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Remis im Kreisoberliga-Topspiel

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Kopfballsieger Ali Mahboob: Der Bad Vilbeler springt höher als Serge Mamoum  vom SKV Beienheim.	(Foto: Nici Merz)
Kopfballsieger Ali Mahboob: Der Bad Vilbeler springt höher als Serge Mamoum vom SKV Beienheim. (Foto: Nici Merz) © Nicole Merz

(we/hei) Die Spitzenbegegnung der Fußball-Kreisoberliga Friedberg zwischen dem Tabellenzweiten SKV Beienheim und Tabellenführer FV Bad Vilbel II endete mit einem 2:2-Unentschieden. Durch den gleichzeitigen 1:0-Sieg des SV Staden beim VfB Friedberg konnte der SV Staden nach Punkten mit Beienheim gleichziehen.

Mit dem ersten Sieg seit Dezember, einem 2:0 gegen den SV Steinfurth, festigte die TSG Ober-Wöllstadt Rang sechs, gefolgt vom FC Nieder-Florstadt, der 2:0 gegen den SSV Heilsberg siegte. Der 3:1-Auswärtssieg beim FC Massenheim bescherte auch dem SV Nieder-Weisel eine Verbesserung in der Tabelle. Nach einem torlosen Remis bei TuS Rockenberg konnte der VfR Ilbenstadt die Rote Laterne dem spielfreien KSV Klein-Karben II weiterrreichen.

TSG Ober-Wöllstadt – SV Steinfurth 2:0 (1:0): Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Auch das Chancenverhältnis war durchaus ausgeglichen. Chancen für die TSG erarbeiteten sich Menzel, Menges und Loppe, denen auf der anderen Seite ein Pfostenschuss von Contin gegenüber stand. Allerdings hatte die TSG das notwendige Quäntchen Glück, das an diesem Tag den Unterschied machte. Nach einem Foul an Menzel verwandelte Markus Gondolf einen Strafstoß zur 1:0-Halbzeitführung. Im zweiten Abschnitt hatten beide Teams im Wechsel stärkere Phasen. Die Entscheidung fiel, nachdem sich Loppe in der 80. Minute durchgetankt hatte und Tim Menges die präzise Hereingabe zum 2:0 verwertete. Damit stand der erste TSG-Sieg unter dem neuen Trainer fest.

TSG Ober-Wöllstadt: Mazurkiewicz, Bechtloff, Haas, Gondolf, Loppe, Menzel, Eggert, Rudius, Menges, Mies, Brauburger, Blecher, Guthmann. – SV Steinfurth: Bayer, Riedmeier, Milek, Wettner, Deliktas, Demircan, Parisi, Esposito, Wintermeyer, Landvogt, Contin, Heile, Lohfink. – Tore: 1:0 (43.) FE Gondolf, 2:0 (80.) Menges. – Schiedsrichter: Evren Dutcu (Hanau).

SKV Beienheim – FV Bad Vilbel II 2:2 (0:1): Das Spitzenspiel hielt, was man sich davon versprochen hatte. Die Zuschauer sahen eine technisch hervorragende Gästemannschaft und eine vorbildlich kämpfende Gastgeber-elf. Dabei ließ Bad Vilbel den Ball laufen und forderte den SKV unablässig, der teilweise einige Bälle auch zu leicht verlor. Nach einer Körpertäuschung zirkelte Lukas Knell den Ball von der Strafraumkante in der 20. Minute zum 1:0 ins lange Eck. Aufregung herrschte in der 37. Minute, als Ali Mahboobs Schuss an die Unterkante der Latte geprallt war und nicht wenige ein Tor gesehen hatten. Nach einem Foul an Ceribas gingen die Gäste in der 50. Minute durch einen verwandelten Strafstoß von Ali Mahboob mit 2:0 in Führung. Fünf Minuten später ertönte die Pfeife auf der anderen Seite: Anane war gefoult worden, und auch Yilmaz Dural verwandelte seinen Elfmeter sicher.

