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Richardson führt Rote Teufel zum »Dreier«

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(mn) Der EHC Klostersee bleibt ein »Angstgegner« der Roten Teufel. Bis in die Schlussminuten hinein mussten 1250 Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion am Samstagabend bangen, ehe ein Doppelschlag von Kevin Richardson binnen 28 Sekunden dem EC Bad Nauheim den so wichtigen »Dreier« beim 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)-Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht bescherte. Vor dem Gastspiel am Montag (19.30 Uhr) beim letztjährigen Süd-Finalisten EC Peiting, der zeitgleich durch einen 4:3-Erfolg bei Spitzenreiter Herne überraschen konnte, wahrt die Mannschaft von Fred Carroll den Kontakt zu den besten vier Mannschaften der Eishockey-Oberliga. Zum nächsten Heimspiel kommt bereits am Mittwoch der EV Landsberg.

Ein schwacher Wechsel der Gäste ebnete Bad Nauheim den Weg zum Sieg, zum fünften »Dreier« aus den letzten sechs Heimspielen. Lanny Gare leitete einen Zwei-gegen-eins-Konter ein, den Richardson nach Zuspiel von Kyle Piwowarczyk per Direktabnahme eiskalt verwandeln konnte. Nur 28 Sekunden später - EHC-Keeper Patric Scharnagl hatte das Tor zugunsten eines weiteren Feldspielers bereits verlassen - erzielte Richardson, der bereits den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Lanny Gare (21.) aufgelegt hatte, mit seinem zweiten Treffer den 3:1-Endstand und avancierte damit zum Matchwinner. »Vom Chancenverhältnis geht das völlig in Ordnung«, sagte RT-Trainer Fred Carroll, der von einer verkrampften Anfangsphase sprach und aufgrund einer Vielzahl von Möglichkeiten eine vorzeitige Entscheidung vermisst hatte.

Angesichts einer doch insgesamt bestenfalls mäßigen Vorstellung rückte ein Spieler in den Mittelpunkt der Diskussionen, der gar nicht auf dem Eis stand: Patrick Gogulla. Der Verteidiger mit der Rückennummer 76 hatte schon am Mittwoch beim Spiel gegen Herne gefehlt. Hartnäckig hielt sich im Stadion das Gerücht, der 21-Jährige sei nach internen Querelen suspendiert worden. Fred Carroll sprach in der Pressekonferenz von einem krankheitsbedingten Fehlen und wollte sich bezüglich einer Rückkehr in den Kader nicht festlegen.

Die Roten Teufel, bei denen obendrein Mathias Baldys und Christian Franz zu ersetzen waren, hatten den Beginn der Partie völlig verschlafen. Die Gastgeber leisteten sich eine ganze Reihe von leichten Fehlern und Fahrlässigkeiten - und es dauerte folglich nicht lange, ehe Darren McMillan die Quittung in Form eines Powerplay-Treffers (6.) servierte. Spielfluss, Kreativität bei den Gastgebern - Fehlanzeige. Die ganz wenigen erfolgsversprechenden Vorstöße basierten auf Einzelaktionen.

Das Bild änderte sich mit Beginn des zweiten Abschnitts. Bad Nauheim wirkte nun doch erkennbar druckvoller und dominianter, verlagerte das Spielgeschehen doch mehr und mehr vor das Tor von EHC-Eigengewächs Patric Scharnagl, der erst zum zweiten Mal eingesetzt worden ist. Gare gelang nach 38 Sekunden der zunächst erlösende Ausgleich, doch konnten die Hausherren in der Folge ihre besten Möglichkeiten durch Jan Barta, Tobias Schwab, Eric Haiduk oder auch Gare nicht nutzen. Vielmehr wurden die Gastgeber von einer fahrlässig verschuldet hohen Anzahl an Kontern überrascht, die aber folgenlos bleiben sollten.

Weniger von der Spielfreude, vielmehr von der Spannung lebte der letzte Abschnitt. Das Schussverhältnis sprach auch hier eine deutliche Sprache zugunsten der Badestädter, die allerdings erst jubeln konnten, als Stadionsprecher Richard Eberhardt die letzten beiden Spielminuten bereits angekündigt hatte.

EC Bad Nauheim: Ackers - Eade, Vogler, Baum, Mangold, Cardona, Kohl - Barta, Piwowarczyk, Breiter, Richardson, Gare, Schwab, Althenn, Willkom, Haiduk.

EHC Klostersee: Scharnagl - Nickel, Schütt, McMillan, Rische, Scharpf - Bernegger, Saller, Wälde, Acker, Cox, Mudryk, Quinlan, Schaumacher, Gumplinger.

Tore: 0:1 (7.) McMillan (Mudryk, Cox - 5-4), 1:1 (21.) Gare (Richardson, Schwab), 2:1 (59.) Richardson (Piwowarczyk, Gare), 3:1 (60.) Richardson (Piwowarczyk, Eade). - Strafminuten: Bad Nauheim 12, Klostersee 10. - Zuschauer: 1250.

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