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Die Rhein-Main Patriots vor dem Saisonstart (stehend, v. l.): Philipp Donth, Sven Mecke, Marcel Patejdl, Christoph Bierschenk, Felix Frölich, Julian Grund, Dennis Berk, Pascal Herling, Alexander Schäfer, Daniel Schneider, David Lademann, Kilian Rohde, Betreuer Sergej Schneider; vorne (v. l.): Benny Dorn, Tobias Etzel, Christian Unger, Jan Bleil, Teamleiter Dirk Starke, Trainer Patric Pfannmüller, Janis Wagner, Alex Blum, Marc Langer, Marco Albrecht.

Inlinehockey

Rhein-Main Patriots: Der europäische Wettbewerb ist das Ziel

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Die Rhein-Main Patriots nehmen nach zwölf Jahren erstmals wieder am Spielbetrieb der Inlinehockey-Bundesliga teil - und haben sich hohe Ziele gesteckt.

Zurück zu den Wurzeln; zum Inlinehockey. In dieser Sparte hatten die Rhein-Main Patriots ihre größten Erfolge gefeiert, in dieser Sparte lockt der relevante internationale Vergleich. Mit dem Heimspiel gegen die Mainprimaten Frankfurt beginnt am Samstag (18.30 Uhr) in Assenheim die rund zweimonatige Bundesliga-Saison an deren Ende der Titelgewinn stehen soll. Ab August wird in der Wetterau zudem in der 2. Skaterhockey-Bundesliga der dritte ernsthafte Anlauf zur Rückkehr in die Erstklassigkeit gestartet. »Wir sind strukturell für die Doppel-Belastung aufgestellt. Die Jungs sind heiß darauf, endlich wieder um Punkte zu spielen«, sagt Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter und Trainer der Mannschaft.

Der Inlinehockey-Spielbetrieb weckt in der Wetterau die Erinnerung an die erfolgreichsten Jahre auf Rollerskates. 1996 wurde in Assenheim auf offener Fläche als Abteilung des Turnvereins dem Puck hinterhergejagt, damals noch vorwiegend auf Landesebene. Die Patriots wagten 1999 den Schritt in die Eigenständigkeit, mit dem Umzug in die vereinseigene Halle begann 2001 waren die Vorausetzungen zur Trophäensammlung geschaffen. Sechsmal wurden die Patriots Deutscher Meister, sechsmal Pokalsieger, erreichten Platz drei beim European Champions Cup, der einmal war in Assenheim ausgespielt wurde. Bis heute sind die Patriots Rekordmeister. Im Jahr 2009 hat man sich dem Inlinehockey ab- und dem Skaterhockey zugewandt. In dieser Sparte waren Planbarkeit und Strukturen verlässlicher. National hat das Spiel mit dem Ball eine deutlich größere Popularität.

International ist Inlinehockey aber die klare Nummer eins, wird auf allen Kontinenten gespielt. National hat man sich seitens des Verbands nach Jahren der Bedeutungslosigkeit neu aufgestellt, und die Rhein-Main Patriots (und andere) als Quer-Rückkehrer in die Bundesliga aufgenommen.

Final Four in erster September-Hälfte

In der Gruppenphase trifft das Pfannmüller-Team auf den krassen Außenseiter Frankfurt, auf Oberhausen, das wie Assenheim zweigleisig unterwegs ist, und Berlin, den Titelverteidiger, der zum Final Four mit Eishockey-Nationalspielern wie Moritz Müller und Freddy Tiffels angetreten war. Parallel spielen Kaufungen, Baunatal (mit Ex-Teufel Tobi Schwab), Mannheim und Uedesheim um die beiden jeweils vorderen Plätze, die zur Teilnahme am Final Four in der ersten Septemberhälfte (Ort noch offen) berechtigen. Die Final-Teilnahme bedeutet die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb.

»Wir geben dem Projekt jetzt mal zwei, drei Jahre Zeit, um zu sehen, ob dies für uns eine gute Kombination oder möglicherweise eine echte Alternative darstellt«, sagt Pfannmüller, den natürlich der kontinentale Vergleich - vielleicht sogar die erneute Ausrichtungs eines Turniers in Assenheim - lockt.

Der Kader für die zweigleisige Saison 2021 ist breit aufgestellt - fünf Torleute, neun Verteidiger, 13 Stürmer. Es finden sich vertraute Namen wie Alexander Blum, Marco Forster, Tobias Etzel und Christian Unger im Aufgebot, aber auch eine Reihe Spieler aus Kassel. In Nordhessen war zu Beginn der Vorsaison aus personellen Gründen die Mannschaft zurückgezogen worden. Der Partie gegen Frankfurt folgt am 14. August ein Spieltag in Oberhausen sowie am 28. August ein Heimspieltag.

Skaterhockey-Liga diesmal dreigeteilt

Das Spiel (Ball/Puck) und Regelwerk ist mit Ausnahmen (Körperspiel, Freistöße) weitgehend identisch, so dass im Training keine größeren Änderungen nötig sind. »Das wird die Art und Weise, wie wir auftreten wollen, nicht beeinflussen«, sagt Pfannmüller, der beim Coaching von Matthias Becker unterstützt wird.

Die Meisterschaftsspiele in der 2. Sakterhockey-Bundesliga sind noch nicht terminiert. Um die Runde zeitlich zu entzerren, wurde die Liga drei- statt zweigeteilt. Die Rhein-Main Patriots treffen in Hin- und Rückspiel auf Spaichingen, Freiburg und Atting. Im Anschluss folgt der Playoff-Quervergleich, wobei ein Bundesliga-Aufsteiger ausgespielt wird

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