Mit Remis aus der Krise

  • VonMarieke Naß
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Ohne Sieg blieben die heimischen Vertreter der Handball-Bezirksoberliga der Frauen am vergangenen Wochenende. Während die HSG Mörlen (20:20 zu Hause gegen die HSG Fernwald) und die FSG Gettenau/Florstadt (25:25 bei der HSG Marburg/Cappel) zumindest einen Punkt verbuchen konnten, verlor die HSG Wettertal gegen die HSG Wettenberg II mit 25:28.

Ohne Sieg blieben die heimischen Vertreter der Handball-Bezirksoberliga der Frauen am vergangenen Wochenende. Während die HSG Mörlen (20:20 zu Hause gegen die HSG Fernwald) und die FSG Gettenau/Florstadt (25:25 bei der HSG Marburg/Cappel) zumindest einen Punkt verbuchen konnten, verlor die HSG Wettertal gegen die HSG Wettenberg II mit 25:28.

HSG Mörlen – HSG Fernwald 20:20 (10:10): Von Beginn an begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die 3:2-Führung der Gäste drehte das Heimteam schnell zu seinen Gunsten (4:3/5.), musste im Anschluss daran aber wieder einen Rückstand hinnehmen (5:6/11.) und glich von nun an immer den Vorsprung der Gäste aus, bis es mit 10:10 in die Halbzeit ging. Die zweite Hälfte verlief, der Spielstand verrät es, genau wie die erste: Mörlen führte zunächst 13:11 (K. Dietz/38.) und später sogar 16:12 (Vetter/42.) doch dieses komfortable Polster sollte nicht reichen. Beim 17:16 vier Minuten später war Fernwald schon wieder dran, schaffte es dieses Mal jedoch nicht, selbst in Führung zu gehen. Die Heim-HSG legte durch Theresa Wagner wieder vor (20:17/51.) und Mörlens Trainer Frank Weidenauer musste in der Folge mitansehen, wie die Fernwälderinnen nach einer Auszeit drei Tore in Folge zum 20:20-Ausgleich erzielten. Vier Minuten waren da noch zu spielen, aber keiner Mannschaft wollte ein weiterer Treffer gelingen. »Nach zwei knappen Niederlagen wollten wir wieder in die Erfolgsspur kommen, gegen den Tabellenführer war das aber schwer und das Unentschieden am Ende gerecht«, sagte HSG-Vorsitzender Siggi Bläsche. - Mörlen: Michel, Hahn; Juliane Wagner (5), Vetter (5), Hickel (3), Theresa Wagner (2), Katharina Dietz (2), Bühler (1), Franziska Dietz (1), Kloppenburg (1/1), Albus, Schneider, Fritz.

HSG Marburg/Cappel – FSG Gettenau/Florstadt 25:25 (13:16): Ohne Elisa Freiter und Leonie Müller trat die FSG mit dünnem Kader bei der HSG Marburg/Cappel an, startete aber dennoch mit einer stabilen 3:2:1-Abwehr und viel Zug zum Tor in die Partie (3:0/5.). Nur drei Minuten später hatte die HSG ausgeglichen und übernahm in der Folge die Führung (7:5/13.). Gettenau/Florstadt fing sich wieder und lag zur Pause mit 16:13 vorn. Nach dem Seitenwechsel standen dann vor allem die Unparteiischen im Mittelpunkt, die zuvor schon einige Zeitstrafen verhängt hatten, nun aber in der 40. Minute FSG-Spielerin Jacqueline Borst mit einer Roten Karte vom Feld schickten. Ihr Team ließ sich jedoch nicht verunsichern und behielt die Führung (19:15/42.), ehe in der 55. Minute beim Stand von 24:21 für die Gäste auch Miriam Glaub nach ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah. Nun kam ein Bruch in das Spiel der Mannschaft von Trainer Daniel Ginter und die HSG war in der 56. Minute dran (23:25). Ginters Auszeit nutzte nichts: Marburg erzielte 15 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich. »Die Leistung der Schiedsrichter war miserabel, die Partie war eigentlich total fair. Unsere 3:2:1-Abwehr haben wir aufgrund der Strafen auf 6:0 umgestellt, was auch ganz gut geklappt hat. Insgesamt stimmt mich die Leistung des dünnen Kaders positiv, auch wenn wir heute einen Punkt verschenkt haben«, sagte Ginter.

FSG Gettenau/Florstadt: Brockhoven, Potschka, Kammel; Laura Müller (11/6), Borst (5), Schmeißer (2), Lisa-Marie Ginter (2), Mogk (1), Glaub (1), Schmidt (1), Stiefel (1), Ende (1).

HSG Wettertal – HSG Wettenberg II 25:28 (8:17): Bis zum 2:2 in der dritten Minute war die Partie ausgeglichen, dann zogen die Gäste das Tempo an und setzten sich binnen fünf Minuten auf 7:2 ab. Wettertals Trainer David Siegel reagierte mit einer Auszeit, die aber nur bedingt Früchte trug. Zwar verkürzte sein Team den Abstand minimal (4:8/12.), ehe Wettenberg mit zwei schnellen Toren auf 10:4 stellte. Bis zum Pausenpfiff bekam das Heimteam keinen Zugriff, sodass es verdientermaßen mit 7:15 in die Kabine ging. »Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu viele technische Fehler gemacht und sind mit der offensiven Deckung nicht zurechtgekommen. So kam Wettenberg zu vielen Gegenstößen«, ärgerte sich Siegel. Sein Team zeigte sich in der zweiten Halbzeit dann aber stark verbessert und zog mutig Richtung Tor. Auch die Abwehr stand nun besser, sodass in der 36. Minute der Rückstand auf fünf Tore verkürzt war (13:18/Brückel). Allerdings stellte sich im weiteren Spielverlauf heraus, dass der Rückstand aus Halbzeit eins zu hoch gewesen war und so nutzte auch der starke Schlussspurt (23:27/54.) nichts: Die Heimsieben unterlag am Ende mit 25:28. »Wettenberg hat aufgrund einer starken ersten Hälfte verdient gewonnen«, bilanzierte Siegel.

HSG Wettertal: Heller, Marsteller; Reif (5/3), Brückel (5/1), Rettig (4), Weil (3/1), Bayer (2), Exner (2), Reinhold (2), Kielich (1), Kerschner (1/1), Häuser, Kunzelmann, Wolfner.

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