Skaterhockey

Rhein-Main Patriots stellen im Schlussdrittel die Weichen

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Am Ende war’s dann doch recht deutlich. Zweistellig. Ein Fünf-Tore-Vorsprung. Die Rhein-Main Patriots haben in der 2. Skaterhockey-Bundesliga einen 10:5-Sieg gegen den ERC Ingolstadt gefeiert.

40 Minuten lang hatte sich die Mannschaft aus der Stadt Niddatal schwer getan, ihre Favoritenstellung vor 150 Zuschauern auch auf der Anzeigetafel zum Ausdruck zu bringen. Von den "Nickligkeiten, auf die wir uns anfangs eingelassen haben, die uns geschadet haben" spricht in diesem Zusammenhang Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter der Patriots, der die Partie entgegen seinen Gepflogenheiten diesmal aus dem Zuschauerbereich und nicht von der Mannschaftsbank aus verfolgt hatte.

Insbesondere Tobias Etzel, später dann zweifacher Torschütze, sammelte in den ersten 40 Minuten reichlich Strafzeiten, nach er gleich beim erste Wechsel einen Stock ins Gesicht bekommen hatte; unbestraft im übrigen. Neben Etzel feierten auch Tim May und die Schlicht-Brüder Sven und Dennis ihren Saisoneinstand. Die damit gegenüber dem ersten Spiel gegen Deggendorf (6:4) enorm gestiegene individuelle Qualität ließ eine recht klare Angelegenheit erwarten. In der Tat steuerte das Quartett sieben der zehn Patriots-Treffer bei, doch ließen sich die Gäste aus der Donaustadt bis zehn Minuten vor dem Ende nicht abschütteln.

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Ingolstadt, das den Hessen bereits in der Vorsaison Probleme bereitet hatte, kam mir drei ausgeglichenen Blöcken daher, konnte nach einem Zwei-Tore-Rückstand immer wieder aufschließen und hatte fast eine Handvoll Pfostenschüsse zu verzeichnen.

Mit drei Treffern binnen vier Minuten (47. bis 50.) – allesamt nach Kontern als Ingolstadt zu offensiv agierte hatte - beseitigte Assenheim schließlich Zweifel am Sieg. Zum letzten Spielabschnitt hatte das Trainer-Duo Stefan Napravnik/Matthias Becker seine vier mutmaßlich verlässlichsten Torjäger zusammengestellt. Der Plan ging auf.

Zum Matchwinner avancierte Marcel Patejdl mit drei Powerplay-Treffern in den ersten 40 Minuten. Überhaupt: Mit der Rückkehr von Patejdl, der die Defensive mit einer unheimlichen Ruhe stabilisiert, und auch Andre Lorei hat der Kader der Patriots gegenüber der Vorsaison merklich an Qualität gewonnen.

"Heute hat sich die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute gesteigert. Da war eine Entwicklung zu erkennen. Das hat mir gefallen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Jungs zu diesem Zeitpunkt der Saison noch in der Findungsphase sind", sagt Pfannmüller. Wie schon beim ersten Heimspiel hatte den Patriots nur ein Torhüter zur Verfügung gestanden: Fabian Heyde. Mit Blick auf die kommenden Bayern-Reisen mit zwei Spielen in zwei Tagen soll deshalb Lukas Wehrheim aus dem eigenen Nachwuchs für den Zweitliga-Kader lizenziert werden.

Rhein-Main Patriots: Heyde; Lachmann, Blum, Keusen, May (2), Schäfer, Patejdl (3), Lorei, Dennis Schlicht (2), Aletter, Gabler, Sven Schlicht (1), Etzel (2), Rosandic, Stengel.

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