+
Jan Stetzer und die Herren der Sportwelt Rosbach sind zurück in der Tennis-Hessenliga, in der der Klassenerhalt angestrebt wird.

Tennis-Hessenliga

Rosbacher Heimspiele mit Event-Charakter

  • schließen

Die Tennis-Hessenliga der Aktiven startet am Wochenende in den Spielbetrieb. Während Rosbach nach der Rückkehr um den Klassenerhalt kämpft, schielt Bad Vilbel nach dem Titel.

(mn/esa). Rosbach ist wieder dabei. Und Bad Vilbel sowieso. Am Samstag (10 Uhr) wird zur Tennis-Hessenliga-Saison 2019 aufgeschlagen. Bis zum 28. Juli sind acht Spieltage terminiert.

In Rosbach weckt der Aufstieg als Nachrücker die Erinnerungen an die glorreichen 90er-Jahre. Die Herren hatten - damals noch als Tennispark gemeldet - an der Schwelle zur Bundesliga gestanden. Acht Jahre spielte Rosbach in der damals zweithöchsten Liga, fünf weitere Sommer in der Hessenliga. Dort will sich die Mannschaft um Jan Stetzer etablieren, kämpft voraussichtlich mit Hanau, Wiesbaden, Sprendlingen und Darmstadt um den Klassenerhalt.

In der Spitzengruppe ist Bad Vilbel zu erwarten, wo ungewohnt forsche Töne anschlagen werden. Vorne werden wohl zudem Eintracht Frankfurt und Kronberg mitspielen. Die Hessenliga-Herren stehen klubintern im Schatten der Damen, die kürzlich die deutsche Meisterschaft hatten feiern können. Mit den Herren 50, dem deutschen Serienmeister, sowie den Herren 30, die den Regionalliga-Aufstieg anstreben, ist die Konkurrenz im eigenen Verein groß.

Sportwelt Rosbach: Das gibt’s wohl nur in Rosbach! Der Sportwelt-Kader setzt sich - mit Ausnahme von drei Ausländern - aus Spielern der Region zusammen, die auch vom Alter her eng zusammenliegen. Die Brüder Kai und Jan Stetzer sind Ur-Rosbacher; ebenso wie Ben Griedelbach. Aus Wölfersheim stammt Fabio König, und in Assenheim sind die Brüder Magnus und Philipp Müller zu Hause, die zuletzt für den TC Palmengarten in der Hessenliga gespielt haben. Fünfmal wöchentlich hat man in dieser Besetzung vormittags gemeinsam auf dem Platz gestanden, nachmittags haben die Trainer ihr Wissen dem Nachwuchs vermittelt. "Die Vorfreude ist enorm", sagt Mannschaftsführer Jan Stetzer. Der Klassenerhalt habe für den Nachrücker Priorität. Verstärkt hat sich die Sportwelt mit drei Ausländern. An Position eins ist Garbor Borsos gesetzt. Den Kontakt zu dem Ungarn hatte dessen Landsmann Zsolt Ferdinand am Rande der Davis-Cup-Partie im Februar in Frankfurt hergestellt. Borsos wird in der ATP-Weltrangliste im Doppel auf Position 558 geführt. Mit Csongor Toth wurde ein weiterer Ungar verpflichtet. Das Ausländertrio ergänzt Daniel Velek, der mit den Müller-Brüdern aus dem Palmengarten in die Sportwelt gewechselt ist. Die vier Heimspiele (am Samstag gegen Kronberg / am 20. Juli Eintracht Frankfurt / am 21. Juli TEC Darmstadt / am 27. Juli TC Bergen-Enkheim) sollen zu familiären Happenings werden. Die Tennisschule Stetzer beispielsweise bietet Kindern an diesen Tagen Schnupperstunden an. Man rechne, so Jan Stetzer, mit bis zu 100 Zuschauern.

TC Bad Vilbel:"Das Ziel ist immer, sich zu verbessern", sagt Mannschaftsführer Jochen Bertsch. Nach Platz drei im Vorjahr bedeutete das mindestens die Vizemeisterschaft, "aber natürlich spielt man, um Hessenmeister zu werden", sagt Bertsch. Personell hat sich das Gesicht der Mannschaft kaum verändert. Der Brasilianer Jose Pereira ist zwar wieder an Position zwei gemeldet, wird die Saison aufgrund einer Knöcheloperation aber verpassen. An Nummer fünf steht mit Flavio Cobolli ein erst 17-Jähriger im Aufgebot. Wie oft der Italiener aber zur Verfügung steht, ist wie so häufig ungewiss. Die Nummer 18 der ITF-Junioren-Rangliste schlägt auch für die U 18 der Brunnenstädter in der Hessenliga auf.

Vor dem Auftaktspiel gegen den TEC Darmstadt am Samstag auf heimischer Anlage sieht der Plan ein gemeinsames Training am Freitag vor. "Dann werden wir uns auf das erste Spiel vorbereiten", sagt Bertsch. Am Sonntag geht es mit einem Auswärtsspiel beim TC Bergen-Enkheim direkt weiter. Weitere Heimspieltermine sind der 14. Juli (THC Hanau) und 20. Juli (RW Sprendlingen), einen Tag später geht es zum TC Wiesbaden. Am 24. Juli steht das Derby gegen Rosbach auf dem Plan, vier Tage später könnte es mit dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt einen Showdown um die Meisterschaft geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare