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Trainer Christian Ehnert will mit seiner SG Oppershofen unbedingt den Aufstieg in die Kreisliga A Friedberg schaffen. Dafür reicht vor heimischer Kulisse gegen Fauerbach ein Remis.

Fußball-Relegation

Relegationsrunden vor dem Abschluss: Komplizierte Rechenspiele in der Endphase

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Der SV Gronau, der FC Olympia Fauerbach II und die SG Oppershofen - diese drei Wetterauer Mannschaften spielen noch in der Relegation, um ihre Saison zu veredeln. Doch es ist kompliziert.

In den entscheidenden Relegationsspielen zur Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West und der Kreisliga A Friedberg fallen am Wochenende die Entscheidungen, wenn der SV Gronau in der Relegationsrunde zur Gruppenliga Frankfurt-West am Pfingstsamstag ab 17 Uhr die SG Westend Frankfurt empfängt und der FC Olympia Fauerbach II im Kampf um die A-Liga-Zugehörigkeit bereits am Freitagabend ab 19 Uhr bei der SG Oppershofen gastiert.

Gronau reicht sogar eine Niederlage - wenn die Teams "oben" mitspielen

Während die Gronauer in der Auftaktpartie gegen die SG Ober-Erlenbach zu einem torlosen Unentschieden kamen, setzte die SG Westend Frankfurt mit dem 7:0-Erfolg gegen die Taunusstädter am Mittwochabend ein dickes Ausrufezeichen. "Spätestens nach diesem Resultat ist klar, dass wir am Samstag auf den absoluten Topfavoriten der Relegation treffen. Dennoch werden wir nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern versuchen, auf eigenem Platz unsere Bestleistung abzurufen. Die Ausgangslage hat sich nicht verändert, wir müssen nach wie vor unser Heimspiel gewinnen. Wir glauben an unsere Chance und wollen gemeinsam mit unseren Fans einen tollen Tag erleben", erklärt SVG-Coach Florian Schwing. Unter dem Motto "1000 Fans für den Aufstieg" hat der Verein bereits im Vorfeld mobil gemacht.

Hoffen können die Gronauer auf Teams in den oberen Spielklassen, denn durch den Aufstieg des FC Bayern Alzenau in die Regionalliga Südwest am Donnerstag, steigen zwei Teams aus der Dreierrunde in die Hessenliga auf. Ist der 1. Hanauer FC darunter, würden wiederum zwei Teams in die Verbandsliga Süd aufsteigen. Wäre hier Noch-Gruppenligist FG Seckbach dabei, der am Mittwoch nach seiner Auftaktniederlage den VfB Ginsheim II mit 2:1 geschlagen hat, würden aus der Relegationsrunde zur Gruppenliga ebenfalls zwei Teams aufsteigen, sodass den Gronauer selbst eine Niederlage - solange sie nicht so hoch ist wie die der Ober-Erlenbacher - zum Aufstieg genügen würde. Beide noch ausstehende Spiele finden zeitgleich am Samstagnachmittag (17 Uhr) statt.

Fauerbach II oder Oppershofen? Wer sichert sich zweiten A-Liga-Startplatz hinter Rendel?

In der Relegationsrunde zur Kreisliga A Friedberg steht der FC Rendel nach zwei Siegen gegen den Fauerbach II (5:1) und Oppershofen (5:2) bereits als erster Aufsteiger in die A-Liga fest. Am Freitagabend kämpfen die Oppershofener vor heimischem Publikum im direkten Duell mit den Fauerbachern um das zweite Aufstiegsticket. "Die Auswärtspartie in Rendel war für uns das erwartet schwere Spiel. Nach dem Auftaktsieg gegen Fauerbach hat man den Rendelern von der ersten Minute angemerkt, dass sie hochmotiviert sind, den Aufstieg vor heimischem Publikum perfekt zu machen", blickt SGO-Coach Christian Ehnert zurück. Durch die 2:5-Niederlage hat sich die SGO die Möglichkeit geschaffen, bereits mit einem Remis gegen Fauerbach den Sprung in die A-Liga zu schaffen. "Darauf wollen wir uns allerdings nicht verlassen, sondern auf Sieg spielen und unsere Erfolgsserie vor heimischem Publikum fortsetzen", erklärt Ehnert. Hinter dem Einsatz von Fynn Schnitzler (Knieprobleme) und Jürgen Bellersheim (Wadenverletzung) stehen noch Fragezeichen. Die Langzeitverletzten Jan Meyer und Erik Hotopp stehen ohnehin nicht zur Disposition.

Gästecoach Thomas Dietz muss derweil wie schon im Auftaktmatch gegen Rendel auf Marek Algra (Meniskusschaden) und Daniel Fiedler (Urlaub) verzichten. "Gegen Rendel hatten wir mit dem frühen Tor einen perfekten Start erwischt. Auch in der Folge hatten wir den Gegner im Griff. Was danach passiert ist, kann ich mir nicht erklären. Darüber bin ich sehr enttäuscht", blickt Dietz auf die deutliche 1:5-Auftaktniederlage seiner Elf zurück. Vor seinem letzten Spiel als Fauerbacher Trainer sagt er: "Die Oppershofener haben die bessere Ausgangslage. Wir wollen unsere Chance dennoch nutzen und mit einem Sieg den Klassenerhalt schaffen."

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