Dieser Treffer spornte den SKV Beienheim an, der nun drängte und dafür in der 63. Minute belohnt wurde. Yannick Wolf zog aus elf Metern knallhart ab und ließ Etienne Schmidt im FV-Tor keine Chance. Beide Mannschaften hätten in der Schlussphase das Spiel noch zu ihren Gunsten entscheiden können. In der 70. Minute klärte Pircek nach einem Knell-Schuss auf der Linie, in der 87. Minute scheiterte Yannick Wolf mit einer Direktabnahme nur knapp.

SKV Beienheim: Christiansen, Dominik Friede, Timon Wolf, Dural, Daniel Friede, Böker, Anane, Yannick Wolf, Marx, Serge Mouzong, Emrovic, Franosch, Marco Mouzong, Pircek. – FV Bad Vilbel II: Schmidt, Rejlic, Schwander, Cue, Bruehl, Ceribas, Dardan Krasniqi, Knell, Mahboub, Grzyb, Arian Krasniqi, Köroglu, Schlatter, Albert. – Tore: 0:1 (20.) Knell, 0j:2 (50.) FE Mahboub, 1:2 (55.) FE Dural, 2:2 (63.) Yannick Wolf. – Schiedsrichter: Kai Fabian Denfeld (Bad Homburg). - Gelb-Rot: Cue (FV II/90.).

FC Nieder-Florstadt – SSV Heilsberg 2:0 (2:0): Eine ordentliche Anfangsphase genügte dem FC Nieder-Florstadt, um drei Punkte gegen den harmlosen SSV Heilsberg perfekt zu machen. Die erste Chance des Spiels nutzte Sascha Hartmann zum 1:0. Bingel hatte den Ball erorbert, zu Bilkenroth weitergeleitet, der zu Hartmann in die Gasse spielte, der aus acht Metern keine Mühe mehr hatte. Vorbildlich wurde auch das 2:0 vorbereitet. In der 15. Minute flankte Huber zu Hartmann, dessen Pass den freistehenden Sascha Bilkenroth erreichte, der Sven Nietzel zum zweiten Mal überwinden konnte. Danach erlebte das Spiel einen Bruch. Da von den Gästen keine entscheidenden Impulse ausgingen, beschränkte sich der FC Nieder-Florstadt darauf, das Ergebnis zu verwalten. So blieben die drei Punkte nach einer unter dem Strich schwachen Begegnung in Nieder-Florstadt.

FC Nieder-Florstadt: Seidel, Weber, Östreich, Hausner, Schoch, Hartmann, Bilkenroth, Deppner, Adler, Huber, Bingel, Sancar, Kling. – SSV Heilsberg: Nietzel, Jung, Steinbrenner, Damar, Göktas, Köroglu, Steppan, Bunzel, Lampe, Wiemann, Uslu. – Tore: 1:0 (6.) Hartmann, 2:0 (15.) Bilkenroth. – Schiedsrichter: Faruk Koc (Schlüchtern).

FC Hessen Massenheim – SV Nieder-Weisel 1:3 (0:2): Die Gäste überzeugten in dieser Partie mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung und waren das klar bessere Team. Schon nach drei Minuten gingen sie nach einem Fehler im Massenheimer Aufbauspiel durch Jan Mertes, der alleine vor Kozonek die Nerven behielt, in Führung. Tobias Schwarz baute diese nach einem weiteren Fauxpas der Hessen-Defensive aus (33.). Dies zeigte deren Hauptproblem: Die eigenen Akteure wurden vom Gegner hoch angelaufen und gerieten dadurch ein ums andere Mal in Schwierigkeiten. Nach dem Wechsel waren die Spielanteile ausgeglichener und der FC kam durch Kevin Kühn auf Vorlage von Hofmann zum Anschlusstreffer (48.

