Die Rhein-Main Patriots vor der Zweitliga-Saison 2020: (hintere Reihe von links) Teamleiter Dirk Starke, Mario Kreuz, Kilian Rohde, Sven Mecke, Stefan Heinrich, Christoph Bierschenk, Christian Unger, Betreuer Sergey Schneider; (Mitte von links) Mario Rosandic, Pascal Herling, Dennis Berk, Marco Forster, Daniel Schneider, Alexander Schäfer, Niklas Lachmann, David Lademann, Betreuer Phil Donth; (vorne von links) Dominigue Morton, Alexander Blum, Assistenztrainer Mathias Becker, Niklas Hess, Jan Bleil, Trainer Patric Pfannmüller, Andre Lorei und Anna Boss. FOTO: CHUC
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Die Rhein-Main Patriots vor der Zweitliga-Saison 2020: (hintere Reihe von links) Teamleiter Dirk Starke, Mario Kreuz, Kilian Rohde, Sven Mecke, Stefan Heinrich, Christoph Bierschenk, Christian Unger, Betreuer Sergey Schneider; (Mitte von links) Mario Rosandic, Pascal Herling, Dennis Berk, Marco Forster, Daniel Schneider, Alexander Schäfer, Niklas Lachmann, David Lademann, Betreuer Phil Donth; (vorne von links) Dominigue Morton, Alexander Blum, Assistenztrainer Mathias Becker, Niklas Hess, Jan Bleil, Trainer Patric Pfannmüller, Andre Lorei und Anna Boss. FOTO: CHUC

Skaterhockey

Rhein-Main Patriots: Neue Gesichter - alte Ziele

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Die Playoff-Teilnahme ist das Ziel. Die Bundesliga-Rückkehr wird "in naher Zukunft" angestrebt. Mit vielen neuen Gesichtern starten die Rhein-Main Patriots in die Skaterhockey-Saison 2020.

+++ Update: Der Spielbetrieb ist vorerst bis zum 5. April ausgesetzt. +++

Ein neuer Anlauf. Und diesmal soll alles, zumindest aber vieles, besser werden! Die Rhein-Main Patriots wollen nach zwei sportlich enttäuschenden Jahren wieder für positive Schlagzeilen sorgen. "In naher Zukunft wollen wir zurück in die Bundesliga", sagt Patric Pfannmüller, der als Sportlicher Leiter und Trainer beim Skaterhockey-Zweitligisten die Fäden zieht. 

Der Kader:Der Kader hat sich auf Schlüsselpositionen gravierend verändert. Zum einen durch Jan Bleil. Der frühere U19-National-Torwart ist vom Regionalliga-Absteiger Heilbronn nach Assenheim gewechselt. Zum anderen durch Christian Unger. Er ist aus der Bundesliga zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Und dann gibt’s ja noch die acht Spieler aus den Reihen des Vorjahresfinalisten Kassel, die sich den Wetterauern angeschlossen haben. Nach dem Rückzug der Nordhessen aufgrund personeller Engpässe werden die Kassler Jungs, teils bundesliga-erfahren, die sportliche Qualität der Patriots massiv erhöhen. Nicht mehr im Kader sind neben den Torleuten Marcel Kempf und Felix Dombrowsky unter anderem Marcel Patejdl, Jan Barta und Sebastian Aletter.

Insbesondere der Neuzugang auf der Torwart-Position sorgt für Aufsehen. "Wir waren zum Handeln gezwungen. Die Situation im Vorjahr war desolat. Heilbronn wirkt scheinbar weit weg, ist aber auf der Skaterhockey-Karte fast schon benachbart, und wir sind sehr froh, dass wir Jan überzeugen konnten, bei uns zu spielen", sagt Pfannmüller über den zeitlichen Aufwand, der hier im Amateurbereich betrieben wird. Bleil wird vorwiegend in Heilbronn und Abstatt trainieren und zu den Spielen nach Assenheim kommen. Ähnlich ist die Situation bei der Nordhessen-Fraktion. Die achtköpfige Gruppe werde in Kassel trainieren. Jeweils ein Block (vier Spieler) soll zu den Spielen dazustoßen. "Es ist unsere Aufgabe, hier die richtige Balance zu finden", sagt Pfannmüller, wohlwissend um die Ansprüche und Erwartungen der Spieler aus den eigenen Reihen. "Das ist unsere Zukunft, ganz klar. Die Kassler Jungs geben uns aber auch Qualität und Quantität", weiß Pfannmüller.

Die Stars:Das sind neben den Einheimischen Tim May und Sven Schlicht (aktuell verletzt) Max Faber und Lukas Koziol, zwei Eishockey-Profis aus dem Kader der Löwen Frankfurt. Beide waren zum Ende der Vorsaison bereits für Assenheim aufgelaufen.

Die Liga:Die zweite Liga spielt zweigeteilt. Assenheim bildet mit sieben weiteren Klubs die Süd-Gruppe. Die besten beiden Vereine qualifizieren sich für das Playoff-Halbfinale mit dem Norden. Der Meister steigt auf.

Die Favoriten:Favorisiert ist Vorjahres-Meister Atting, der aus strukturellen Gründen das Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen hatte. Zudem werden Merdingen und Spaichingen vorne mitspielen. Aus der Nord-Gruppe sind Menden (Vorjahres-Zweiter) und Hilden (Vorjahres-Vorletzter) in die Süd-Staffel gewechselt. Nicht mehr dabei sind Absteiger Deggendorf und eben Kassel aufgrund des Rückzugs.

Das Ziel:Die Playoff-Teilnahme. "Der Kader ist in Sachen Qualität und Quantität so aufgestellt, dass wir auch auswärts wieder berechtigte Hoffnungen haben, Spiele gewinnen zu können. In der Vorsaison ist es oftmals nur darum gegangen, die Niederlage in Grenzen zu halten", sagt Pfannmüller. "Wir haben unsere Erwartungen in Sachen Zuverlässigkeit und Planungssicherheit klar kommuniziert und zusammen mit der Mannschaft interne Regularien aufgestellt, um dies zu gewährleisten." Zuletzt hatten sich die Patriots auswärts zumindest mit Mini-Kadern deftige Pleiten abgeholt.

Der Trainer:Patric Pfannmüller hat nun auch offiziell selbst das Kommando übernommen. Stefan Napravnik, der die Mannschaft in den vergangenen fünf Jahren betreut hatte, kümmert sich in der Saison 2020 um die Damen-Bundesliga-Mannschaft der Patriots. Aus der Mannschaft heraus sei der Wunsch nach frischem Wind an den Klub herangetragen worden, berichtet Pfannmüller. Vor allem in den vergangenen beiden Jahren hatte die Zweitliga-Mannschaft in ihrer Entwicklung stagniert. Unterstützt wird Pfannmüller durch Assistenzcoach Mathias Becker. Verstärkt wurde auch der Betreuerstab rund um das Zweitliga-Team.

Der Verein und das Umfeld:Die Rhein-Main Patriots haben in allen Altersklassen (U10/U13/U16/U19) Mannschaften gemeldet. Neben den Zweitliga-Herren gibt’s im Erwachsenen-Bereich eine Damen-Mannschaft (Bundesliga), ein Inlinehockey-Team (1. Liga Hessen) sowie eine Hobby-Truppe. 236 Mitglieder sind bei den Patriots registriert.

Am 2./3. Mai ist Assenheim Austragungsort des U19-Länderpokals. Am 20. Juni wird eines der beiden Turniere zur Qualifikation für den deutschen Pokal der Damen in der Wetterau ausgetragen.

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