1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ringwald geht – wer kommt?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Dan Ringwald geht.
Dan Ringwald geht. © Red

(mn) Angebot abgelehnt: Dan Ringwald wird den EC Bad Nauheim nach zwei Jahren verlassen. »Wir haben ihm ein Angebot gemacht, das er nicht angenommen hat«, sagt Andreas Ortwein, der Geschäftsführer des Eishockey-Zweitligisten.

Wohin es den Verteidiger - und damit auch den letzten Kontingentspieler aus dem Vorjahres-Kader - zieht, ist noch offen. Wer in die Fußstapfen des smarten Kanadiers tritt, steht hingegen schon fest. »Wir haben unsere Planungen abgeschlossen«, sagt Ortwein am Wochenende gegenüber der WZ. Die Fans müssen sich bezüglich der letzten beiden Positionen im Kader - zwei Ausländerstellen, je eine in der Abwehr und eine im Angriff sind offiziell noch vakant - allerdings noch ein wenig gedulden. »Das Sommerloch will gefüllt werden, und es gibt ja noch andere interessante Themen«, will sich der RT-Chef partout (noch) nicht in die Karten schauen lassen.

»Wir haben viele junge Spieler im Kader, die teils noch am Beginn ihrer Karriere stehen und etwas erreichen wollen. Dazu komme einige erfahrene Spieler. Wir als GmbH haben den Anspruch, dass das Team in allen Spielen 100 Prozent Hingabe und Leidenschaft vermittelt. Ich denke, damit ist schon der überwiegende Teil der Fans glücklich. Ob das am Ende reicht, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn sich dazu aber noch der Erfolg einstellt, sind alle zufrieden«, sagt Ortwein, der in einem Interview auf der GmbH-Homepage noch einmal die Schwere der Aufgabe betont, die DEL 2 in der aktuellen wirtschaftlichen Größenordnung zu stemmen. Auf physische Präsenz und Körpersprache sei bei der Kaderbildung gesteigerter Wert gelegt worden. Statistiken geben schließlich nur sekundäre Hinweise auf das Leistungsniveau.

»Namen sind am Ende Schall und Rauch. Wir müssen als Team funktionieren«, wird RT-Trainer Petri Kujala dort zitiert. Im Vorjahr noch hatten die Roten Teufel mit fast ausnahmslos namhaften Neuverpflichtungen wie Vitalij Aab, Drew Paris, Dusan Frosch und Max Campbell für Aufmerksamkeit gesorgt, gleichermaßen sorgen die Wetterauer nun mit ihrer »Jugend forsch«-Taktik für Gesprächsstoff in der Liga und unter den eigenen Anhängern. Gleich fünf der bislang sieben echten Neuzugänge sind Jahrgang 1990 oder jünger, dazu kommen noch gleich sieben Förderlizenzspieler der Düsseldorfer EG, die einen Konkurrenzkampf fördern sollen.

Maik Blankart, die Neuverpflichtung aus dem Vorjahr, dient den RT-Verantwortlichen als Beispiel im positiven Sinne. »Maik hat gezeigt, wohin die Reise gehen kann, wenn man einem jungen Spieler Vertrauen schenkt. Im letzten Jahr sind ein gestandener DEL- und ein etablierter DEL 2-Verteidiger zu uns gekommen, Maik, der aus der Oberliga kam, war dennoch unsere Konstante in der Defensive«, sagt Ortwein. »Junge Spieler mit Potenzial kommen nun mal eher aus den unteren als aus den höheren Ligen.«

Trotz der abgeschlossenen personellen Planung, trotz der pünktlich eingereichten Unterlagen zur Lizenzierung – an Urlaub will Ortwein noch nicht denken. Der Geschäftsführer ist im Fall eventueller Nachfragen und Erklärungen der DEL 2-Zentrale präsent; die Liste der alltäglichen Kleinigkeiten ist im Sommer kaum kürzer als im Winter; allenfalls mit thematischen Unterschieden. Im Colonel-Knight-Stadion haben beispielsweise die baulichen Maßnahmen zur Vergrößerung der Schiedsrichterkabine begonnen.

Kabine und Duschen der Roten Teufel werden instand gesetzt, die Hardware in den Büroräumen ausgetauscht, auch das Thema Sprade TV - hier sind Leitungs- und Personalkapazitäten zu prüfen - steht auf der umfangreichen To-do-Liste.

Auch interessant

Kommentare