SG Rodheim gewinnt das Derby gegen Waldgirmes 3:0

(pm) Dem ersten Volleyball-Derby in der 3. Liga Süd zwischen der SG Rodheim und dem benachbarten TV Waldgirmes fieberten die Fans beider Mannschaften entgegen. Am Ende jubelte der Gastgeber, denn die Piraten hatten nach knapp 70 Minuten eine außerordentliche Leistung abgeliefert und verdient mit 3:0 (25:23, 25:17; 25:15) gewonnen.

»Nicht gerade optimal« begann nach Meinung von Trainer Carsten Schmidt die Partie. Nach gerade mal fünf Minuten musste er sein Team zur ersten Auszeit zusammenrufen. Waldgirmes machte nach dem 3:0-Erfolg über Kriftel an der Stelle weiter, wo sie aufgehört hatten. Der Block der Gastgeber erzielte drei direkte Punkte, die platzierten Aufschläge zwangen die Gastgeber zu direkten Fehlern. Folglich führte Waldgirmes mit 10:4, Schmidt reagierte. Nach der Auszeit stabilisierte Libero Patrick Hehl die Rodheimer Hintermannschaft, Thomas Fuhrmann verkürzte mit seinen Angaben, und eine taktische Einwechslung von Robert Körner half bei der Aufholjagd (15:16). Die knapp 100 Zuschauer im Sportzentrum glaubten an eine Wende, feuerten ihre Spieler an. Doch der TVW zog erneut mit 22:18 davon, kaum einholbar für die Gastgeber. Angestachelt und ehrgeizig kombinierte Zuspieler Maro Schossée erfolgreich mit Marcel Kopperschmidt auf der Mittelposition. Mit einem eher seltenen einarmigen Block stellte Kopperschmidt den 23:23-Ausgleich her. Ein Nadelstich für die Gäste, die nun Johannes Voeskes und Robert Stodtmeisters Angriffe nicht verteidigen konnten.

»In dieser Phase haben wir als Team überzeugt«, kommentierte Kopperschmidt die gelungene Wende zur 1:0-Satzführung durch das im Endspurt erzielte 25:23.

Nach dem Seitenwechsel wurde die aufkommende Druckphase der Rodheimer durch ein Missverständnis des Schiedsgerichts gestoppt. Der Rhythmus war kurz weg und gab den Waldgirmesern Zeit, sich zu rehabilitieren. Erst beim 19:16 hatte sich der Gastgeber abgesetzt. Zuspieler Maro Schossée zog das Spiel in die Breite, spielte weite Pässe und setzte Tim Wacker ein ums andere mal erfolgreich ein. Der 32-Jährige agierte fehlerlos, spielte den Block an, setzte einen platzierten Lob und kam so zu vielen Punkten, die den 25:17-Satzsieg einleiteten.

Im dritten Satz avancierte die Leistung der Rodheimer zur besten in dieser Saison, auch wenn Alexander Schuld erkannte: »Eine Steigerung ist möglich«. Patrick Hehl in Abwehr und Annahme drehte nun auf und brachte jeden Ball zum Zuspiel. Robert Stodtmeister steigerte seine Quote im Sprungaufschlag. Über 14:7, 17:8 und 23:12 war schnell klar, dass die SG Rodheim das Derby gewinnen würde. »Macht eurer Spiel«, hatte Carsten Schmidt gesagt, der in Satz zwei und drei weder eine Auszeit noch eine Auswechselung vornahm.

Für Rodheims Zugang Maro Schossée war nach dem Schlusspfiff klar: »Der erste Satz war für mein ehemaliges Team der Genickbruch«. Nach der Demonstration ihrer Heimstärke hält die SG Rodheim weiter Tuchfühlung zur Spitzengruppe in der Dritten Liga. Das Derby war damit eine gelungene Generalprobe für das Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen den Tabellenzweiten TSV GA Stuttgart. Beide Teams sind mit 10:4 Punkten die ersten Verfolger des ungeschlagenen Spitzenreiters TV Bühl II (14:0). Los geht es um 20 Uhr im Sportzentrum Rodheim.

SG Rodheim: Fuhrmann, Hehl, Kopperschmidt, Körner, Schossée, Schuld, Stodtmeister, Voeske, Wacker.

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