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Rodheimer Meisterfeier trotz Sieg verschoben

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Da zieht’s Thomas Lingenau im Block links fast das T-Shirt aus: Gemeinsam mit Alexander Schuld versuchen sie, den Ball von Jannik Weber (l.) zu blocken. Hinten Andreas Zander.
Da zieht’s Thomas Lingenau im Block links fast das T-Shirt aus: Gemeinsam mit Alexander Schuld versuchen sie, den Ball von Jannik Weber (l.) zu blocken. Hinten Andreas Zander. © Nicole Merz

(pv) Es war ein dramatisches Volleyball-Spiel in der Rodheimer Sporthalle, und am Ende überwog trotz verpasster Meisterfeier die Freude bei den Oberliga-Akteuren der SG Rodheim II mit Trainer Detlef Zschiesche. Die Piraten rangen den TuS Kriftel II mit 3:2 (17:25, 26:24, 25:15, 17:25, 15:12) nieder, hätten aber für die vorzeitige Meisterfeier einen »Dreier« gebraucht. Die SGR kann den Titel am Samstag (22. März/17 Uhr) gegen Biedenkopf II sichern.

Bereits vor der Partie hatte Trainer Detlef Zschiesche vor den wieder erstarkten Kriftelern gewarnt. Insbesondere die Rekrutierung des Ex-Bundesligaprofis Frank Bachmann zur Winterpause machte aus dem Abstiegskandidaten die bis dato zweitbeste Rückrundenmannschaft der Liga. Entsprechend selbstbewusst legten die Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet los. Während Rodheim noch etwas nervös war und das gewohnte schnelle Spiel über die Mittelposition kaum aufziehen konnte, spielte Kriftel zwei starke Sätze. Nur eine Rodheimer Leistungssteigerung, der starke Robert Leuner und etwas Glück sorgten für das 1:1 nach zwei Sätzen.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem vor allem das Aufschlagspiel das Pendel zur jeweils einen oder anderen Seite ausschlagen ließ. Im dritten Satz gelang dem Rodheimer Lingenau eine Aufschlagserie, den vierten Durchgang entschied Bachmann mit ebeneiner solchen Serie fast im Alleingang für Kriftel.

Angefeuert durch die von Zuspieler Zander nach dem Spiel als »beste Fans der Liga« bezeichnete Publikum zeigten die Piraten nach anfänglichem Rückstand Moral und erkämpften sich, nicht zuletzt durch zahlreiche Blocks des Kriftel-Schrecks Alexander Schuld, ein leichtes Übergewicht; am Ende hatte Rodheim nach dem 12:12 die besseren Nerven.

+++ Mehr Bilder vom Spiel in der Mediathek

Trainer Detlef Zschiesche bedankte sich nach dem Spiel beim »Rodheimer Hexenkessel« und lobte vor allem die Leistung des für den fehlenden Libero Liebster eingesprungenen Klingelhöfer: »Obwohl Siggi zuvor noch nie mit uns gespielt hat, war er von Anfang an ein ruhender Pol und hat durch seine positive Einstellung einen wichtigen Teil zum Sieg beigetragen.«

SG Rodheim II: Bender, Brömmeling, Kann, Klingelhöfer, Lenz, Leuner, Lingenau, Sachs, Schuld, Zander.

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