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Richardson und Gare führen Teufel zum Sieg

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(mn) Tag des offenen Tores im Colonel-Knight-Stadion: 13 Treffer - untermalt von insgesamt 25 Zweiminutenstrafen - boten den nur 650 Zuschauern gewiss abwechslungsreiche Unterhaltung; mit dem besseren Ende für den EC Bad Nauheim (8:5 gegen die Black Hawks Passau). Mit dem zweiten »Dreier« in Folge, dem vierten aus den letzten fünf Partien vor heimischem Publikum, haben die Roten Teufel damit in der Eishockey-Oberliga den Anschluss zu Rang vier gewahrt. Lanny Gare und Kevin Richardson waren am Sonntag je zweimal für die Badestädter erfolgreich, die weiteren Tore erzielten Kyle Piwowarczyk, Jan Barta, Alexander Althenn und Tobias Schwab.

Die Gastgeber hatten im ersten Abschnitt gleich zweimal eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben. 2:0 hieß es nach nur sechs Minuten, mit 3:1 lag der ECN in der neunten Minute vorne, kassierte aber acht Sekunden vor der ersten Sirene den Ausgleich. Passau hatte sich alleine in den ersten 20 Minuten sechs Hinausstellungen geleistet und offensiv äußerst effektiv agiert. Pech für Bad Nauheim: Lanny Gare verpasste bei einem Lattenschuss eine frühe Drei-Tore-Führung (11.). »Dann wäre Ruhe gewesen«, glaubt RT-Coach Fred Carroll, der auf Kapitän Alexander Baum zurückgreifen konnte, allerdings auf Mathias Baldys, Andre Mangold, Mario Willkom und auch Christian Franz hatte verzichten müssen. Der Verteidiger mit der Rückennummer 5 wird den Roten Teufel einige Wochen fehlen. Die Verletzung entpuppte sich als Bandscheibenvorfall, so dass Franz wohl erst Mitte Januar auf das Eis zurückkehren kann.

Im zweiten Drittel blieb Passau der Strafbank weitgehend fern - dafür sah man die Spieler der Gastgeber dort umso häufiger. Fünf Hinausstellungen verlagerten das Spielgeschehen zusehends vor das Tor von Boris Ackers. Ungewohnt kaltschnäuzig zeigten sich die Hausherren aber im Spiel nach vorne. Das vierte ECN-Tor basierte auf unnachgiebigem Nachsetzen von Jan Barta, beim fünften Treffer zeigte Kevin Richardson, warum er verpflichtet worden war.

Spätenstens in der 50. Minute, als Alexander Althenn inmitten eines schlechten Wechsels der Passauer zum zwischenzeitlichen 7:4 getroffen hatte, schien die Entscheidung gefallen. Dem fünften Gäste-Treffer (54.) folgten allerdings zwei kuriose Strafen, die Referee Roland Seckler wegen Spielverzögerung gegen Bad Nauheim aussprach. Vier Minuten verteidigten die Gäste den Vorsprung mit einem Mann weniger und setzten schließlich durch einen Treffer ins inzwischen verwaiste Gehäuse den Schlusspunkt.

EC Bad Nauheim: Ackers - Gogulla, Baum, Vogler, Eade, Cardona, Kohl - Schwab, Gare, Richardson, Breiter, Piwowarczyk, Barta, Stripeke, Haiduk, Althenn.

Black Hawks Passau: Huber - Muller, Steiger, Meier, Rehtaler, Dvorak, Pilz - Feistl, Bucheli, Kaltenhauser, Vogl, Michl, Sicinski, Alexander Popp, Gantschnig, Werner, Andreas Popp.

Tore: 1:0 (1.) Richardson (Piwowarczyk - 5-4), 2:0 (6.) Gare (Richardson, Eade - 5-3), 2:1 (7.) Gantschnig (Andreas Popp), 3:1 (9.) Barta (Piwowarczyk, Breiter), 3:2 (12.) Feistl (Dvorak - 5-4), 3:3 (20.) Muller (Feistl), 4:3 (29.) Schwab (Barta), 5:3 (35.) Richardson (Schwab, Gare), 6:3 (46.) Piwowarczyk (Baum, Gare), 6:4 (49.) Feistl (Muller, Kaltenhauser - 4-5), 7:4 (50.) Althenn (Schwab), 7:5 (54.) Vogl (Bucheli, Sicinski - 5-4), 8:5 (59.) Gare (Schwab, Cardona). - Strafminuten: Bad Nauheim 28, Passau 22. - Zuschauer: 650.

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