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Diogo Pereira und der SV Gronau wollen über die Relegation in die Gruppenliga aufsteigen.

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Relegation: SV Gronau will die Chance auf den Gruppenliga-Aufstieg nutzen

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Los geht's in den Saisonendspurt: Am Freitagabend starten die Relegationsspiele auf Kreisebene, am Wochenende dann auch auf Verbandsebene. Mittendrin: Gleich mehrere Wetterauer Vereine. Die Vorschau.

Mit der Auftaktpartie der Relegationsrunde zur Fußball-Kreisliga A Friedberg zwischen dem FC Olympia Fauerbach II und dem FC Rendel fällt am heutigen Freitagabend ab 19 Uhr der Startschuss für die Relegationsspiele von der Gruppen- bis zur B-Liga, in denen in den kommenden Tagen die noch ausstehenden Entscheidungen über Auf- und Abstieg gefällt werden.

SV Gronau am Sonntag ab 15 Uhr in Ober-Erlenbach zu Gast

Höchstklassiger heimischer Relegationsteilnehmer ist der SV Gronau, der nach dem Kreisoberliga-Meister FC Karben als zweites Team den Sprung in die Gruppenliga Frankfurt-Westschaffen will. Zum Auftakt der Dreierrunde mit dem Frankfurter Kreisoberligisten SG Westend und dem Vertreter aus dem Hochtaunuskreis, der SG Ober-Erlenbach, geht es für die Bad Vilbeler Vorstädter am Sonntag ab 15 Uhr zum Auswärtsspiel in den Taunus. Bei einer Niederlage wären die Gronauer am Mittwoch ab 19 Uhr im Frankfurter Westend zu Gast, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage empfängt die Elf von SVG-Coach Florian Schwing die Frankfurter Stadtteilkicker am Pfingstsamstag ab 17 Uhr vor heimischer Kulisse. Der Gewinner der Relegationsrunde steigt sicher auf. Allerdings könnte es auch noch einen zweiten Aufsteiger geben, nämlich dann, wenn dem West-Gruppenligisten FG Seckbach der Sprung in die Verbandsliga Süd gelingen sollte.

"Wir blicken voller Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben gegen Ober-Erlenbach und Westend. Als Vizemeister wollen wir den Fußballkreis Friedberg in der Relegation würdig vertreten eine herausragende Saison mit dem Aufstieg krönen. Keine der drei Mannschaften muss sich nach den tollen Leistungen in der abgelaufenen Saison verstecken, deshalb erwarten wir spannende Duelle", erklärt SVG-Coach Florian Schwing, "wir haben unseren Fokus bisher ausschließlich auf das erste Spiel in Ober-Erlenbach gelegt. Die Hausherren haben eine spielstarke Mannschaft und den einen oder anderen Topspieler in ihren Reihen. Dennoch fahren wir mit breiter Brust nach Ober-Erlenbach. Wenn wir unser Leistungspotenzial abrufen können, bin ich überzeugt davon, dass wir uns eine hervorragende Ausgangslage für das zweite Spiel gegen Westend schaffen werden", glaubt Schwing. Personell können die Gäste aus der Wetterau dabei aus dem Vollen schöpfen. Auch Niclas Müller ist nach überstandener Fußverletzung wieder mit an Bord.

Zwei von drei Teams werden Relegation zur Kreisliga A Friedberg siegreich beenden

Eine Etage tiefer, in der Kreisoberliga Friedberg,entfällt die Abstiegsrelegation, da aus der Gruppenliga Frankfurt-West keiner der vier Wetterauer Vertreter abgestiegen ist. Die drei ersten Mannschaften der Kreisliga A Friedberg - der FC Hessen Massenheim, die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim und die FSG Burg-Gräfenrode - steigen direkt ins Oberhaus des Friedberger Fußballkreises auf.

