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Rotationsprinzip als bewährtes Mittel bei ersten Testspielen

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Der SC Dortelweil testet gegen Teutonia Köppern (3:1): Tim Stahl (l., SCD) behauptet sich gegen Christian Kaus. NIC © Nicole Merz

Der SC Dortelweil setzt beim Testspielauftakt 20 Akteure ein. Türk Gücü Friedberg siegt in Aschaffenburg, und Amir Mustafic gewinnt beim Bad Vilbeler 2:5 gegen Fernwald wichtige Erkenntnisse.

(ace/lab). Die Wetterauer Fußballer erwachen langsam aus dem Winterschlaf. Am Samstag bestritten die Hessenligisten FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg ihre ersten Testspiele in der Vorbereitung auf die Abstiegsrunde. Während die Vilbeler gegen den FSV Fernwald mit 2:5 unterlagen, kehrten die Friedberger mit einem 3:1-Sieg vom Gastspiel beim SV Vatan Spor Aschaffenburg zurück. Indes zeigte sich Gruppenliga-Spitzenreiter SC Dortelweil am Sonntag beim 3:1 gegen Teutonia Köppern experimentierfreudig.

FV Bad Vilbel - FSV Fernwald 2:5 (1:2): Testspiele zwischen Hessenligisten kommen in Zeiten alternativer Spielmodelle immer mehr in Mode. Da sich beide Vereine während der Saison nicht um Punkte duellieren werden, machte der Vergleich auf dem kleinen Kunstrasen durchaus Sinn. Die Gastgeber ergriffen zu Beginn die Initiative und lagen durch Anej Polak in Führung (10.). Die für die Aufstiegsrunde qualifizierten Gäste konnten der Partie aber schon bis zum Halbzeitpfiff durch zwei Treffer von Jun Okada (21./38.) eine Wende geben. Nach den bei diesen Begegnungen üblichen Wechselspielen kamen die Hausherren vor nur 23 Zuschauern nicht mehr richtig auf Betriebstemperatur. Vielmehr war es das Team von Trainer Daniyel Bulut, das sich in der Vilbeler Hälfte festsetzte und durch einen Schlenzer von Brian Mukasa (52.) auf 3:1 davon zog. Nachdem kurz danach Agon Dervishi den vierten Gästetreffer erzielt hatte (55.), plätscherte die Partie bei windigen Verhältnissen so dahin. Oliver Kovacic (73.) verkürzte noch mal für Vilbel, doch Markiewicz (88.) stellte den alten Abstand wieder her. FV-Trainer Amir Mustafic konnte einige Erkenntnisse gewinnen: »Wir haben eigentlich zu Beginn gut dagegen gehalten. Der Gegner war aber in einigen Situationen robuster und abgeklärter. Die Gegentore waren zu billig.«

Vatan Spor Aschaffenburg - Türk Gücü Friedberg 1:3 (1:2): Personell gebeutelt reisten die Kreisstädter zum Bayernligisten. Auf dem Kunstrasen standen TG-Coach Carsten Weber lediglich 14 Spieler zur Verfügung. Aufgrund von Corona-Verdachtsfällen ließen die Verantwortlichen sicherheitshalber einige Akteure nicht mitfahren. Patrick Schorr und Julian Dudda konnten ebenfalls nicht mitwirken, da sie erst kürzlich aus der Quarantäne entlassen wurden. Zudem musste Torjäger Noah Michel mit muskulären Problemen passen. Die Gastgeber nutzten anfängliche Abstimmungsprobleme der Gäste zur Führung durch Selcuk Cinar (22.). Kwonsu Lee sorgte mit seinem Doppelschlag (29./37.) für die Führung Türk Gücüs, ehe Aret Demir in der 64. Minute per Foulelfmeter den Sieg sicherstellte. »Es war ein typisches Testspiel, bei dem wir vieles hätten besser machen können. Die Spritzigkeit hat etwas gefehlt, aber gegen den Ball haben wir es gut gemacht«, meinte Weber. Rückkehrer Masih Saighani bot im Abwehrzentrum eine solide Leistung.

SC Dortelweil - Teutonia Köppern 3:1 (1:1): Nach zwei Monaten Pause lief in Dortelweil nicht sofort wieder alles rund. Dennoch ging man gegen den Tabellenführer der Kreisoberliga Hochtaunus als Sieger vom Platz. Mit einer gemischten Elf und reichlich Rotation schickten die Gastgeber über 90 Minuten 20 Akteure auf den Platz - entsprechend wild wurde es hin und wieder. »Wir wollten erstmal gucken, wie es läuft. Dass das jetzt nicht so berauschend war, ist überhaupt nicht schlimm«, sagte Dortelweil-Sprecher Hans Wrage. Zur Pause hatten die Gäste aus Köppern das Spiel noch remis gehalten: Nach dem 1:0 durch Oliver Steffen (21.) sorgte Luka Milic (25.) für den Ausgleich der Teutonia. Nach sechs Wechseln auf eigener Seite bog Dortelweil nach einer Stunde auf die Siegerstraße ein. Marvin Strenger (56.) besorgte die 2:1-Führung, die Leon Günther (88.) kurz vor Ende auf 3:1 erhöhte.

FCO Fauerbach - SV Ober-Mörlen 6:0 (2:0): Noch Sand im Getriebe bei Fauerbach, dennoch sicherte sich der Gruppenligist im Duell mit dem SVO ein klares 6:0. Dem FCO fehlten einige Akteure, mit Michael Solomon Yemane, Kupilayhan Yasaroglu und Jonas Kocatürk liefen jedoch bereits drei Zugänge auf. Nachdem Said Sharza (12.) für das frühe 1:0 gesorgt hatte, feierte Yasaroglu mit dem 2:0 sein Tordebüt. Die zweite Hälfte war geprägt von vielen Wechseln, Mörlen trat nur selten gefährlich in Aktion. Folglich erhöhten Tim Botschek (47.) und Yasaroglu (68.) auf 4:0. In der Schlussphase waren vYemane (76.) und Paul Wischtak (83.) zum 6:0 zur Stelle.

SV Steinfurth - FCA Gedern 0:6 (0:1): Nach offener erster Halbzeit entschied sich die Partie in Steinfurth nach der Pause. Beide Teams stehen im Keller ihrer Ligen: Gedern hält sich in der Ost-Gruppe der Gruppenliga Frankfurt auf Rang 19, Steinfurth hat in der West-Gruppe den letzten Rang inne. Dennoch wurde die Partie am Samstag zur klaren Sache: Steinfurth agierte nur mit zwölf Mann im Kader, Spielertrainer Süleyman Karaduman saß lediglich auf der Bank. Das machte sich nach der Pause bemerkbar. Gedern wechselte alle 30 Minuten durch und bekam so Oberwasser. Justin Lohrey (15.) hatte der Alemannia schon früh die Führung beschert. Nach der Pause hielt schließlich die defensiv stehende SV-Abwehr nicht mehr. Gedern erhöhte durch Jannik Jung (52.), Tom Emrich (69.) und Nick Volz (76.). Gegen Ende legte Jannik Hainz (83.) und Justin Lohrey (87.) weitere zwei Tore nach.

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dortelweil5_310122_4c © Nicole Merz

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