Rettungspaket für Profisport?

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(dpa/phk). Der Bund will nach den Worten des Berliner CDU-Abgeordneten Frank Steffel in der Corona-Krise auch schwächelnden Profisportvereinen helfen. "Wir wollen jetzt ein Paket für den Profibereich, dem wahrscheinlich auch in der kommenden Saison normale Spiele mit normaler Zuschauerbeteiligung unmöglich sein werden, auf den Weg bringen", sagte der CDU-Obmann im Sportausschuss des Bundestages dem Berliner Radiosender 105,5 Spreeradio. Das Volumen solle "bei 100 Millionen Euro liegen".

Bei der Hilfe denkt Steffel aber offenbar eher nicht an den Profifußball. In der Hauptstadt würde das "Basketball, Volleyball, Eishockey und Handball betreffen und zwar für Männer und Frauen in erster und zweiter Bundesliga", sagte der CDU-Politiker dem Sender. Den Klubs würden Zuschauereinnahmen, Sponsorengelder und Einnahmen aus Bandenwerbung und Catering wegbrechen. "Mit Bundeswirtschafts- und Bundesinnenministerium streben wir ein Paket an, das den Vereinen hilft, die in den nächsten Monaten leiden werden."

Kommende Woche werde es weitere Gespräche geben, sagte Steffel. Das Vorhaben solle in das "große Rettungspaket des Bundeswirtschaftsministeriums integriert werden", das Anfang Juni für viele Branchen kommen solle. Man gehe davon aus, dass die Einnahmen der betroffenen Klubs bei etwa 500 Millionen pro Spielzeit liegen. "Wir glauben, dass es hilfreich ist, ihnen 25 Prozent dieser zu erwartenden Einnahmeausfälle zu ersetzen."

Dann könnte auch der Wetterauer Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim sowie weitere regionale Klubs von den Hilfen des Bundes profitieren. Die Roten Teufel gehören darüber hinaus zur informellen Vereinigung "Teamsport Hessen" mit anderen Erst- und Zweitliga-Klubs aus dem gesamten Bundesland, die sich vor allem bei den Landesbehörden für schnelle und unbürokratische Hilfen einsetzt.

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