). Als Mathieu Wolf jedoch auf Zuspiel von Schwarz das 1:3 markierte (59.), lief Massenheim zwar noch mit dem Mute der Verzweiflung an, kam aber nicht mehr zu entscheidenden Abschlüssen, während Nieder-Weisel bei Kontern stets gefährlich blieb und unter dem Strich verdient gewann.

FC Hessen Massenheim: Kozonek, Baum, Kratz, Braun, Schaar, Hohmann, Jung, Hofmann, Kühn, Hahn, Rahman, Schmutzler, Schuch. – SV Nieder-Weisel: Maas, Nockemann, Winter, Pfeffer, Rühl, Werner, Schwarz, Mertes, Wolf, Börner, Antmansky, Fett, Weigel. – Tore: 0:1 (3.) Mertes, 0:2 (33.) Schwarz, 1:2 (48.) Kühn, 1:3 (59.) Wolf. – Schiedsrichter: Mohamed El Hassani (Gelnhausen).

TuS Rockenberg – VfR Ilbenstadt 0:0: Beide Teams lieferten sich ein zähes, nicht allzu hochwertiges Match, das vor allem durch seine zahlreichen Stockfehler auffiel. Nennenswerte Torchancen waren im ersten Durchgang Mangelware. Unter der souveränen Leitung des überzeugenden jungen Schiedsrichters Hendrik Kostka (Gießen) wurde das in der zweiten Hälfte aus Sicht der Platzherren besser, doch Zählbarem stand zweimal Aluminium im Weg: Funke traf den Pfosten (47.

), während Thielmann per Kopf die Unterkante der Latte anvisierte (62.). Später konnten Herbert (65.), Neubauer (76.) und auch Ramon Benk, der mit einem Volleykracher am glänzend reagierenden Celikkanat scheiterte (78.), ihre Möglichkeiten nicht nutzen, so dass sich der aufopferungsvoll kämpfende Tabellenvorletzte den Punkt trotz der Rockenberger Überlegenheit in gewisser Weise auch verdient hatte.

TuS Rockenberg: Marvin Benk, Ramon Benk, Decher, Verwiebe, Erik Neubauer, Herbert, Funke, Wetz, Dobner, Thielmann, Maximilian Groß. – VfR Ilbenstadt: Rasit Celikkanat, Hermandi, Rutic, Schmidt, Jonientz, Karaduman, Braun, Wenzel, Neubert, Aykin, Quanz, Luther. – Tore: Fehlanzeige. – Gelb-Rot: Braun (55./VfR), Herbert (75./TuS). – Schiedsrichter: Hendrik Kostka (Gießen).

VfB Friedberg – SV Staden 0:1 (0:0): Schmidt und Akyüz (7./10.) hatten die ersten Gelegenheiten für den VfB, scheiterten aber entweder am glänzend reagierenden Torhüter Neubauer oder verzogen. Auf der Gegenseite hatte Staden in einer ausgeglichenen Begegnung die besten Chancen durch Weber (11.

) und Karpuz (41.). Am Tor des Tages waren auch beide Akteure beteiligt: Haase verpasste das hohe Zuspiel von Sezgin Karpuz, und Otto Weber köpfte aus kurzer Distanz ein (72.). Dombrowsky vergab eine weitere Stadener Möglichkeit (81.); es blieb aber in einem klassischen »Unentschieden-Spiel« bei deren knappem Sieg.

VfB Friedberg: Bosland, Pato-Otero, Hofmann, Beck, Rack, Haase, Akyüz, Fedler, Schmidt, Patzwald, Kögler, Becker, Maouche. – SV Staden: Neubauer, Jacobi, Dielmann, Lohse, Sebastian May, Dechert, Karpuz, Weber, Scheibner, Salomon, Martin Hetmanczyk, Dombrowsky, Wagner. – Tor: 0:1 (72.) Weber. – Schiedsrichter: Rolf Seifert (Altenstadt).

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