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Ob Lennart Kusan (l.) dem TV Petterweil in Wiesbaden zur Verfügung steht, entscheidet sich kurzfristig. Der TSV Griedel um Tobias Marx empfängt derweil am Samstagabend Abstiegskandidat HSG Lollar/Ruttershausen. FOTO: NICI MERZ

Richtungsweisende Spiele

(tfl/fmm/kun). Der TV Petterweil steht in der Handball-Landesliga vor richtungsweisenden Spielen auf dem Weg zum Aufstieg in die Oberliga. Zunächst muss der ersatzgeschwächte Tabellenführer am Samstag zum selbsternannten Meisterschaftsfavoriten und Rangdritten HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (17.45 Uhr). Derweil will die TG Friedberg im Heimspiel gegen die TuS Holzheim (19 Uhr) den Abstand zum rettenden Ufer verkürzen. Schützenhilfe könnte der TSV Griedel leisten, der um 19.45 Uhr den Tabellenvorletzten HSG Lollar/Ruttershausen empfängt.

HSG VfR/Eintr. Wiesbaden - TV Petterweil (Sa. 17.45 Uhr / Sporthalle Elsäßer-Platz):Die Wochen der Wahrheit stehen beim TV Petterweil an. Die nächsten drei Spiele werden entscheiden, ob sich der TVP noch auf dem Platz an der Sonne halten kann. Die selbsternannten Meisterschaftsfavoriten HSG Wiesbaden, der TSV Lang-Göns sowie der Tabellenzweite TV Idstein warten auf den TVP. Die HSG Wiesbaden ist mit 0:6 Punkten schlecht in die Saison gestartet und konnte sich erst spät stabilisieren. Trainer Alexander Müller will diese Saison als Entwicklungsjahr für die nächste Spielzeit nutzen. Der ehemalige Zweitligaspieler Luis Garbo und Linksaußen Yakup Kaplan treten in der Mannschaftsaufstellung kaum noch in Erscheinung. Die Landeshauptstädter scheinen ihr Versprechen also zu halten und junge Spieler heranzuführen. "Die HSG ist trotzdem top besetzt und gehört unter die ersten drei Mannschaften in dieser Liga", sagt TVP-Coach Martin Peschke. "Wir müssen zu hundert Prozent unsere Leistung abrufen und unsere Abwehr muss sich enorm steigern, da wir sonst durch viele Kreuzungen der Wiesbadener auseinandergenommen werden." Auf der langen Ausfallliste stehen nach wie vor Benedikt Pfeiffer, Björn Ehmer, Marcus Neuhalfen, Johannes Pfeiffer und Niklas Kehrein. Zudem entscheidet sich der Einsatz von Felix Koffler und Lennart Kusan kurzfristig.

TG Friedberg - TuS Holzheim (Sa. 19 Uhr / Sporthalle Am Seebach):Nach einem missglückten Auswärtsspiel der TG Friedberg bei der TSG Langenhain am vergangenen Sonntag will man nun in eigener Halle den ersten Sieg der Rückrunde einfahren. Der Gegner aus Holzheim liegt derzeit fünf Punkte entfernt auf Platz zwölf, umso wichtiger wäre ein Erfolg vor heimischem Publikum für die TG.

Konzentriert wird sich dabei vor allem auf das eigene Team, um Trefferquote und Mentalität deutlich zu steigern. Sowohl den Spielern als auch den Mannschaftsverantwortlichen ist bewusst, dass nun jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt zählt. Vor allem vor heimischer Kulisse scheint ein Erfolg gegen Holzheim als Drittletzten der Tabelle aber durchaus möglich; man möchte den Fans in diesem Rahmen auch etwas für die lautstarke Unterstützung zurückgeben.

Das Hinspiel ging mit 20:23 aus Friedberger Sicht denkbar knapp verloren - unter anderem auch, weil sich in der Schlussphase der Partie die TG zu viele Fehler leistete. Dies soll nun vermieden werden, indem man die volle Spielzeit über konzentriert und engagiert aufläuft, um als Team einen Erfolg zu feiern.

Treffen mit dem Neffen

TSV Griedel - HSG Lollar/Ruttershausen (Sa, 19.30 Uhr / Sporthalle Butzbach):Die Spielgemeinschaft aus Lollar und Ruttershausen belegt mit 6:24 Punkten aktuell den vorletzten Tabellenplatz der Landesliga Mitte. Nach sechs Niederlagen in Serie zogen die Verantwortlichen die Reißleine, trennten sich von Trainer Sören Asboe und installierten mit Dino Dragicevic einen neuen Übungsleiter, der bei seiner Auftaktpartie am vergangenen Wochenende prompt einen deutlichen 31:26-Derbysieg gegen den Tabellendritten, die HSG Lumdatal, feierte. "Wir sind also gewarnt. Die Gäste werden nach dem jüngsten Erfolg alles daran setzen wollen, den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen zu verkürzen", ist Griedels Teammanager Jürgen Weiß überzeugt. "Mit Peter Kludt und Spielmacher Eike Schuchmann haben die Gäste im Sommer zwei wichtige Eckpfeiler verloren, die in der vergangenen Runde gemeinsam über 120 Tore erzielt haben und vor allem in kritischen Situationen von ihren Mitspielern immer wieder gesucht wurden. Junge, entwicklungsfähige Spieler wie Niklas Wenzel, Jan Reuschling, Jan Vogel, Jan-Henrik Engel, Mark Müller und Luca Fischer bilden nun gemeinsam mit den Leistungsträgern Christian Ziehm, Marlon Los Santos, Nico Piazzolla und Sascha Mühlich sowie Domenic Graf und Simon Semmelroth das Gerüst der Mannschaft." Auf Linksaußen spielt mit Alexander Schwellnus der Neffe des Griedeler Trainers Dirk Schwellnus, dem Frederic Noll und Jan Schepp wieder zur Verfügung stehen. Beide hatten bei der Niederlage gegen Petterweil vor Wochenfrist gefehlt.

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