In der Relegation zur Kreisliga A Friedbergeröffnet der FC Olympia Fauerbach II die Dreierrunde mit zwei sicheren Aufsteigern gegen den FC Rendel heute Abend ab 19 Uhr auf dem heimischen Elachfeld. Der Sieger spielt am Pfingstmontag ab 19 Uhr gegen die SG Oppershofen, der Verlierer hat das dritte Spiel gegen Oppershofen am Freitag ab 19 Uhr zu bestreiten. Gibt es in der Auftaktpartie ein Remis, muss der FC Olympia Fauerbach II im zweiten Spiel ran. Die Runde ist so angelegt, dass jeder Klub ein Heimspiel hat. "Wir gehen mit einem positiven Gefühl in die Relegation. Einen klaren Favoriten gibt es aus meiner Sicht nicht. Viel wird davon abhängen, welche Mannschaft die besseren Nerven hat. Die Rendeler haben zwar eine enorm offensivstarke Truppe und zugleich die beste Abwehr der B-Liga, unser Heimvorteil im ersten Spiel könnte jedoch ein ausschlaggebender Faktor sein - bei einem Auftaktmatch auf dem Rendeler Kunstrasen hätte der Gegner sicherlich die besseren Karten gehabt", ist Fauerbachs Trainer Thomas Dietz überzeugt. Personell muss der scheidende Olympia-Coach beim Relegationsauftakt seiner Mannschaft heute Abend auf Marek Algra (Meniskusschaden), Daniel Fiedler (Urlaub) und Nedim Berktas (beruflich verhindert) verzichten. Gästecoach Alexander Jörg muss derweil neben den Langzeitverletzten Karim Bayoudh (Knöchelverletzung), Robin Pierce (Kreuzbandriss), Okan Genc (Knieverletzung) und Pascal König (Kreuzbandriss) auch die Ausfälle von Marc Courtial (Muskelfaserriss) und Stammtorhüter Dominik Puth (Urlaub) kompensieren. "Wir gehen gut gerüstet in die Relegation. Die Jungs sind hochmotiviert und wollen sich unbedingt eines der beiden Aufstiegstickets schnappen. Mit einem Sieg gegen Fauerbach zu starten wäre für uns natürlich optimal", weiß Jörg, dessen Elf in diesem Fall am Pfingstmontag auf die SG Oppershofen treffen würde. Bei Punktgleichheit der drei Mannschaften zählt zunächst der direkte Vergleich, anschließend das Torverhältnis. Sollte auch dieses identisch sein, käme es zu einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz.

Nur ein Relegationsspiel in der Kreisliga B Friedberg

Eine solche Partie gibt es am Sonntag ab 14 Uhr in Nieder-Florstadt, wo sich der SV Blau-Weiß Espa und die KSG 1920 Groß-Karben II im Relegationsspiel zur Kreisliga B Friedberggegenüberstehen. Der Verlierer dieser Begegnung, die notfalls via Verlängerung und Elfmeterschießen ausgespielt wird, muss den Gang in die C-Liga antreten. Die Blau-Weißen aus Espa sind erst durch den Rückzug des TSV Ostheim II in die Relegation gerutscht. "Dementsprechend wenig Zeit hatten wir, uns mit dem Gegner zu beschäftigen", räumt KSG-Coach Sezai Bayram ein. "Spielen gesehen haben ich sie persönlich noch nie. Aber wir haben uns Informationen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis geholt und wissen, dass sie wie die meisten Mannschaften aus dem Butzbacher Raum mit viel Leidenschaft und Kampfgeist zu Werke gehen. Wir werden versuchen, mit einer schlagkräftigen Truppe dagegenzuhalten und den Klassenerhalt mit einem Sieg perfekt zu machen", gibt Bayram die Marschrichtung für die Partie in Nieder-Florstadt vor. "Dass wir nach 29 Saisonniederlagen und nur einem Sieg überhaupt in der Relegation antreten dürfen, ist für uns ein großes Geschenk. Gegen Ende der Runde konnten wir unsere Leistungen ein wenig stabilisieren. Wenn wir mit einen Sahnetag erwischen und gleichzeitig eine Portion Spielglück haben, rechne ich uns durchaus Siegchancen aus. Sollten wir den Klassenerhalt schaffen, werden wir in der nächsten Saison den Neubeginn einleiten und mit einer schlagkräftigen Truppe angreifen", erklärt Volker Rühl, seit mehr als einem Vierteljahrhundert Vorsitzender des SV Blau-Weiß Espa.

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