Basketball

Rhythmus finden

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(tim/gae). Die Fraport Skyliners gehen seit Wochen auf dem Zahnfleisch. Sie beklagen zwei Langzeitverletzte - Richard Freudenberg (Reha nach Fuß-OP) und Bruno Vrcic (Schulter) - und kämpfen seit dem Vorbereitungsbeginn immer wieder mit kleineren Verletzungen bei nihren Spielern. Am Freitag dezimierte sich der Basketball-Bundesligist freiwillig, indem er den Vertrag mit dem belgischen Aufbauspieler Emmanuel Lecomte auflöste. "Wir suchen einen anderen Spielertyp, der vor allem unsere Mannschaft nach vorne bringt", sagte Trainer Sebastian Gleim.

Wann ein neuer Aufbauspieler geholt wird, ist ungewiss. Keine guten Voraussetzungen also vor dem vierten Bundes-ligaspiel bei den Chemnitz 99ers. Der Aufsteiger hat zwar wie die Skyliners die ersten drei Spiele verloren, aber durchaus gezeigt, dass er konkurrenzfähig ist. Diesen Nachweis konnten die Hessen noch nicht liefern. Erschwert wurde die Vorbereitung auf die Partie, weil die Skyliners die meiste Zeit über nur sechs Mann im Training hatten. Entweder waren die Spieler auf Länderspielreise oder konnten angeschlagen nicht trainieren. Ob der Isländer Jon Axel Gudmundsson spielen kann, ist unklar. Konstantin Konga, der nach einer Schulterprellung eine Woche mit dem Training aussetzte, wird hingegen auflaufen.

Nach zwei Wochen Quarantäne, der Auftaktniederlage gegen Ulm und einer weiteren zweiwöchigen Spielpause greifen die Gießen 46ers wieder in das Spielgeschehen der Basketball-Bundesliga ein. Am Sonntag treffen sie um 20.30 Uhr in der Osthalle auf Bamberg.

15 Tage ohne ein Pflichtspiel. Da liegt es auf der Hand, dass die Mannschaft von Coach Ingo Freyer am Sonntag so schnell wie möglich ihren Rhythmus finden muss. Intensive Trainingseinheiten standen in den vergangenen zwei Wochen auf dem Plan. Übrigens sind die 46ers das einzige Team im 18er-Feld der BBL, das erst ein Punktspiel bestritten hat. Deswegen fällt es auch Trainer Freyer schwer zu sagen, wo sein Team genau steht: "Wenn du in den letzten sechs Wochen nur ein Spiel machst und dich gut fühlst, weißt du komplett nicht, wo du gerade stehst." Mehr Klarheit, in welche Richtung es für die Gießen 46ers in dieser Saison gehen wird, wird es nach dem harten Dezemberprogramm geben, das neun zu absolvierende Partien beinhaltet. "Man muss sich mal vorstellen. Unsere Saison geht jetzt erst eigentlich richtig los, und einen Monat später hast du fast die Hälfte der Spielzeit hinter dich gebracht."

Anfang Dezember hat die BBL innerhalb der Corona-Maßnahmen die Regelung getroffen, dass es eine strikte Trennung der Doppellizenzspieler geben muss, in welchem Team sie spielen und trainieren. Daher muss Freyer ab sofort auf Tim Uhlemann und Tim Köpple verzichten, die nun ausschließlich den Rackelos zur Verfügung stehen. So dezimiert sich der 46ers-BBL-Kader von 13 auf elf Mann, wobei in der aktuellen Konstellation von sieben "Ausländern" im Team immer ein Importspieler pro Partie aussetzen muss. Das wird am Sonntag sicherlich wieder den Guard Andrew Rowsey treffen.

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