerät ansatzlos in den Winkel (39.). Die Teufel blieben freilich ein Mann mehr auf dem Eis, und Joel Keussen kopierte fast Burnell – 2:2 nur 50 Sekunden später (40.).

Im Schlussabschnitt waren zunächst die Gäste am Drücker, zudem haderten die Hausherren mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen – die heimischen Fans quittierten das mit Schmähgesängen gegen den Unparteiischen. Als dieser EC-Routinier Alexander Baum auf die Strafbank schickte, roch es nach Konzession. Bad Nauheim geriet noch einmal unter Druck – erneut auch im Powerplay, als der Puck kurz vor der EC-Linie weggekratzt wurde. Mit 23 verbleibenden Sekunden Überzahl für die Roten Teufel ging es in die Verlängerung, in der Kaufbeuren nach einem Laurila-Fehler die Chance erhielt – Chris St. Jacques nutzte die zweite und markierte den Siegtreffer (64.).

ESV Kaufbeuren: Vajs – Baldwin, Woidtke, Heider, Stein, Schütz, Bergmann, Messing, Lucas – Schmidle, St. Jacques, Menge, Baindl, Fröhlich, Burnell, Oppolzer, Schäffler, Hadraschek, Lukes, Pfaffengut.

EC Bad Nauheim: Rämö – Gerstung, Laurila, Keussen, Kohl, Kaisler, Baum, Ketter – Frosch, Dineen, Cameron, Pauli, Lange, Aab, May, Alanov, Helms, Strauch, Spöttel.

Steno: Tore: 1:0 (21.) St. Jacques (Menge, Schmidle), 1:1 (26.) Frosch (Strauch, Helms), 2:1 (39.) Burnell (Heider – 4-5), 2:2 (40.) Keussen (Dineen, Cameron 5-4), 3:2 (64.) St. Jacques.

Schiedsrichter: Göran Nöller. – Strafminuten: Kaufbeuren 16, Bad Nauheim 18. – Zuschauer: 1423.

Ravensburg – Freiburg 6:3

Heilbronn – Dresden 1:7

Riessersee – Bremerhaven 1:5

Kassel – Rosenheim 7:5

Frankfurt –Bietigheim 2:4

Crimmitschau –Weißwasser 8:5

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