Längst hat Thorsten Zimmer (r.) das Kommando beim Fußball-Kreisoberligisten SV Nieder-Wöllstadt. Sein Team gastiert am Sonntag bei seinem ehemaligen Trainer Gökhan Kocatürk, der nun beim SV Nieder-Weisel das Kommando hat. FOTO: JAUX
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Längst hat Thorsten Zimmer (r.) das Kommando beim Fußball-Kreisoberligisten SV Nieder-Wöllstadt. Sein Team gastiert am Sonntag bei seinem ehemaligen Trainer Gökhan Kocatürk, der nun beim SV Nieder-Weisel das Kommando hat. FOTO: JAUX

Reise in die Vergangenheit

  • vonSascha Kungl
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(kun). In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg fällt der Startschuss für den zweiten Spieltag bereits am heutigen Freitagabend ab 20 Uhr mit dem Heimspiel des 1. FC Rendel gegen den FC Hessen Massenheim.

"Nach der verdienten Auftaktniederlage gegen den VfB Friedberg sind wir gegen Rendel gleich am zweiten Spieltag unter Zugzwang. Wir waren gegen den VfB vom Kopf her nicht richtig da. Im Vorfeld hatten wir uns viel vorgenommen, leider haben wir davon aber nur wenig auf den Rasen bringen können", hadert Massenheims Trainer Dennis Matter mit der 1;3-Pleite seiner Elf beim Rundenauftakt. Personell können die Gäste gegen den Aufsteiger aus Rendel nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Leo Geppert und Niklas Dillenseger fehlen den Massenheimern aufgrund von Trainingsrückstand. "Die Rendeler haben ihr erstes Saisonspiel ebenfalls verloren und werden auf Wiedergutmachung aus sein. Einfach wird die Aufgabe für uns sicherlich nicht, dennoch wollen wir drei Punkte nach Massenheim mitnehmen", fordert Matter.

Die Gäste sind alte Bekannte

Am Sonntag gehen sechs weitere Begegnungen über die Bühne - unter anderem feiert dabei der SV Nieder-Weisel ab 15.15 Uhr seine Heimpremiere gegen den SV Nieder-Wöllstadt. Für Trainer Gökhan Kocatürk ist das Duell seiner Elf gegen die "Roten" eine Reise in die Vergangenheit - in Nieder-Wöllstadt nahm vor einigen Jahren seine Trainerlaufbahn ihren Anfang. "Ich habe meine Trainerlaufbahn damals in der Gruppenliga zunächst als spielender Co-Trainer und anschließend als Chefcoach angefangen. Daher freue ich mich persönlich sehr auf die Partie und das Wiedersehen mit vielen alten Weggefährten", blickt Kocatürk voller Vorfreude auf die Heimouvertüre seiner Elf gegen die Nieder-Wöllstädter.

"Wir wollen unsere Heimstärke direkt im ersten Spiel vor eigenem Publikum bestätigen und die drei Punkte in Nieder-Weisel behalten. Dass wir erst am Donnerstag im Einsatz waren, ist natürlich ein Nachteil für uns. Wir werden das allerdings nicht als Ausrede nutzen, sondern diesen Nachteil durch unsere Stärke und den breiten Kader kompensieren. Der Gegner wird uns im läuferischen und kämpferischen Bereich alles abverlangen. Wir sind bereit dagegenzuhalten und unsere fußballerische Stärke auszuspielen", verspricht der Nieder-Weiseler Übungsleiter.

"Uns ist bewusst, dass die Gäste nach der deutlichen 0:4-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen Ober-Wöllstadt auf Wiedergutmachung aus sein werden. Das bedeutet für uns, dass wir von Anfang an vorsichtig und wach sein müssen, um den anstürmenden Gästen Stand zu halten", fordert Kocatürk. "Viele Ligakonkurrenten zählen uns in diesem Jahr zum Kreis der Titelanwärter. Für uns ist das kein Druck, sondern eine große Wertschätzung unserer Arbeit, insbesondere wenn man bedenkt, dass ich das Team vor zwei Jahren als punktloses Tabellenschlusslicht übernommen habe. Die Mannschaft hat in den vergangenen zwei Jahren eine tolle Entwicklung genommen." Adrian Vogt (privat verhindert), Alexander Müller (Urlaub), Christian Scheel und Dominik Ruppel (beide verletzt) stehen auf der Ausfallliste.

Wiedersehen mit Ex-Spielern

Auf einen Saisonauftakt nach Maß blickt derweil der SV Bruchenbrücken zurück. Gegen den 1. FC Rendel feierten die "Bärenschweizer" einen 5:0-Heimerfolg und stehen damit nach den ersten 90 Saisonminuten an der Tabellenspitze. Nach dem Sieg gegen den Aufsteiger will SVB-Coach Stefan Schneider im Auswärtsspiel bei Türk Gücü Friedberg II nachlegen. "Die Friedberger werden nach der Auftaktniederlage gegen Dorn-Assenheim hochmotiviert sein", glaubt Schneider, der sich auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Spieler und jetzigen TGF-Coach Ahmet Akyüz und den Ex-SVB-Akteuren Ümit Karpuz und Jeremy Cue freut. "Wir erwarten ein sehr enges Spiel und hoffen auf nicht zu viel Unterstützung vom Friedberger Hessenliga-Kader", verrät Schneider, der zur ungewohnten Anstoßzeit am Sonntagmittag um 12 Uhr die Ausfälle von Tim Rubenschuh und Florian Pölker kompensieren muss. Immerhin: Die erste Mannschaft der Kreisstädter ist direkt im Anschluss (15 Uhr) gegen den Hünfelder SV erstmals in dieser Saison in der höchsten hessischen Spielklasse gefordert, da der Saisonsauftakt gegen Hanau den dortigen Corona-Einschränkungen zum Opfer gefallen war.

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