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Lukas Koziol vom DEL2-Klub Löwen Frankfurt steht im Sommer für den Skaterhockey-Zweitligisten Rhein-Main Patriots aus Assenheim auf den Rollen. (Foto: Hübner)

Skaterhockey

Rhein-Main Patriots: Playoff-Hoffnungen schwinden

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Das hatte man sich in Assenheim doch ganz anders vorgestellt. Die Rhein-Main Patriots verabschieden sich aus dem Kampf um die Playoff-Plätze der 2. Skaterhockey-Bundesliga.

(mn). "Ja, das ist unrealistisch, wenn es nicht noch Überraschungen gibt", musste Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter, enttäuscht feststellen. Vor rund 120 Zuschauern in Assenheim leisteten sich die Hausherren zum Start in die zweite Saisonhälfte eine 8:10 (3:5, 1:3, 4:2)-Niederlage gegen die Freiburg Beasts. Pfannmmüller kritisch: "Wenn es dem dritten Block gelingt, 40 Minuten lang gelingt, ohne Gegentreffer zu bleiben, dann sollte unser Top-Quartett auch in der Lage sein, eine ausgeglichene Plus-Minus-Bilanz vorweisen zu können." Diese Worte zielten in Richtung der erfahrenen Marco Forster, Marcel Patejdl und Eishockey-Profi Lukas Koziol, die mit Sebastian Aletter aufgelaufen sind und bei fünf der acht Gegentore in den ersten 40 Minuten auf dem Spielfeld standen.

Immer wieder waren die Patriots in Konter gelaufen. Hinten wackelte der junge Nicolas Moll, der erneut als einziger Torhüter im Kader stand, ohnehin, zudem wurde er oftmals auch im Stich gelassen. "Dass ein junger Keeper mal einen Fehler macht, gehört dazu. Dann muss man eben anders verteidigen und vorne einen Treffer mehr erzielen. Der heutige Kader hatte definitiv die Qualität, um dieses Spiel zu gewinnen", sagt Pfannmüller.

Die Anfangsphase hatte noch einen recht entspannten Nachmittag erwarten lassen. Assenheim war ganz klar spielbestimmend, agierte lauffreudig gegen den schlanken Elf-Mann-Kader der Gäste, der bereits am Vortag in Langenfeld bei Düsseldorf 60 Minuten gespielt hatten. Mit Enrico Saccomani (zuletzt Wölfe Freiburg, künftig Moskitos Essen) und Christopher Mathis (lange Wölfe Freiburg, künftig Hannover Scorpions) fanden sich zwei in der Eishockey-Szene bekannte Namen im Kader der Schwarzwälder, bei denen die DEL-erfahrenen Mirko Sacher und Simon Danner aber ebenso fehlten wie auf der anderen Seite Jan Barta und Sven Schlicht, zwei tragende Figuren. Sein Heimdebüt gab Lukas Kozial. Und wer den Profi der Löwen Frankfurt auf dem Spielfeld suchte, der wusste spätestens nach dessen Treffer zum 2:0-Zwischenstand (8.), dass er in Trikot mit der Nummer 47 - allerdings mit falschem Namen auf dem Rücken - stecken würde. Wie aus dem Nichts kam aber der powerplaystarke Gast aus Freiburg (100-Prozent-Quote bei drei Überzahl-Situationen) zurück ins Spiel. Binnen 1:28 Minuten drehte Freiburg mit drei Treffern die Partie, übernahm mit 3:2 die Führung. Gar auf 5:2 zogen die Schwarzwälder davon (18.).

Im zweiten Durchgang benötigte Freiburg keine drei Minuten (26. bis 29.), um eine 5:3-Pausenführung auf 8:3 auszubauen. Immerhin: Assenheim zeigte Moral, kämpfte sich bis zehn Minuten vor dem Ende mit drei Treffern auf 7:8 heran. Freiburg hatte die Partie offenkundig zum zweiten Seitenwechsel schon abgehakt, geriet zunehmend unter Druck und ins Wanken. Assenheim öffnete aber zu früh. Konnte Moll zunächst mit einem wahren "Monster-Save" gegen Mathis einen Gegentreffer verhindern (52.), so nutzte dieser zwei Minuten später eine erneute Eins-gegen-eins-Situation, um den Vorsprung wieder auszubauen. Als May wenig später auf die Strafbank marschierte und Freiburg auch dieses Powerplay genutzt hatte (56.), war die Partie quasi entschieden 7:10.

Rhein-Main Patriots: Moll - Patejdl (1), Forster, Koziol (2), Aletter, Blum, Langer, Berk (1), May (2), Niklas Lachmann, Schäfer, Herling, Pfannmüller, Apel, Rosandic, Schneider.

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