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Der Rodheimer Maik Vetter wird im Sommer in seine sechste Saison beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach gehen. (Foto: Hübner)

Offenbacher Kickers

Der Rodheimer Maik Vetter ist "ein Gesicht des OFC"

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Maik Vetter aus Rodheim gehört fast schon zum Inventar bei Kickers Offenbach. Nun hat er seinen Vertrag beim Regionalligisten bis 2021 verlängert - sehr zur Freunde der Verantwortlichen.

Für Geschäftsführer Christopher Fiori ist er "ein Gesicht des OFC geworden", für Sportdirektor Sead Mehic verkörpert er "all das, was Kickers Offenbach auszeichnet" und er sei eine "Identifikationsfigur": Maik Vetter wurde nach der Vertragsverlängerung bis 2021 von den Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten Offenbacher Kickers geradezu mit Lob überschüttet. "Das freut mich", sagt der 27 Jahre alte Blondschopf. "Ich hoffe, dass ich dem auch in den kommenden zwei Jahren gerecht werden kann."

Kickers Offenbach: "Lukrative Angebote" anderer Vereine hat Maik Vetter abgelehnt

Doch was genau zeichnet ihn aus? "Was andere über mich sagen, sollen sie selbst erläutern. Aber ich gebe immer gerne alles", stellt Vetter klar. Der Mann mit der Trikotnummer acht besticht in der Tat durch seine extreme Einsatzbereitschaft. Er zählt nicht zu den Filigrantechnikern, gibt aber nie auf. Vetter ist ein Arbeiter, der auf dem Platz viele Kilometer abspult, jedem Ball nachsetzt und keinen Zweikampf scheut. Ein Mentalitätsspieler, wie sein Trainer Daniel Steuernagel gerne zu sagen pflegt. Und vielseitig einsetzbar ist er obendrein, hat im Feld schon auf allen Positionen gespielt.

Solche Leute sind gefragt. Laut Mehic hatte Vetter "lukrative Angebote", auch aus der nächsthöheren Spielklasse. Der Allrounder berichtet von "zwei Drittligisten, die es immer wieder mal versucht haben". Zu Namen äußert er sich nicht. Es heißt aber, Lotte, Meppen sowie Chemnitz hätten ihn auf dem Radar gehabt. Regionalligisten waren ebenfalls interessiert, "auch aus unserer Staffel", wie Vetter betont. Vor allem einer der drei ambitionierten Saarland-Klubs soll sich intensiv um ihn bemüht haben. Der Spieler will das nicht kommentieren, sagt jedoch mit einem Augenzwinkern: "Als meine Familie vom Angebot eines anderen Vereins erfuhr, gab es quasi Streit." Denn: In seinem privaten Umfeld sind viele Leute "vom OFC-Virus infiziert". Ein großer Teil der Verwandtschaft verfolgt die Spiele regelmäßig im Stadion, teilweise sogar auswärts. Auch das erklärt, warum Vetter verlängert hat.

Kickers Offenbach: Das Rhein-Main-Gebiet ist die Heimat von Maik Vetter

"Ich fühle mich einfach extrem wohl", sagt er. "Der OFC ist mein Zuhause geworden." Und das Rhein-Main-Gebiet ist seine Heimat. Vetter wurde in Frankfurt geboren, war immer nur in der Region aktiv (KSV Klein-Karben, Eintracht Frankfurt II, SV Wehen Wiesbaden) und wohnt mitlerweile in Rosbach. Seine Freundin erwartet das erste gemeinsame Kind: ein Mädchen. Erwarteter Geburtstermin: 18. Mai, der Tag des letzten Heimspiels gegen Homburg. "Ich hoffe nicht, dass es zur Überschneidung kommt. Falls doch, geht für mich die Geburt vor", stellt Vetter klar.

Auf dem Platz ist er ein Kämpfer, abseits des Rasens gehört der Publikumsliebling eher zu den ruhigeren Vertretern. Vetter ist ein geerdeter Typ, der die Dinge richtig einzuschätzen weiß. Dazu zählt auch, dass er parallel zum Fußball eine kaufmännische Ausbildung bei Kickers-Sponsor Sparda-Bank Hessen absolvierte und diese im Mai abgeschlossen hat. Dafür könne er der Sparda-Bank "nicht genug dankbar sein". Und dem OFC, der ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen hatte.

Kickers Offenbach: Nun geht Maik Vetter in seine sechste Saison am Main

Seit 2014 kam Vetter für die Kickers in 133 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte dabei 18 Tore und 15 Vorlagen. Den Großteil in der letzten Saison, als er im Sturm aushalf und es auf elf Treffer (zehn in der Liga, einen im Hessenpokal) brachte. Zu den Kickers kam er auf kuriose Art. Der damalige Coach Rico Schmitt suchte einen Defensivspieler, der unter die U 23-Regel fiel, und fragte bei Berater Stefan Neumann an. Er empfahl Vetter, obwohl der seinerzeit von Bernd Reisig beraten wurde. "Ich hatte bei Wehen einen Drittligavertrag, spielte aber nur in der zweiten Mannschaft. Es hat nicht gepasst. Daher habe ich mich über das Interesse des OFC gefreut. Rico Schmitt musste aber erst noch überzeugt werden", erinnert er sich.

Die Saison 2019/20 wird für Vetter also bereits die sechste im OFC-Trikot sein. Er hofft, dass noch der eine oder andere Stammspieler bleibt, sagt jedoch auch: "Es wird Veränderungen geben müssen." An der Zielsetzung ändert sich dadurch nichts: "Wie in den Jahren zuvor: endlich aufsteigen." Vetter weiß aber, dass das auch viele andere Vereine vorhaben.

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