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Rote Teufel zum Auftakt gegen West-Meister Dortmund

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(mn) Frankfurt, Kassel, Krefeld: Drei prominente Neulinge in der aufgestockten Zwölfer-Konkurrenz wecken in Bad Nauheim gleichmaßen Erinnerungen wie auch Vorfreude und werden die Eishockey-Oberliga West allein dank ihrer Zuschauerzahlen aus dem zuletzt stets langen Schatten der Süd-Staffel treten lassen.

Los geht's am 30. September mit zwei wahren Top-Spielen: Die Roten Teufel, im Vorjahr einziger nicht-bayrischer Playoff-Halbfinalist, empfangen gleich zum Auftakt West-Meister EHC Dortmund. Parallel dazu ist in Frankfurt beim Derby gegen Mit-Aufsteiger Kassel eine ausverkaufte Eishalle garantiert.

Bis zum Jahreswechsel wird eine Einfachrunde ausgespielt, anschließend kämpfen die besten acht Mannschaften in einer Hauptrunde um vier freie Plätze für die Endrunde mit den jeweils beiden besten Klubs aus Nord und Ost, an deren Ende - wie im Vorjahr - vier Mannschaften für die Playoff-Serien mit dem Süden ermittelt sind. Die Mannschaften auf den Plätzen neun bis zwölf der Hauptrunde spielen ab Januar 2012 mit den besten vier Regionalligisten in einer Pokalrunde um den sportlichen Klassenerhalt. Die Mannschaften auf den Plätzen fünf bis acht der sogenannten Hauptrunde spielen ab Mitte Februar im Playoff-Modus einen Teilnehmer am DEB-Pokal aus. Ein NRW-Pokal-Wettbewerb wird nach den Erfahrungen des letzten Jahres nicht ausgetragen.

Darauf verständigten sich Wolfgang Sorge als Vorsitzender des Landesverbands Nordrhein-Westfalen, Eishockey-Obmann Markus Schweer und die Funktionäre von insgesamt 33 am Senioren-Spielbetrieb beteiligten Klubs am Samstag in Dortmund und schufen nach den unzähligen Spekulationen über Zusammenensetzung und Modus der Ligen wie erhofft Planungssicherheit.

Statt der ursprünglich erhofften zehn Mannschaften bilden künftig sogar zwölf Klubs das Feld der Oberliga West. Frankfurt hatte sich sportlich qualifiziert, der EHC Netphen hatte ebenso wie der Herforder EV und der Krefelder EV seine Bereitschaft zum Aufrücken erkennen lassen, und selbst den Kassel Huskies (in der Rangfolge der sportlichen Qualifikation nur auf Rang 18) wurde durch einstimmige Entscheidung der direkte Weg aus der fünften in die dritte Liga geebnet. Angesichts des freiwilligen Abstiegs des Herner EV (Regionalliga) und des Neusser EV (gar NRW-Liga) muss zugleich aber auch festgehalten werden, dass alle Mannschaften gemäß ihres Wunsches und nicht ihrer sportlichen Qualifikation eingruppiert wurden, was bei aller Derby-Freude auch irgendwie einen Beigeschmack hinterlässt.

In Bad Nauheim werden Eishockey-Fans den 28. Oktober sowie den 26. Dezember im Terminkalender dick unterstreichen. An diesen Tagen ist angesichts der Hessen-Derbys mit einem vollen Colonel-Knight-Stadion zu rechnen. »Ich denke, wir können uns auf eine attraktive Liga freuen«, sagt Andreas Ortwein, der als Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH gemeinsam mit Alleingesellschafter Wolfgang Kurz die Interessen der Badestädter während der rund dreistündigen Zusammenkunft vertreten hatte.

Abgelehnt wurde seitens des LEV-Präsidenten, der Ligaleitung und des Schiedsrichter-Obmanns Rainer Drücker die Einführung und Nutzung des Internet-Portals »pointstreak«, das eine Live-Statistik zu den Spielen liefert und speziell die zuhause gebliebenden Fans der Gastmannschaft immer wieder an den Computer lockt.

In Sachen Förderlizenz ist - so der aktuelle Stand - lediglich eine Kooperation mit der 2. Bundesliga möglich, da zwischen der Deutschen Eishockey-Liga und dem Deutschen Eishockey-Bund noch keine weiterführende Kooperationsvereinbarung getroffen wurde.

Oberliga West: Bad Nauheim, Dortmund, Duisburg, Essen, Frankfurt, Hamm, Herford, Kassel, Königsborn, Krefeld, Netphen, Ratingen.

Regionalliga West: Aachen, EC Bergisch, Darmstadt, Frankfurt Ib, Grefrath, Herne, Moers, Neuwied.

NRW-Liga: Bergkamen, Duisburg Ib, Köln Amateure, Neuss, Soest, Troisdorf, Wiehl.

Bezirksliga NRW: Bielefeld, Brackwede, Hamm Ib, Lippstadt, Netphen Ib, Paderborn.

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