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32 009 Zuschauer haben die Spiele Dresden gegen Weißwasser und Sparta Prag gegen Verva Litvinov im Rudolf-Harbig-Stadion gesehen - Rekordkulisse für die DEL2. FOTO: PR/HOA

Rekordkulisse in Dresden

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(esa/sid/dpa). 32 009 Zuschauer, so die offizielle Zahl, waren am Samstag im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Die Rekordkulisse in der Deutschen Eishockey-Liga 2 sah einen 5:3 (1:2; 2:1; 2:0)-Sieg der Dresdner Eislöwen im Punktspiel gegen die Lausitzer Füchse. Den Bestwert hielt bis zum Samstag das "Summer Game" 2016 zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies in der Frankfurter Commerzbank-Arena mit 30 000 Fans.

Zwar spielte in Dresden das Wetter nicht mit, aber der teilweise heftige Regen tat der guten Stimmung im ausverkauften Stadion des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden keinen Abbruch. Nach dem Sachsen-Derby gewann Sparta Prag, trainiert von Ex-Nationalcoach Uwe Krupp, das Aufeinandertreffen in der tschechischen Extraliga gegen Verva Litvinov mit 3:2 (0:0, 1:1, 2:1). "Es war ein großartiges Event für die Spieler und alle Beteiligten. Dazu haben die Fans gefeiert, hatten Spaß. Es ist einfach super, wenn über 30 000 Leute im Stadion sind", sagte der frühere NHL-Profi Krupp.

Nach einer spektakulären Opening-Show mit dem Salzburger DJ Felice lieferten sich Dresden und Weißwasser ein hitziges Derby. Jordan Knackstedt brachte die Eislöwen in Führung (5.), die Füchse schlugen aber durch Powerplay-Tore von Mychal Monteith (7.) und Darcy Murphy (14.) zurück. Dale Mitchell glich mit einem erneut frühen Tor nach Drittelbeginn aus (23.), doch Weißwassers Mike Hammond (33.) traf zum 3:2 für die Gäste. Dresdens Topscorer Mario Lamoureux (37.) und Jordan Knackstedt (47./60.), der mit seinen Tagestreffern zwei und drei zum Matchwinner avancierte, sicherten letztlich aber den Gastgebern den Sieg. "Es war auf jeden Fall aufregend und ein unbeschreibliches Gefühl. Am Anfang war es ein wenig komisch und man hat die Atmosphäre aufgesaugt", sagte Dresdens Torwart Marco Eisenhut. Vor Spielbeginn gaben die walisische Sopranistin Menna Cazel von der Semper-Oper mit der Nationalhymne sowie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer mit dem Eröffnungspuck dem zweiten Dresdner Freiluftspiel nach 2016 einen würdigen Rahmen.

Ob es eine dritte Auflage geben wird, steht noch in den Sternen. "Wir wissen noch nicht, ob es eine weitere Auflage geben wird. Eine einfache Kopie des diesjährigen Konzepts bringt aus unserer Sicht nicht den erhofften Effekt", sagte Geschäftsführerin Eva Wagner von der Eislöwen Event GmbH dem SID.

Bereits am 14. Dezember 2019 hatte der EC Bad Nauheim das Winter-Derby gegen die Löwen Frankfurt vor 15 146 Zuschauern im Offenbacher Fußballstadion am Bieberer Berg ausgetragen (2:3 n.P.). Erstmals fanden somit innerhalb einer Saison zwei Spiele einer Liga im deutschen Profieishockey unter freiem Himmel statt. Ähnlich wie nach dem Winter-Derby in Offenbach ist die Eisfläche im Stadion an der Lennéstraße bis 11. Januar für den öffentlichen Eislauf freigegeben. Dann weicht die temporäre Anlage wieder dem Rasen und der kickenden Zunft,

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