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Aus dem Rhythmus gebracht

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(pm) Die SG Rodheim hat in der Volleyball-Regionalliga die erste Niederlage kassiert. Am Ende reichte es gegen den Aufsteiger TV Biedenkopf nur zu einem 2:3 (23:25; 25:19; 25:21; 22:25; 17:19) nach einer packenden Begegnung, in der die SGR immerhin noch einen Punkt holte.

Rodheims Trainer Detlef Zschiesche hatte Grund zur Sorge, denn mit Robert Stodtmeister (Urlaub) und Johannes Voeske (Krankheit) musste er auf zwei seiner Hauptangreifer verzichten. Diese Bedenken wurden zum Spielbeginn nicht bestätigt, später sollte er aber Recht behalten.

Mit Tim Breitenfelder und Moritz Sachs begannen zwei Youngster auf der Außenposition und brachten die ersten Punkte für Rodheim. Druckvolle Aufschläge und eine stabile Annahme sicherten eine solide VierPunkte-Führung. Dann ließ der Druck wie auch schon in Speyer nach, eine Serie von Angriffen blieb im Block der Biedenköpfer hängen oder landete im Aus. Spiegelbildlich zum letzten Spiel wurde dadurch Satz eins verloren. »In Summe waren es zu viele direkte Fehler, Unsicherheiten im Spielaufbau und mangelnde Konsequenz im Angriff«, resümierte Andreas Böhmer, der ab Mitte des Satzes den angeschlagenen Jens Bender ersetzte. In den Durchgängen zwei und drei kamen die Hausherren besser ins Spiel. Eine Aufschlagserie von Breitenfelder eröffnete die Rodheimer Druckphase. Phasenweise dominierte die SGR über den nun schwächelnden Aufsteiger. Ausschlaggebend war ein gut positionierter Block, der für zahlreiche direkte Punkte sorgte.

Was wie ein Durchmarsch der Piraten aussah, endete im vierten Satz bei einer 14:9-Führung. Biedenkopf hatte es verstanden, den Block mit platzierten Lobs zu umgehen und stellte die Abwehr um Libero Thomas Lingenau auf eine harte Probe. Zudem lieferten die Gäste eine enorme Steigerung in der eigenen Abwehr, so dass die komfortable Führung dahinschmolz und letztendlich in einen Satzerfolg der Gäste mündete. »Den Satz dürfen wir auf keinen Fall abgeben. Wir sind gut im Spiel und werden mit den einfachsten Mitteln aus dem Rhythmus gebracht«, ärgerte sich Stefan Brömmeling. Im Duell auf Augenhöhe agierte Biedenkopf im Tiebreak cleverer, auch weil Rodheim es nicht verstand die Lobs der Gäste zu kontrollieren. Bei 7:8 wechselten die Teams die Seiten, wenige Minuten später ging Biedenkopf mit 10:8 und 13:9 in Führung. Rodheim konnte die ersten Matchbälle noch abwehren und dabei sogar selbst einen herausarbeiten, jedoch ließen die Gäste nicht nach und siegten letztlich.

»In den Köpfen ist das Große und Ganze, aber wir sind weit weg vom eigenen Spiel. Dadurch agieren wir nervös und machen zu viele einfache Fehler« konstatierte Zschiesche nach dem Spiel und spricht dabei die vermeintliche Favoritenrolle in der Liga an. Diese hat am Samstag der Tabellenführer inne, der in der Nähe von Bad Kreuznach Rodheim empfängt.

SG Rodheim: Bender, Böhmer, Breitenfelder, Brömmeling, Klein, Kopperschmidt, Lingenau, Preisendörfer, Sachs, Schuld, Zander.

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