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Sieger der Relegation und Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga A Friedberg: der 1. FC Rendel.

Aufsteiger

1. FC Rendel korrigiert "Betriebsunfall" mit direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A Friedberg

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Ein Jahr waren die Kicker des 1. FC Rendel von der Bühne der Fußball-Kreisliga A Friedberg verschwunden. Nun hat die Mannschaft von Trainer Alexander Jörg den direkten Wiederaufstieg geschafft.

Pure Erleichterung" sei es gewesen, als der Schiedsrichter das entscheidende Relegationsspiel für den 1. FC Rendel vor heimischer Kulisse gegen die SG Oppershofen endlich abgepfiffen habe, erzählt Alexander Jörg. Der Coach hat es geschafft: Nach dem etwas überraschenden Abstieg aus der Fußball-Kreisliga A Friedberg im Vorjahr haben seine Mannschaft und er den "Betriebsunfall" (Jörg) im ersten Anlauf korrigiert und sich den Aufstieg gesichert. Dem 5:1 zum Auftakt über A-Liga-Relegant FC Olympia Fauerbach folgte ein souveränes 5:2 gegen Oppershofen - und damit Rang eins im Dreiertableau. "Das war schon sehr souverän, aber wir hatten auch im Vorfeld schon das entsprechend große Selbstvertrauen", sagt Jörg. "Wir hatten nach dem unglücklichen Abstieg im Vorjahr aber auch die Pflicht, das zu korrigieren. Ich hätte es nicht mit mir selbst vereinbaren können, wenn ich einfach gegangen wäre."

1. FC Rendel: A-Liga-Zugehörigkeit für den Verein "enorm wichtig"

Bierdusche für Coach Alexander Jörg (l.), der Kapitän und Co-Trainer Florian Rühl festhält. Kurz zuvor hatte ihr 1. FC Rendel den Aufstieg in die Kreisliga A Friedberg perfekt gemacht.

Offenbar hatte aber auch niemand im kleinen Verein aus dem Süden der Wetterau ernsthafte Zweifel daran. "Alexander Jörg hat sich in den dreieinhalb Jahren, in denen er hier ist, als Glücksgriff erwiesen, der die Mannschaft sportlich weiterentwickelt hat, auch wenn das durch den Abstieg zwischendurch vielleicht etwas in den Hintergrund geraten ist", sagt Vorstandsmitglied Markus Marburg. Seine Mitstreiter und er hätten daher vor der Saison auch keinerlei Zweifel gehabt, dass die junge Mannschaft und ihr erfahrener Coach, der vorher bereits in Klein-Karben und Gronau aktiv gewesen war, den Fauxpas wieder ausbügeln würden. "Das zeigt auch, dass es in der Mannschaft stimmt", sagt Marburg. "Man sieht die Handschrift von Alexander Jörg."

Die A-Liga-Zugehörigkeit sei für den Verein enorm wichtig, denn ohne eigene A- und B-Jugend werde es mit Blick auf die Zukunft nicht leichter, Spieler zu akquirieren. "Wenn man in der A-Liga spielt, braucht man den Leuten nicht mehr ganz so viel Honig um’s Maul zu schmieren. Denn die B-Liga schreckt viele schon ab", erzählt Marburg. "Umso schöner ist es, dass wir jetzt wieder in der A-Liga sind."

1. FC Rendel: Trainer Alexander Jörg geht selbstbewusst in die neue Spielklasse

Die "Netzwerke" gerade der jungen Spieler, die in den vergangen Jahren erst zum 1. FC Rendel gestoßen seien, hätten das Anwerben neuer Spieler allerdings erleichtert. Mit der Relegation und der Eröffnung einer Sky-Sportsbar im Sportheim habe der Verein in dieser Saison zudem reichlich Eigenwerbung betrieben. "Das Drumherum funktioniert einfach. Der Aufstieg ist daher ein Gemeinschaftsprojekt von Mannschaft, Betreuern und Vorstand gewesen, zu dem auch die Crew rund um das Sportheim und die Spielerfrauen gehören. Im Moment ziehen alle an einem Strang und haben Spaß. Das merkt man."

Das sieht auch Jörg so, der entsprechend frohen Mutes die Herausforderung in der zweithöchsten Spielklasse im Fußballkreis Friedberg angeht. Im Vergleich zur Abstiegssaison sei der Kader nun viel breiter aufgestellt und die zweite Mannschaft wiederbelebt worden. Zwei Abgängen stünden bis jetzt drei neuen Spielern gegenüber. "Mit dem Schwung und der entsprechenden Konstanz wollen wir einen einstelligen Tabellenplatz holen. Wir können prinzipiell jeden schlagen, weil das Gemeinschaftsgefühl einfach mega cool ist", sagt er.

1. FC Rendel: Nur der Traum vom Titel ist nicht in Erfüllung gegangen

Von mehr, sprich einem Kreisoberliga-Aufstieg, will aber niemand mittelfristig etwas wissen. "Natürlich wäre das ein Traum", sagt Jörg. "Aber wir sind ein kleiner Verein. Da muss man die Kirche im Dorf lassen." Das sieht auch Marburg so, der dennoch weiter darauf hofft, dass die Jugendspielgemeinschaft mit Groß-Karben und Gronau ab der kommenden Runde wenigstens wieder eine B-Jugend stellen kann. "Aber selbst dann würde es noch eine Weile dauern, bis wir davon profitieren könnten", sagt er. Immerhin die Zuschauerresonanz stimmt: Bis zu 100 Dauerkarten habe der kleine Klub in dieser Saison verkauft.

Da hätte eigentlich nur noch der Titel in der Kreisliga B Friedberg, Gruppe 2, gefehlt, den Jörg und Co. sich auch nur zu gerne gesichert hätten. "Wir hatten vor der Winterpause leider ein paar Dämpfer sowie zuvor bereits im Derby gegen Kloppenheim. Letztlich hat sich Ilbenstadt dank seiner riesigen Erfahrungen durchgesetzt. Dafür waren gerade die ersten 30 Minuten in der Relegation gegen Oppershofen wirklich erste Sahne", sagt Jörg. Und am Ende hat ja auch der zweite Platz im Abschlussklassement für die "Mission Wiederaufstieg" gereicht.

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